Aus der Arbeit der Regional- und Landesgruppen

Das Wirken der Landes- und Regionalgruppen der Kulturpolitischen Gesellschaft markiert einen Kernbereich der Verbandsarbeit. Vor Ort, in den Städten und Regionen des Landes, wird Kulturarbeit und -politik täglich erlebt und ihre Mitgestaltung erfahrbar. In den Regional- und Landesgruppen wird kulturpolitische Meinungsbildung gefördert und die Beteiligung am Verbandsgeschehen ermöglicht. Vor diesem Hinter-grund unterstützt die Kulturpolitische Gesellschaft die regionale Verbandsarbeit und hat eigene »Grundsätze für die Regionalarbeit« verabschiedet. Ziel ist dabei nicht die Dezentralisierung des Verbandes, sondern die bessere Kommunikation zwischen den Mitgliedern und der Organisation.

Die Regional- und Landes-gruppen der Kulturpolitischen Gesellschaft decken nicht alle Bundesländer bzw. Regionen Deutschlands ab. Sie sind dort stark vertreten, wo viele Mitglieder sich aktiv am kulturpolitischen Geschehen beteiligen. Von daher gibt es immer wieder neue erfolgreiche Initiativen wie etwa in Hamburg und Schleswig-Holstein, aber auch das nachlassende Engagement ehemals aktiver Regionalgruppen wie z.B. in Niedersachsen. Trotz mittlerweile 20 Jahren Deutscher Einheit sind die Neuen Bundesländer im Mitgliederbestand ebenso wie bei den Landes- und Regionalgruppen weiterhin unterrepräsentiert. Es bleibt die Aufgabe des Verbandes, seine Regionalarbeit flächendeckend auszubauen.

Aktuelle Meldungen aus den Regional- und Landesgruppen

Landesgruppe Bayern

Nach der Tutzinger Tagung (»Stadt, Land, Welt – Internationale Kulturarbeit von Kommunen« von 16. bis 18. April) und der dortigen Jahresversammlung der KuPoGe Bayern steht für die Bayerische Landesgruppe jetzt die ausführliche Befassung mit den »Leitlinien Bayerischer Kulturpolitik« im Vordergrund. Diese wurden vom Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst dem Landtag im Februar 2010 vorgelegt und sollen den Auftakt zu einer intensivierten kulturpolitischen Diskussion auf Landesebene bilden. Die Landesgruppe wird jedenfalls ihren Beitrag, möglichst auch im Gespräch mit den Landtagsfraktionen, dazu leisten.

Im Spätherbst steht auch das jährliche Seminar »Bausteine kommunaler Kulturpolitik« mit der Vollmar-Akademie an. Das Thema sind diesmal kulturpolitische Konzepte in einzelnen Städten, die von Kommunalpolitikern, Kulturdezernenten oder Kulturarbeitern zur Diskussion gestellt werden. Dabei u. a. München, Nürnberg, Augsburg, Würzburg, Erlangen, Coburg, Selb, Friedberg. Schauplatz ist das idyllische Kochel, der Termin ist 26. bis 28.11.2010. (Nähere Informationen bei uli.glaser@stadt.nuernberg.de).

Regionalgruppe Hamburg

Die Hamburger Regionalgruppe trifft sich nach der Sommerpause am 24. August wieder im altbekannten Sprinkenhof nahe des Chilehauses, um die weitere Arbeit zu besprechen und neue thematische Schwerpunkte zu planen. Dabei geht es auch um organisatorische Fragen. So soll die Arbeit, die bislang weitgehend von Kerstin Meyer allein geleistet wurde, auf weitere Schultern verteilt werden. Zum Treffen wird noch gesondert per E-Mail eingeladen.

Regionalgruppe Hessen

Am Montag, den 13.9.2010 findet im Gebäude der Kulturregion in Frankfurt am Main in Bahnhofsnähe um 18.00 Uhr (Veranstaltungsbeginn 18.15 Uhr) das nächste Treffen der Regionalgruppe zu folgenden Themen statt:

Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen zur Abstimmung. Mit der freundlichen Bitte, sich den Termin jetzt schon zu notieren. Die ausführliche Einladung folgt nach den Hessischen Sommerferien.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Hesse, Klaus Ostermann, Franziska Puhan-Schulz, Bernd Wagner

Kontakt: Dr. Franziska Puhan-Schulz, KUNSTVERMITTLUNG, Sternstrasse 33, 60318 Frankfurt am Main, Tel.: +49 69 597 99 690, Fax.: +49 69 130 23 859, puhan@gmx.net

Regionalgruppe Rhein-Neckar

Die Regionalgruppe ist Mitinitiator und -ausrichter der Fachtagung »Heimatmuseum. migration & erinnerung«, die vom 25.–26. November 2010 im Ernst-Bloch-Zentrum Ludwigshafen stattfinden wird.

