Programm

Anmeldung

Referenten

Materialien

Organisationshinweise
 

 16. und 17. Juni 2006 in Hamburg

»Kultur als Motor der Stadtentwicklung«

Öffentliche Fachtagung anlässlich des Jubiläums 30 Jahre Kulturpolitische Gesellschaft e.V.

          Referenten

  • Hans Heinrich Bethge (Jg. 1957) ist Senatsdirektor bei der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg. Er ist Jurist und seit 1992 in verschiedenen Positionen in der Kulturbehörde tätig.

  • Prof. Dr. rer. soc. Ingrid Breckner (Jg. 1954) ist Diplom-Soziologin und Universitätsprofessorin für Stadt- und Regionalsoziologie. Dem Studium der Erziehungswissenschaft und Soziologie an der LMU München und der Forschung zu Medienpädagogik und Stadtentwicklung folgt die Promotion in Soziologie an der Universität Bielefeld und die Lehrtätigkeit in Weihenstephan, München, Bochum und Kassel. Nach der Konzeption und Evaluation des EU-Modellvorhabens WohnForum München erhält sie 1994/95 eine Gastprofessur an der Universität Kassel. Seit 1995 ist sie Professorin für Stadt- und Regionalsoziologie an der TU Hamburg-Harburg (seit 01.01.06 HafenCity Universität Hamburg). Sie ist Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung, der Akademie für Raumforschung und Landesplanung, der Deutschen Gesellschaft für Soziologie/Sektionen Stadt- und Regionalsoziologie und Frauenforschung und des Wissenschaftlichen Beirats im Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung in Erkner bei Berlin.

  • Martin Brinkmann (Jg. 1957) ist Geschäftsführer der steg Hamburg mbH. Nach dem Studium mit dem Abschluss als Diplom-Sozialwirt war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Baubehörde Hamburg und Gutachter im Auftrag der Behördenleitung zur Entwicklung der Westlichen Inneren Stadt in Hamburg. Seit 1990 arbeitet Martin Brinkmann bei der steg Hamburg mbH. Seit 1994 hat er Handlungsvollmacht und Projektleitung für den Arbeitsbereich Gebietsbetreuung, von 1997 bis 2003 als Mitglied der Geschäftsführung Gesamtprokura sowie Bereichsleitung Stadtteilentwicklung und Quartiersmanagement. Seit August 2003 geschäftsführender Gesellschafter der steg Hamburg mbH.

  • Frauke Burgdorff (Jg. 1970) ist Vorstandsmitglied beim SIM-StiftungsInstitut Montag gAG. Nach dem Studium der Raumplanung in Kaiserslautern und Dortmund war sie von 1996 bis 1997 Mitarbeiterin bei der Studiegroep Omgeving in Antwerpen (Schwepunkt: Urban Design) und von 1997 bis 2000 wissenschaftliche Angestellte beim Sekretariat für Zukunftsforschung in Gelsenkirchen (Schwerpunkte: Kunst und öffentlicher Raum, Technologie und Raumentwicklung, Evaluationen). Im Jahr 2000 war sie Referentin der Kulturpolitischen Gesellschaft in Bonn mit dem Schwerpunkt Verbandsarbeit und Tagungskonzeption, seit 2001 wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Euregionale 2008 in Aachen (Konzeption und Koordination des Wettbewerbsbeitrags für die REGIONALE 2008, Schwerpunkte: Stadtentwicklung, Kunst/Kultur) und anschließend Leiterin des Europäischen Hauses der Stadtkultur e.V. Sie hat diverse Studien zu o.g. Themen verfasst, an Stadtplanungswettbewerben teilgenommen sowie Veranstaltungen konzipiert bzw. moderiert.

  • apl. Prof. Dr. Rainer Danielzyk ist Dipl.-Geograph. Seit 2001 ist er Direktor des Instituts für Landes und Stadtentwicklungsforschung und Bauwesen des Landes NRW (ILS NRW) in Dortmund und Aachen. Von 1986-1997 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fach Geografie der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg bzw. im Forschungsinstitut Region und Umwelt (FORUM) an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg. Danach war er mit der Vertretung des Lehrstuhls für Raumordnung im Institut für Geografie der TU Dresden betraut. Im Wintersemester 2000/2001 hatte er eine Gastprofessur an der Universität Wien inne. Er ist Ordentliches Mitglied der Akademie für Raumforschung und Landesplanung und Mitglied des Beirates für Raumordnung beim Bundesbauministerium.

