Regionalgruppe Berlin / Brandenburg

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Aktuell

Kooperation mit der Neuköllner Oper

Auf Anregung und Einladung der Künstlerischen Leitung der Neuköllner Oper gab es im September 2016 ein Experiment: Mitglieder der Kulturpolitischen Gesellschaft waren eingeladen, die Vorstellung »Büro für postidentisches Leben – eine Spekulation über die Freiheit« in der Neuköllner Oper zu besuchen und anschließend mit den Machern und der Künstlerischen Leitung des Hauses zu diskutieren (Moderation: Isa Edelhoff).

Das Haus ist bekannt für neue Wege, zahlreiche Uraufführungen, Nachwuchsförderung, kurz: Zeitgenössisches Musiktheater im besten Sinne.

Die Inszenierung, eine Koproduktion der Neuköllner Oper und dem GREC Festival Barcelona, thematisiert Folgen der Globalisierung für die Generation »Easy Jetter«, die – auch dank des Erasmusprogramms – in ganz Europa zu Hause ist. Fragen nach Identität und Herkunft im Zeitalter der ortsungebundenen digitalen Arbeitsplätze, der Beziehungspflege via Smartphone, der entgrenzten Existenz in Europa – bei gleichzeitiger Abschottung nach außen – werden aufgeworfen und dargestellt.

Illustriert von Beethoven – nicht etwa die »Ode an die Freude« (»Europahymne«), sondern die Klaviersonate Opus 11 ist das bestimmende Narrativ der Oper, von Adorno als »Vermächtnis Beethovens« bezeichnet. »Ich bin ich – weil Du Du bist.« ist Leitmotiv, die Figuren erscheinen suchend und haltlos, in Gruppen und doch allein.

Die Diskussion nach der Inszenierung spiegelte eben dies – es blieb beim Publikum eine leise Traurigkeit im entgrenzten Europa, auf der Basis von großer Schönheit.

Diese Zusammenarbeit mit der Neuköllner Oper wird fortgesetzt werden, zumal häufig auch kulturpolitisch relevante Themen auf der Bühne verhandelt werden, die im Anschluss an Inszenierungen mit beteiligten Künstlern erörtert werden können.

»Büro für postidentisches Leben – eine Spekulation über die Freiheit«; Foto: Neuköllner Oper

 

Darüber hinaus:

Zu Gast: Dr. Albert Drews, Evangelische Akademie Loccum

Zum Jahresabschluss war Dr. Albert Drews, Studienleiter an der Evangelischen Akademie Loccum, zu Gast und gab einen Ausblick auf das kommende Kulturpolitische Kolloquium ebendort, das vom 17. bis 19. Februar 2017 stattfinden wird. Titel: »Kulturimmobilien – Kathedralen des 21. Jahrhunderts«. Albert Drews stellte das vorläufige Programm vor, vor allem aber sprach er allgemein über die Kulturpolitischen Kolloquien in Loccum. Wesentliche kulturpolitische Impulse sind von Loccum ausgegangen, und nach wie vor ist es ein Debattenforum jenseits des politischen Alltagsgeschäfts – ein Luxus, den es zu bewahren gilt! Anregungen, so Drews, seien stets Willkommen, da der Blick auf den Osten Deutschlands (inklusive Berlin) häufig fehle.

 

Sprecherteam bestätigt

Das Sprecher*innen-Team Wibke Behrens, Isa Edelhoff und Stefan Neubacher stellten sich nach dem Rückblick auf ein veranstaltungsreiches Jahr 2016 wieder zu Wahl und wurden als Sprecher*team bestätigt. Der Ausblick auf das Jahr 2017 liegt in der Entwurfsfassung vor und lässt viel Raum, auf aktuelle Ereignisse auch spontan reagieren zu können.

