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Kulturelle
Bildung für Kinder und Jugendliche erlebt derzeit eine
erstaunliche Konjunktur. Bund, Länder und Gemeinden legen neue
Förderprogramme auf, richten sich konzeptionell neu aus und
beginnen ihre Aktivitäten im Feld von Bildung, Schule, Kultur
und Jugend zu vernetzen. Kulturelle Bildung kann und soll vor
allem die kreativ-künstlerischen Potenziale und Fähigkeiten
junger Menschen fördern und entwickeln und damit die
mathematisch-naturwissenschaftlichen und
technisch-instrumentellen Fähigkeiten ergänzen. Die
Beschäftigung mit Kunst und Kultur eröffnet neue Wege für eine
umfassende Entwicklung der Persönlichkeit und für eine aktive
Lebensgestaltung.
Die
interkulturelle Komponente von Kultureller Bildung und damit die
kulturellen Erwartungen und Biografien von Kindern und
Jugendlichen mit Migrationshintergrund sind bislang noch zu
wenig beachtet worden. Gerade diese jungen Menschen bilden
jedoch eine große Gruppe in den Kindergärten und Schulen unseres
Landes, auf die sich das Bildungssystem mehr als bisher
einstellen muss.
Integration ist eine
gesamtgesellschaftliche Aufgabe, in der Interkulturelle Bildung
eine besondere Rolle übernehmen kann. Sie erleichtert Menschen
mit und ohne Migrationshintergrund das Verständnis für den Wert
kultureller Vielfalt und fördert das Zusammenleben aller – die
Begegnung auf Augenhöhe – in einer multiethnischen Gesellschaft.
Der Nationale Integrationsplan, der im Sommer 2007 verabschiedet
wurde, hat dem Thema Interkulturelle Bildung seine besondere
Aufmerksamkeit gewidmet.
Die
Interkulturelle Bildung steht noch am Anfang. Sie bedarf neuer
inhaltlicher Präzisierungen und Vermittlungsformen und sie muss
sich auf die unterschiedlichen Wünsche, Erwartungen und
Fähigkeiten ihrer Adressaten einlassen. Genau hier möchte die
Tagung ansetzen, indem sie unter der Leitfrage »Interkulturelle
Bildung – ein Weg zur Integration?« praktische Erfahrungen,
theoretische wie empirische Grundlagen und politische
Erfordernisse vorstellt und diskutiert. Wir werden dabei
Praktiker, Wissenschaftler und Politiker zu Wort kommen lassen,
aber auch Kinder und Jugendliche selbst als Experten in eigener
Sache.
Wir
laden Sie ein, an diesem Diskussionsprozess über die Zukunft der
interkulturellen Kinder- und Jugendbildung in Deutschland
mitzuwirken. Helfen Sie mit bei dem Versuch, den
Integrationsprozess auch mit kulturellen Mitteln zu gestalten!
Michael Thielen (Staatssekretär
im Bundesministerium für Bildung und Forschung)
Prof. Dr. Oliver Scheytt (Präsident
der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.)
Veranstalter

Bundesministerium für Bildung und
Forschung (BMBF)
In Kooperation mit

Kulturpolitische Gesellschaft
e.V.
Unter Mitarbeit von:

Bundesverband der Jugendkunstschulen
und kulturpädagogischen Einrichtungen e.V. (BJKE), Unna

Bundesvereinigung Kulturelle Kinder-
und Jugendbildung e.V. (BKJ), Remscheid
Kongresskonzeption und -organisation
• Franz Kröger
(verantwortlich), Ulrike Blumenreich, Dr. Norbert
Sievers, Kulturpolitische Gesellschaft e.V., Bonn
• Dr. Gabriele Unkelbach-Romussi,
Dr. Gisela Steffens, Bundesministerium für Bildung und
Forschung, Bonn
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