  • Horst Dietrich (Jg. 1935) ist Geschäftsführer der FABRIK Horst Dietrich GmbH und Mitglied im Gründungsvorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft (1976-1978). Studium der Malerei und Grafik in Hamburg. Er arbeitete als Landarbeiter bei Weinbauern auf Korsika und als Holzfäller in Schweden, lebte als Maler in Kopenhagen und Hamburg (Ausstellungen in Kopenhagen, Montreal, Paris, Berlin und Hamburg). 1971 gründete er mit dem Architekten Friedhelm Zeuner (bis 1973) die FABRIK in Hamburg-Altona, die er bis 1977 privat betrieb. Am 11.2.1977 brannte die FABRIK ab, sie wurde nach altem Vorbild wiederaufgebaut und im September 1979 wiedereröffnet. 1981 übernahm die FHH die FABRIK und das Grundstück und vermietete sie an die FABRIK Horst Dietrich GmbH zum Zwecke eines Kultur- und Kommunikationszentrums. 1993 erhielt Horst Dietrich den ersten Max-Brauer-Preis der Stiftung F.V.S. zu Hamburg für die »Schaffung eines vorbildgebenden und weit über Hamburg hinaus einflussreichen Kulturzentrums«.

  • Kurt Eichler (Jg. 1952) ist Diplom-Ingenieur, Raumplaner und Theaterwissenschaftler. Er leitet das Kulturbüro der Stadt Dortmund, ist Geschäftsführer der Kulturbetriebe Dortmund, Vorsitzender des Fonds Soziokultur und der Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit Nordrhein-Westfalen. Seit 1986 ist er Vorstandsmitglied der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. Seine Arbeits- und Interessenschwerpunkte im Vorstand sind: Kulturentwicklungsplanung, Kulturverwaltungsreform, Soziokultur, freie Kulturarbeit, Jugendkultur, internationaler Kulturaustausch.

  • Michael Epping (Jg. 1967) ist Bereichsleiter Centermanagement bei der DGAG Shopping Immobilien GmbH. Bis 2004 hat er das Centermanagement des Einkaufzentrums Mercado in Hamburg-Ottensen geleitet und war in dieser Funktion Gründungsmitglied der altonale GbR.

  • Catarina Felixmüller (Jg. 1954) ist Redakteurin beim NDR. Nach Volontariat (»Harburger Anzeigen und Nachrichten«) und Studium (Germanistik/Geschichte/ Theaterwissenschaften) in Hamburg und Wien arbeitete sie zunächst als Dramaturgin am Schauspielhaus Wien, war Wirtin und Kolumnistin (»Szene« Hamburg). Seit 1984 ist sie beim NDR als Redakteurin und Moderatorin tätig, unterbrochen von einem zweijährigen Gastspiel als Chefredakteurin bei Radio 107. Freie Engagements als Moderatorin öffentlicher Veranstaltungen (Politik – Kultur – Architektur). Seit 2001 ist sie Leiterin des »Abendjournal«, die tägliche Kultursendung auf NDR 90,3

  • Yvonne Fietz (Jg. 1964), Magistra Artium der Literaturwissenschaft, 1984 bis 1991 Studium der Literaturwissenschaft, Linguistik und Kunstgeschichte in Hamburg. 1990 bis 1993 freie Mitarbeit im kaufmännischen Bereich in einer Hamburger
    Mediaagentur. Seit 1993 beim Landesverband Soziokultur tätig, bis 2004 als Öffentlichkeits- und Medienreferentin, seitdem als Geschäftsführerin. Arbeitsschwerpunkt: Organisations- und Projektentwicklung, Stadt(teil)entwicklung durch Kultur, Kinder- und Jugendkultur und das Hamburger Kulturportal

  • Thomas Fuchs (Jg. 1965) ist Leiter der Abteilung K2: Theater, Musik, Bibliotheken der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg.

  • Dr. Reinhold Gütter (Jg. 1950) ist Baudezernent im Bezirksamt Hamburg-Altona. Nach dem Studium der Stadtplanung und Stadtökonomie in Berlin und Chicago, war er bei den Stadtverwaltungen Köln, Nürnberg und Chicago beschäftigt (Stadterneuerung, Stadtbereichsmanagement, Verkehrsplanung, Projektentwicklung) und Leiter der Eurocities-Güterverkehrsgruppe.

