KuDiNa³
Interview 5

Interview 5: Kultur(produktion) der Zukunft: Soziale und technologische Tools für Materialkreisläufe und Produktionsprozesse

mit Lucca Meinke (Projektmanagerin für »Circular.Culture« und »ökKoKom« beim NRW KULTURsekretariat) und Lukas Vaupel (Referent der Intendanz der Oper Wuppertal, Projektleiter der »Zukunftsbühne«)

Moderation: Uta Atzpodien (Kulturpolitische Gesellschaft) und Anne-Sophie Müller (TRASH GALORE)

Im fünften KuDiNa³-Interview »Kultur(produktion) der Zukunft: Soziale und technische Tools für Materialkreisläufe und Produktionsprozesse« kommen die Projektmanagerin für »Circular.Culture« und »ökKoKom« beim NRW Kultursekretariat, Lucca Meinke, und der Referent der Intendanz der Oper Wuppertal sowie Projektleiter der »Zukunftsbühne«, Lukas Vaupel, ins Gespräch. Moderiert wird das Gespräch von Anne-Sophie Müller, die vielseitig in der Kreislaufwirtschaft und insbesondere für TRASH GALORE aktiv ist, sowie – für die Kulturpolitische Gesellschaft – von der Dramaturgin und Transformationsmanagerin Nachhaltige Kultur Dr. Uta Atzpodien.

Gemeinsam setzen wir die Erkundungsreise zum Zusammenspiel von Kultur, Digitalität und Nachhaltigkeit fort. Dabei greifen wir zwei konkrete Beispiele und Ansätze auf, die sich – wie bereits im dritten Interview – für den Call beworben haben, noch relativ am Anfang stehen und zugleich das Potenzial haben, viel zu bewegen.

Das in NRW als Kooperationsprojekt angelegte »Circular.Culture« ist dabei, eine analoge und digitale Infrastruktur für eine kreislaufwirtschaftsfähige Kulturszene in NRW zu schaffen. Herzstück des Projekts ist eine digitale Material-Sharing-Plattform, die als zentrale Schnittstelle zu analogen, dezentralen Materialdepots fungieren soll.

Die »Zukunftsbühne« verfolgt das Ziel, 3D-Technologien, Künstliche Intelligenz (KI) sowie Virtual und Augmented Reality (VR/AR) miteinander zu verknüpfen und auf diese Weise einen ökologisch nachhaltigeren und zugleich effizienteren Bühnenbildprozess zu entwickeln.

Folgende Fragen haben das Gespräch geprägt, begleitet und geleitet:

Wovon gehen die beiden Vorhaben aus, was haben sie vor? Wo möchten sowohl »Circular.Culture« als auch die »Zukunftsbühne« in drei Jahren stehen? Auf welche Grundlagen und Netzwerke bauen sie auf? Was bedeutet es, sich als lernenden Produktionsprozess zu verstehen? Welche Potenziale eröffnen sich durch Digitalität und Technik? Wie gehen beide Vorhaben mit dem Ressourcenverbrauch um? Welche Hürden und Hindernisse tun sich auf, und wie lassen sich diese bewältigen? Wo liegt dabei die gestaltende Verantwortung der Kultur? Wie sieht die neue Ästhetik aus, die sich über Kreisläufe und Netzwerke manifestiert? Und zum Abschluss: Welche Utopien zeichnen sich für das Zusammenspiel von Kultur, Digitalität und Nachhaltigkeit ab?

Zum KuDiNa³-Kontext:

Mit »KuDiNa³ – Zukunftsfähiges Zusammenwirken für Haltung, Zuversicht und Wandel« öffnet die Kulturpolitische Gesellschaft analoge und digitale Räume für einen Austausch zum zukunftsfähigen Zusammenspiel von Kultur, Digitalität und Nachhaltigkeit, gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Es baut auf Vorgängerprojekten wie  »Digitalität als neuer Treiber einer Kultur der Nachhaltigkeit (DNA 4_0)«  und »Auf dem Weg in die Next Society?! Kulturen der Digitalität für einen nachhaltigen Wandel« auf. KuDiNa³ setzt auf ein konstruktives Aushandeln für werteorientiertes Engagement, kollegialen Austausch und aktives Mitgestalten, ein Prozess, der in eine analoge Abschlussveranstaltung im Februar 2027 münden wird. Neben BLOG-Beiträgen und kollegialem Austausch ermöglichen sechs digitale Interviews Anregungen zu kreativen Modellen des Arbeitens und Handelns. Das erste Interview »Mit Technologien, aber wie?! Gemeinsame ethische und kreative Potenziale« startete mit Perspektiven eines Kunstschaffenden und einer Juristin, zu KI, Tech-Konzerne und Urheberrechten. Das zweite Interview »Kontext Kunst und Wissensproduktion: Das Digitale dekolonialisieren« baute auf den Erfahrungen des Festivals »Beyond Gravity. Decolonizing the Digital« in Dortmund auf und ging mit den Festivalkuratoren der Frage nach, wie andere Beziehungsformen und eine Dekolonialisierung des Digitalen aussehen können. Mit »Glokale Werte: Kultur als nachhaltige Praxis« wurde deutlich, wie lebendig und engagiert Kompasse wie die SDGs oder die Erdcharta und andere Leitfäden lokal bis zu global zum Einsatz kommen und auch Teil des künstlerischen Gestaltens werden.

Links zum Interview 5

Auswahl an Materialinitiativen und Kreislaufwirtschaftsprojekte in NRW:

Materialbörse Münsterland: https://materialboerse-muensterland.chayns.site/

Ressourcerie automatique: http://atelierautomatique.de/ressourcerie

Materialzentrale Köln: https://www.material-zentrale.com/

Onlinefundus.de: https://onlinefundus.de/

Baustoffbörse: https://www.gelsenkirchen.de/de/infrastruktur/bauen_und_wohnen/baustoffboerse/index.aspx

Second bau: https://secondbau.de/

Neue NRW-Kreislaufwirtschaftsstrategie: https://www.wirtschaft.nrw/system/files/media/document/file/kreislaufwirtschaftsstrategie_nordrhein-westfalen.pdf

Die Checkliste für rechtsichere Materialweitergabe als digitales Tool: 

https://checkliste-materialkreislauf.de/

Circular.Culture:

Website: https://www.nrw-kultur.de/programme/circularculture

Newsletter: https://subscribe.newsletter2go.com/?n2g=kj3c2ik7-wo4sf4vr-4p2

LinkedIn: https://www.linkedin.com/showcase/circular-culture-nrw/

Instagram: https://www.instagram.com/circular.culture.nrw?stkn=MTZ4M2ZkaWVxcGVrYw==

Lukas Vaupel

Referent der Opernintendanz an der Oper Wuppertal

Lucca Meinke

Projektmanagerin beim NRW KULTURsekretariat

Anne-Sophie Müller

Co-Founderin, TRASH GALORE

Dr. Uta Atzpodien

Projektleiterin KuDiNa³, Kulturpolitische Gesellschaft e.V.