Regionalgruppe Berlin / Brandenburg

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Aktuell

Welcome?! Willkommens-Kultur-Politik war Überschrift und Schwerpunktthema der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg. Was kann die Kulturpolitik in heutigen prekären Situationen ausrichten? Welche Handlungsspielräume und Potenziale bieten kulturpolitische Initiativen für geflüchtete Menschen? Wie sind die vorhandenen Initiativen zu bewerten, müssen neue Formen geschaffen werden, um Flüchtlingen durch gezielte Programme im Bereich von Kunst und Kultur ein Ankommen, eine Eingliederung und letztlich ein Kommen-um-zu-bleiben auf allen erdenklichen Ebenen zu ermöglichen? Gleich zwei Veranstaltungen widmeten sich diesem Thema.

 

Ein Ortstermin in der Schlesischen27 in Berlin-Kreuzberg ermöglichte sehr dezidierte Einblicke in die Arbeitsweise dieses Jugend-, Kunst- und Kulturhauses. Die Schlesische 27 versteht sich als Kunstlabor für junge Leute und widmet sich seit über dreißig Jahren der kulturellen und ästhetischen Bildung. In Zusammenarbeit mit Künstler_innen und Kulturschaffenden aller Sparten werden innovative Bildungskonzepte, die auf die schöpferischen Qualitäten und kreativen Veränderungspotentiale von jungen Menschen setzen, erarbeitet und durchgeführt. Die Geschäftsführerin Barbara Meyer stellte ihr Haus und aktuelle Projekte vor. Von besonderem Interesse war ARRIVO, ein Programm, das gemeinsam mit der Berliner Handwerkskammer, Ausbildungszentren verschiedener Innungen und Berliner Betrieben jungen Geflüchtete einen Einstieg in Ausbildung und Arbeit zu verschafft. Dies und Praxisbeispiele und Erfahrungen der anwesenden Mitglieder wurden lebhaft diskuiert.

 

Im ersten Kantinengespräch in diesem Jahr diskutierten Florian Schmidt, (Atelierbeauftragter für Berlin, bbk kulturwerk) über den aktuellen Stand der Dinge zum Konzept vom Haus der Statistik, Dr. Azadeh Sharifi über Handlungsempfehlungen und Partizipation im Rahmen von Projekten wie z.B. die Mondiale und Katerina Valdivia Bruch, freie Kuratorin, Kunstkritikerin und Autorin, über den Umgang miteinander im künstlerischen und kunstinstitutionellen Kontext. Geführt wurde das Gespräch von Gerhard Mahnken, Mitglied unserer Regionalgruppe.

 

Die seit diesem Jahr begonnene Reihe LaberRharbarber (statt Stammtisch), ein offenes Format, das ohne thematische Vorgaben einen Austausch jenseits der üblichen Begegnungen im (kultur-)politischen Raum ermöglicht, findet in diesem Jahr viermal im Haus der Kulturverbände in der Mohrenstraße Berlin statt und erfreut sich großer Beliebtheit. Weitere Termine sind 10. Mai und 13. September 2016.

 

Die Reihe Transformationsprozesse in Brandenburg, die sich mit dem Wandel nicht nur der Kulturlandschaft an verschiedenen Orten in Brandenburg (exemplarisch für den ländlichen Raum in Ostdeutschland) beschäftigen wird, ist in Planung und wird sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. Untersucht werden sollen sowohl die Transformationsprozesse nach der Wende vor mehr als 25 Jahren als auch aktuelle Veränderungen durch Ab- und erneute Zuwanderung. Außerdem ist eine Veranstaltung vor den Wahlen in Berlin geplant; die kulturpolitischen Experten der Parteien werden hierzu eingeladen. Weiterhin in Planung ist – vermutlich noch vor der Sommerpause – eine Reise nach Breslau (Kulturhauptstadt Europas 2016) und zum Jahrsende ist am 21. November Dr. Albert Drews, Studienleiter an der Evangelischen Akademie Loccum, eingeladen, um über die kulturpolitischen Kolloquien, insbesondere das nächste im Februar 2017, zu sprechen.

 

 

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Portrait

Die Hauptstadt und ihr Umland bilden gleichfalls einem Aktivposten der Regionalarbeit, wo-bei auch das Flächenland Brandenburg außerhalb der Landeshauptstadt Potsdam immer stärker einbezogen wird. Die Metropolregion Berlin-Brandenburg stellt inzwischen den zweit-stärksten KuPoGe-Mitgliederverband. Mit Hajo Cornel, Dorothea Kolland, Iris Magdowski und Olaf Schwencke wohnen bzw. arbeiten drei Vorstandsmitglieder und der vormalige Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft dort. Olaf Schwencke konnte dabei mit seinem »Berliner Salon« mehrfach kulturpolitische Aufmerksamkeit erzielen. Die Verleihung des Kulturpreises 2013 an das im Oderbruch gelegene »Theater am Rand« für seine beispielhafte Kulturarbeit in der deutsch-polnischen Grenzregion hat der Regionalarbeit auch in der Fläche weiteren Auftrieb verliehen.

Seit 2011 liegt die Koordination der Regionalarbeit bei unseren Mitgliedern Isa Edelhoff (Berlin), Stefan Neubacher (Eberswalde) und der später dazu gestoßenen Wibke Behrens (Berlin). Sie konzipieren, planen und organisieren öffentliche Veranstaltungen und kulturpolitische Abende mit Gästen/Experten zu kulturpolitisch relevanten Themen in Berlin und verschiedenen Orten in Brandenburg. So wurde in Eberswalde über die Provinzkultur diskutiert, in Cottbus die kulturelle Bildung behandelt, und in Potsdam wurden die kulturpolitischen Perspektiven der Landtagswahl erörtert.

Neben den großen öffentlichen Veranstaltungen gibt es auch kleinere Treffen mit stärkerem Fokus auf die Mitglieder der KuPoGe. Diese Zusammenkünfte mit eher »familiärem Charakter« finden in der Regel in der Alten Kantine Wedding auf dem Gelände der Uferhallen statt, die sich zu einem Stammplatz der KuPoGe-Regionalarbeit in Berlin entwickelt hat. Aktuell arbeitet die Landesgruppe am Aufbau eines kontinuierlichen Diskussionsforums zu den kul-turpolitischen Herausforderungen, vor denen Brandenburg und Berlin stehen.

 

Kontakt

Wibke Behrens (wibkebehrens@berlin.de, 0151 525 97 816)

Isa Kathrin Edelhoff, isa.edelhoff@gmx.de, 0170/306 8331

Stefan Neubacher, nysel@gmx.de oder s.neubacher@eberswalde.de, 0176/213 27 451

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