  • Sandra Issen (Jg. 1967) leitet als Geschäftsführerin seit 1996 die Hamburgische Kulturstiftung, seit 2000 ist sie zusätzlich Mitglied des Vorstands. Schon während ihres Anglistik- und Germanistik-Studiums war sie Mitarbeiterin im Team der Stiftung. Als ihr Vorgänger Benedikt Stampa Chef der Musikhalle wurde, übernahm sie seinen Posten als Geschäftsführerin.
    Außerdem ist sie Stellvertretende Vorsitzende des Kulturforums Hamburg.

  • Prof. Ulrich Khuon (Jg. 1951) ist Intendant des Thalia Theater Hamburg. Er studierte Jura und anschließend Germanistik und Theologie. Ab 1977 arbeitete er zunächst als Theater- und Literaturkritiker bei der Badischen Zeitung. Seine Theaterarbeit begann 1980 als Chefdramaturg und Regisseur am Stadttheater Konstanz. 1988 wurde er Intendant dieses Hauses. 1993 wechselte er an das Niedersächsische Staatsschauspiel Hannover und wurde 1997 zum Professor an der Hochschule für Musik und Theater Hannover ernannt. Seit 1998 ist er Jury-Mitglied für den Else Lasker-Schüler-Preis, seit 1999 Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und Mitglied des Vorstands der Intendantengruppe im Deutschen Bühnenverein. Mit Beginn der Spielzeit 2000/2001 wechselte er als Intendant an das Thalia Theater Hamburg. In Hamburg ist er Mitglied in diversen Jurys zur Förderung des Schauspieler- und Regienachwuchses. Seit 2002 ist er Vorsitzender des Ausschusses für künstlerische Fragen im Deutschen Bühnenverein. 2004 berief das Goethe Institut Ulrich Khuon in den Beirat Theater/Tanz.

  • Dipl.-Ing. Ulf von Kieseritzky (Jg. 1944) ist Architekt BDA. Nach der Berufstätigkeit als Bau- und Möbeltischler und dem Studium an der FH Hamburg sowie an der Hochschule für bildende Künste Hamburg gründet er 1976 das Partnerschaftsunternehmen GEMO (Gesellschaft für Modernisierung, Objektplanung und Stadtuntersuchung), woraus 1989 das Büro »Architektonik von Kieseritzky« (AvK) hervorgeht. Zunächst Lehrbeauftragter am Ifk und an der FH Hamburg für »Bauen im Bestand« wird er 1995-2003 Lehrbeauftragter für Hochbaukonstruktion und Fassadentechnik an der HAW.

  • Prof. Dr. Helene Kleine (Jg. 1956) ist Sozialwissenschaftlerin und seit 2001 Rektorin der Fachhochschule Potsdam. 1995-2000 war sie Gründungsbeauftragte des Studiengangs Kulturarbeit an der FH Potsdam und ist dort Professorin für den Studienbereich ›kultureller und sozialer Wandel‹. 1991-1995 leitete sie den Bereich ›Kultur und Soziales‹ der IBA-Emscherpark. 1984-1991 war sie Fraktionsreferentin und Ratsfrau für die Grünen in Düsseldorf und 1984-91 Sprecherin der BI »Leben in der Fabrik« – Wohnen, Arbeiten und Kultur im Jagendberggelände, Düsseldorf Bilk. Sie ist Vizepräsidentin der Kulturpolitischen Gesellschaft. Ihre Arbeits- und Interessenschwerpunkte im Vorstand sind Qualifizierung und Präsenz in den ›Neuen Ländern‹.

  • Prof. Dr. rer. pol. Dieter Läpple (Jg. 1941) ist Diplom-Volkswirt und Universitätsprofessor für Stadt- und Regionalökonomie. Nach einer Facharbeiterausbildung und dem abgeschlossenen Studium als Fahrzeugbauingenieur studiert er Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der TU und FU Berlin. Es folgen Lehr- und Forschungstätigkeiten u.a. in Berlin, Amsterdam, Paris, Aix-en-Provence/Marseille und Leiden (NL). Seit 1986 ist er Professor für Stadt- und Regionalökonomie und seit 1993 Leiter des Instituts Stadt- und Regionalökonomie und -soziologie an der TUHH. 1984 hat er eine Gastprofessor an der Universität Aix-en-Provence/Marseille inne, 1992/92 ist er Fellow und Gastprofessor am Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen, 1996/97 Gastprofessor auf dem Lehrstuhl »Alfred Grosser« am »Institut d’Etudes Politiques de Paris« (»Science Po«) und 2004/05 Research Fellow am Hanse Wissenschaftskolleg. Er ist Ordentliches Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung sowie Mitglied internationaler Forschungsnetzwerke (u.a. GREMI, Regional Science Association, Society for the Advancement of Socio-Economics, Salzburg Congress on Urban Planning and Development, Er wurde zum »Urban Expert« und Mitglied des »Advisory Board« des »Urban Age Programme« der London School of Economics berufen.