 

Erster Ausblick auf 2017

Auf jeden Fall fortgesetzt werden wird die Reihe »LaberRhabarber« (statt Stammtisch), voraussichtlich im Haus der Kulturverbände. Viermal im Jahr wird eingeladen, die offene Form des fachlich versierten kulturpolitischen Gesprächs über alle Ämter und Hierarchien hinweg hat sich bewährt. Es gibt viel zu besprechen: Die neue Regierung in Berlin, die Wiedereinrichtung eines Kulturressorts, Gebietsreform in Brandenburg und viele weitere, aktuelle kulturpolitische Themen versprechen anregende Abende.

Auch die Kantinengespräche mit ExpertInnen und Gästen zu aktuellen kulturpolitischen Fragen werden weitergeführt, darüber hinaus sind Ortstermine und Veranstaltungen im Flächenland Brandenburg geplant.

Im März 2017 soll die neue Berliner Regierung zu kulturpolitischen Themen befragt werden: »100 Tage – Gutes Regieren in der Hauptstadt?« Stefan Abarbannell, Programmbereichsleiter Kultur des rbb, hat die Moderation wieder zugesagt.

Das Sprecherteam Wibke Behrens, Isa Edelhoff und Stefan Neubacher der Region Berlin Brandenburg freut sich auf spannende Diskussionen nach der Berlin-Wahl, auf lebendige Begegnungen und angeregte Diskussionen, auch im Vorfeld der Bundestagswahl. Für Fragen: KulturpolitischeGesellschaft@berlin.de

Isa Edelhoff

 

 

  

Termine:

 

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Portrait

Die Hauptstadt und ihr Umland bilden gleichfalls einem Aktivposten der Regionalarbeit, wobei auch das Flächenland Brandenburg außerhalb der Landeshauptstadt Potsdam immer stärker einbezogen wird. Die Metropolregion Berlin-Brandenburg stellt inzwischen den zweit-stärksten KuPoGe-Mitgliederverband. Mit Hajo Cornel, Dorothea Kolland, Iris Magdowski und Olaf Schwencke wohnen bzw. arbeiten drei Vorstandsmitglieder und der vormalige Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft dort. Olaf Schwencke konnte dabei mit seinem »Berliner Salon« mehrfach kulturpolitische Aufmerksamkeit erzielen. Die Verleihung des Kulturpreises 2013 an das im Oderbruch gelegene »Theater am Rand« für seine beispielhafte Kulturarbeit in der deutsch-polnischen Grenzregion hat der Regionalarbeit auch in der Fläche weiteren Auftrieb verliehen.

Seit 2011 liegt die Koordination der Regionalarbeit bei unseren Mitgliedern Isa Edelhoff (Berlin), Stefan Neubacher (Eberswalde) und der später dazu gestoßenen Wibke Behrens (Berlin). Sie konzipieren, planen und organisieren öffentliche Veranstaltungen und kulturpolitische Abende mit Gästen/Experten zu kulturpolitisch relevanten Themen in Berlin und verschiedenen Orten in Brandenburg. So wurde in Eberswalde über die Provinzkultur diskutiert, in Cottbus die kulturelle Bildung behandelt, und in Potsdam wurden die kulturpolitischen Perspektiven der Landtagswahl erörtert.

Neben den großen öffentlichen Veranstaltungen gibt es auch kleinere Treffen mit stärkerem Fokus auf die Mitglieder der KuPoGe. Diese Zusammenkünfte mit eher »familiärem Charakter« finden in der Regel in der Alten Kantine Wedding auf dem Gelände der Uferhallen statt, die sich zu einem Stammplatz der KuPoGe-Regionalarbeit in Berlin entwickelt hat. Aktuell arbeitet die Landesgruppe am Aufbau eines kontinuierlichen Diskussionsforums zu den kulturpolitischen Herausforderungen, vor denen Brandenburg und Berlin stehen.

 

Kontakt

Wibke Behrens (wibkebehrens@berlin.de, 0151 525 97 816)

Isa Kathrin Edelhoff, isa.edelhoff@gmx.de, 0170/306 8331

Stefan Neubacher, nysel@gmx.de oder s.neubacher@eberswalde.de, 0176/213 27 451

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