  • Dr. Willfried Maier (Jg. 1942) ist haushaltspolitischer sowie kulturpolitischer Sprecher der GAL-Fraktion, Vorsitzender des Kulturausschusses und Mitglied des Haushaltsauschusses der Hamburgischen Bürgerschaft, seit Oktober 2002 ist er stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Er hat in Göttingen und Kiel Philosophie, Germanistik und Geschichte studiert, außerdem eine Ausbildung zum Werkzeugmacher abgeschlossen. Er ist Gründungsmitglied der Grünen und seit 1993 in Bürgerschaft und Senat. Von 1994 bis 1997 war er Fraktionsvorsitzender der GAL, von 1997 bis 2001 Stadtentwicklungssenator, Berlin-Bevollmächtigter und Europa-Beauftragter der Freien und Hansestadt Hamburg. Sein politisches Bemühen geht darum, Hamburg seine Offenheit, seine Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen, seine bunten Stadtviertel, in denen sich unterschiedliche Menschen und Tätigkeiten mischen, zu erhalten. Innerhalb der Faktion arbeitet er aktuell an einem Konzept für Hamburgs kreative Zukunft.

  • Prof. Dipl.-Ing. Volkwin Marg (Jg. 1936) ist freiberuflicher Architekt. Nach Beendigung des Studiums an der TU Braunschweig gründete er 1965 zusammen mit Meinhard von Gerkan die Architektensozietät Gerkan, Marg und Partner, Hamburg. Nach kurzer Zeit entstand das erste große gemeinsame Projekt, der Flughafen Berlin-Tegel. 1972 wird er in die Freie Akademie der Künste in Hamburg berufen, 1974 in die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung.
    Von 1975 bis 1979 war er Vizepräsident des Bundes Deutscher Architekten BDA und von 1979 bis 1983 dessen Präsident. 1986 erhält er an der Fakultät Architektur der RWTH Aachen den Lehrstuhl für Stadtbereichsplanung und Werklehre. Zusammen mit Meinhard von Gerkan erhält er mehr als 380 Preise in nationalen und internationalen Wettbewerben, darunter mehr als 180 erste Preise. (1996 den Fritz-Schumacher-Preises der Alfred Töpfer Stiftung F.V.S., 2004 die Plakette der Freien Akademie der Künste Hamburg, 2005 den Großen Preis des Bundes Deutscher Architekten). Zahlreiche Preisrichter- und Gutachtertätigkeiten.

  • Brigitta Martens, MdHB (Jg. 1961) ist seit 2004 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft. Nach dem Ersten Juristischen Staatsexamen 1990 studiert sie Kunstgeschichte und wird 1994 wissenschaftl. Mitarbeiterin einer Bügerschaftsabgeordneten, seit 2001 Bundestagsabgeordneten. 1997 tritt sie in die CDU ein und wird 2002 Ortsvorsitzende des CDU-Ortsverbandes St. Georg. Von 2001 bis 2004 war sie stellv. Bezirksversammlungsvorsitzende im Bezirk Hamburg-Mitte sowie Mitglied im Kultur- und Sozialausschuss und Mitglied der Deputation der Kulturbehörde Hamburg. Sie ist Mitglied im Kulturausschuss und bis Ende 2005 im Sozialausschuss, seit Januar 2006 im Schulausschuss.

  • Dr. Mathias Petersen (Jg. 1955) ist SPD-Landesvorsitzender in Hamburg und Facharzt für Allgemeinmedizin mit einer Praxis in Hamburg-Altona. Nach dem Medizinstudium in Hamburg, nach Approbation und Promotion war er von 1986 bis 1990 Assistenzarzt im Krankenhaus Reinbek und von 1993 bis 1997 Mitglied im Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg. Mitglied der SPD ist er seit 1982, seit 1993 hatte er verschiedene Funktionen in der SPD inne. Im Distrikt Hamburg-Othmarschen war er seit 2001 Distriktsvorsitzender, seit 1997 Abgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft und bis 2004 gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion. Am 19. Juni 2004 wurde er vom SPD-Landesparteitag mit rund 85 Prozent zum SPD-Landesvorsitzenden gewählt.

  • Prof. Dr. Volker Plagemann war bis 2005 Senatsdirektor in Bremen und von 1990 bis 2005 Vorsitzender des Kulturausschusses des Deutschen Städtetages.

  • Dr. jur. Oliver Scheytt (Jg. 1958) ist der Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft und Dezernent für Bildung, Jugend und Kultur in Essen. 1972 bis 1976 war er »Jungstudierender« im Fach Klavier an der Folkwang-Hochschule für Musik in Essen und Preisträger im Wettbewerb »Jugend musiziert«. Nach dem juristischen Studium an der Ruhr-Universität Bochum (1976-1982) absolvierte er die Referendarzeit beim Landgericht Essen. Währenddessen war er wissenschaftliche Hilfskraft an der Ruhr-Universität Bochum, freier Mitarbeiter beim Kulturamt der Stadt Essen im Leitungsteam des Kulturfestivals »Folkwang 85« und beim Sekretariat für gemeinsame Kulturarbeit in NRW, Wuppertal, wo er zusammen mit Dr. Karl Richter das dreijährige Großprojekt »Kultur 90« initiierte und koordinierte. Nach der zweiten juristischen Staatsprüfung im Oktober 1986 wurde er Referent beim Deutschen Städtetag als Leiter des Büros und Persönlicher Referent des Hauptgeschäftsführers. Mit seiner Dissertation »Die Musikschule. Ein Beitrag zum kommunalen Verwaltungsrecht« wurde er im Jahre 1989 zum Dr. jur. promoviert. Im Mai 1990 wurde er Beauftragter des Deutschen Städtetages für die Städte in den neuen Bundesländern, ab Dezember 1991 zusätzlich Leiter der Berlin-Vertretung des Deutschen Städtetages. Seit September 1993 ist er Beigeordneter der Stadt Essen, zunächst für Kultur und Freizeit, später zusätzlich für Bildung (seit 1997) und Jugend (seit 2005). Von 1995 bis 2004 war er Vorsitzender der Dezernentenkonferenz des NRW-Kultursekretariates. Er ist Sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission »Kultur in Deutschland« des Deutschen Bundestages und wirkt in zahlreichen Arbeitskreisen und Gremien von Bund, Ländern und Kommunen mit. Als Autor einer Reihe von Büchern und Aufsätzen zu kommunal- und kulturpolitischen Themen hat er zuletzt das Buch »Kommunales Kulturrecht« im Beck-Verlag (München) veröffentlicht.

  • Prof. Dr. Olaf Schwencke ist Präsident der Deutschen Vereinigung der Europäischen Kulturstiftung (ECF) für kulturelle Zusammenarbeit in Europa und Professor für Kulturwissenschaften an der Universität Wien, Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin und Europawissenschaft am Europazentrum der Berliner Universitäten. Von 1972 bis 1984 war er Mitglied des Bundestages und des Europäischen Parlaments, von 1992 bis 1996 Präsident der Hochschule der Künste Berlin (HdK). Er hat die »Loccumer Kulturpolitischen Kolloquien« gegründet und ist Gründungsmitglied der Kulturpolitischen Gesellschaft, deren Präsident er bis 1997 war, sowie Vorsitzender des Kuratoriums des Instituts für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft. Zahlreiche Publikationen zur Kulturpolitik, zuletzt ›Das Europa der Kulturen‹, Essen/Bonn, 2. Aufl. 2006. Er lebt als Publizist in Berlin und Paris.

  • Dr. h. c. Wolfgang Thierse (Jg. 1943) ist Kulturwissenschaftler und Germanist sowie Vizepräsident des Deutschen Bundestages. Nach Abitur und Lehre als Schriftsetzer in Weimar studierte er in Berlin an der Humboldt-Universität, war anschließend wissenschaftlicher Assistent im Bereich Kulturtheorie/Ästhetik der Berliner Universität. Von 1975 bis 1976 war er Mitarbeiter im Ministerium für Kultur der DDR und von 1977 bis 1990 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Akademie der Wissenschaften der DDR, im Zentralinstitut für Literaturgeschichte. Bis Ende 1989 ist er parteilos, unterschreibt Anfang Oktober 1989 beim Neuen Forum und tritt Anfang Januar 1990 in die SPD/DDR ein, deren Vorsitz er von Juni bis September 1990 übernimmt. Vom 18. März bis 2. Oktober 1990 war er Mitglied der Volkskammer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und zuletzt Fraktionsvorsitzender der SPD/DDR. Von 1990 bis 2005 ist er stellvertretender Vorsitzender der SPD und von 1990 bis 1998 stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion, seit 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages, dessen Präsidentschaft er von Oktober 1998 bis Oktober 2005 inne hatte. Seit 1995 Vorsitzender des Kulturforums der Sozialdemokratie. Seit dem 18. Oktober 2005 ist er Vizepräsident des Deutschen Bundestages. Er hat den Vorsitz der Parlamentarischen Versammlung der OSZE - OSZE PV inne, ist Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages und Mitglied im Gemeinsamen Ausschuss von Bundesrat und Bundestag.

  • Prof. Dipl.-Ing. Jörn Walter (Jg. 1957) ist seit 1999 Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg. Nach dem Studium der Raumplanung an der Universität Dortmund und dem Städtebaureferendariat beim Regierungspräsidenten Düsseldorf und der Landeshauptstadt Düsseldorf übernahm er 1985-1991 die Leitung des Amtes für Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Maintal. Von 1991 bis 1999 war er Leiter des Stadtplanungsamtes der Landeshauptstadt Dresden. 1997 erhielt er eine Gastprofessur für städtebauliches Entwerfen an der Technischen Universität Wien. 1998 folgte ein Lehrauftrag für städtebauliches Entwerfen an der Technischen Universität Dresden und 2001 erhielt er eine Professur an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg. Er ist Mitglied in zahlreichen Gremien. 1980 erhielt er den Schinkelpreis Städtebau, 1998 den Kunstpreis Berlin, Förderungspreis Baukunst.

  • Prof. Dr. Karin von Welck (Jg. 1947) ist Kultursenatorin der Freien und Hansestadt Hamburg. Nach dem Studium in Hamburg und Köln baute die promovierte Ethnologin verschiedene kleine Völkerkundemuseen auf, war wissenschaftliche Angestellte und geschäftsführende Assistentin am Institut für Völkerkunde der Universität Köln. Von 1980 bis 1990 leitete sie die Indonesien-Abteilung am Rautenstrauch-Joest-Museum für Völkerkunde der Stadt Köln, dessen stellvertretende Direktorin sie 1982 wurde. Ab 1990 war sie Lehrbeauftragte an den Universitäten Köln und Mannheim und 1990 bis 1998 Direktorin des Reiss-Museums der Stadt Mannheim und wurde 1994 zur Honorarprofessorin an der Universität Mannheim ernannt. Von Oktober 1998 bis 2004 war sie Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder und ist seit März 2004 Präses der Kulturbehörde in Hamburg. Zudem arbeitet sie in zahlreichen Gremien und Beiräten mit und veröffentlichte zahlreiche Beiträge zu museologischen und ethnologischen sowie seit 1999 zu kultur- und stiftungspolitischen Fragestellungen.

  • Michael Wendt (Jg. 1957) ist Geschäftsführer von MOTTE Stadtteil- & Kulturzentrum. Nach einer kaufmännischen Ausbildung arbeitete er zunächst als Sachbearbeiter und Anwendungsprogrammierer und war Mitglied des Betriebsrats. Es folgte ein Studium der VWL an der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg. Nach dem Diplom nahm er Erziehungsurlaub und baute diverse Kita-Initiativen und ein Tagungshaus auf. Anschließend ging er zu Die MOTTE (struktureller Organisationsumbau), gründete die PS.A Kooperative Produktionsschule Altona gGmbH und initiierte die altonale (partnerschaftl. Organisation eines Volks-, Straßenfests mit Schwerpunkten Kunst, Literatur, Interkultur, Stadtteilbühnen, Selbstdarstellung freier Träger, Vereine, Initiativen usw.), deren ehrenamtlicher Geschäftsführer er fünf Jahre war. Er absolvierte ein berufsbegleitendes Zweitstudium an der HWP/Kultur- und Bildungsmanagement. Als Gesellschafter der altonale organisiert er u.a. den Länderschwerpunkt und initiierte den weiteren Strukturaufbau im Bezirk Fokus Altona.