Seit Mitte der achtziger Jahre gibt es eine wachsende Anzahl von Projekten und Ausstellungen, Kongressen und Tagungen auf regionaler und Bundesebene, die sich mit der Erforschung von Migrationsgeschichte, ihrer Präsentation und Vermittlung befassen. Wie verändert sich historisches Lernen in einer zunehmend und dauerhaft diversen Gesellschaft, wie wird die Geschichte von Minderheiten erforscht und präsentiert? Eingewanderte sind gefordert, sich mit der Geschichte der neuen »Heimat« auseinander zu setzen und zu identifizieren. Wie sehen Heimat- und Stadtmuseen der Zukunft aus?

Die Fachtagung »Heimatmuseum. migration & erinnerung« stellt die Entwicklung der Diskussion in verschiedenen Fachdisziplinen um die Erinnerungsarbeit in der Einwanderungsgesellschaft dar und greift Impulse aus dem europäischen und internationalen Raum auf. Fragen zur Sammlungsarbeit werden kritisch reflektiert, Möglichkeiten der Präsentation und Vermittlungsarbeit werden anhand von theoretischen und praktischen Inputs beleuchtet. Chancen soziokultureller Ansätze und Möglichkeiten in der außerschulischen kulturellen Bildung und im Geschichtsunterricht in der Schule werden ausgelotet.

Die Fachtagung will Praktiker inspirieren und vernetzen und Argumente für kulturpolitische Entscheidungen erarbeiten. Zielgruppen sind Historiker, Archivare und Museumsfachleute, Pädagoginnen und Pädagogen im schulischen und außerschulischen Bereich, Geschichtslehrer und Geschichtsstudenten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Migrantenselbstorganisationen, Kulturwissenschaftler und Kulturpolitiker.

Veranstaltet wird die Fachtagung von Kultur Rhein-Neckar e.V. und Ernst-Bloch-Zentrum, unterstützt von der Kulturpolitische Gesellschaft e.V. , Land Rheinland Pfalz, Integrationsbeauftragte der Städte Ludwigshafen und Mannheim, rem – Reiss-Engelhorn-Museum Mannheim, BASF und Ritter Sport.
Mehr zur Fachtagung unte rwww.heimatmuseum-mrn.de

Regionalgruppe Sachsen

Für die zweite Jahreshälfte hat sich die Regionalgruppe Sachsen als Schwerpunkt ihrer Arbeit das Thema: »Kulturpolitik und Religion« vorgenommen.

Religiöses Leben in unserer Gesellschaft ist Teil des kulturellen Lebens, ist Teil unserer Kultur – auch und gerade, wenn wir parallel zum Rückgang der großen Religionsgemeinschaften ein Erstarken vieler einzelner religiöser Kulturen beobachten. Konflikte aus Gründen religiöser Diversität geraten zunehmend zu fundamentalen gesellschaftlichen Konflikten. Wie geht die Kulturpolitik mit den Phänomenen des religiösen Wandels, mit dem latenten Konfliktpotential um? Welche Formen des Austausches und der Förderung religiöser Kulturen tragen zur Formung eines neuen gesellschaftlichen Umgangs und eines kulturellen Miteinanders bei?

Die sächsische Regionalgruppe wird im Rahmen der Interkulturellen Woche 2010 gemeinsam mit dem soziokulturellen Zentrum Werk II einen ersten Workshop in Leipzig zum Thema »Religiöse Kulturen in der Stadt und als Teil soziokultureller Szenen« veranstalten. Weiterhin beteiligt sich die Gruppe an der inhaltlichen Vorbereitung des 3. Kulturpolitischen Diskurses in der Evangelischen Akademie Meißen zum Thema »Religion und Kultur – getrennte Welten?«.

Schließlich findet wieder ein »Kulturpolitischer Salon« in der Leipziger Oper statt. Dazu wurde die seit einem knappen Jahr amtierende sächsische Ministerin für Wissenschaft und Kunst Prof. Dr. Dr. Freifrau von Schorlemer eingeladen, um ihr kulturpolitisches Konzept für den Freistaat Sachsen vorzustellen mit anschließender Diskussion.

Die Regionalgruppe Sachsen der Kulturpolitischen Gesellschaft trifft sich regelmäßig monatlich zu einem »Kulturpolitischen Stammtisch«. Das nächste Treffen findet am 29. Juni 2010 im Café Grundmann, Mahlmannstr. 16/Ecke August-Bebel-Str. in Leipzig statt. Alle Mitglieder und kulturpolitisch Interessierten sind herzlich eingeladen.

Die Termine in Sachsen im Überblick:

Regionalgruppe Thüringen

Was wird aus der kommunalen Kulturfinanzierung? Dieser Frage widmete sich ein Symposium, zu dem die Landesgruppe Thüringen im April ausgewählte Vertreter aus Landtag, Ministerien, Kommunalverwaltungen und Kulturverbänden in das Kunsthaus Erfurt eingeladen hatte. Der Veranstaltungsort war dabei gezielt ausgewählt worden. Gerade die freie Kulturszene ist besonders von den Sparbemühungen betroffen, die von den Kommunen als Reaktion auf die prekäre Haushaltslage angekündigt wurde. Dabei zeigte sich, dass die Kommunen unterschiedlich mit der schwierigen Situation umgehen. Während die Stadt Jena die Kulturfinanzierung in einem Eigenbetrieb organisiert und mit diesem mehrjährige verbindliche Finanzierungsvereinbarungen geschlossen hat, stand in der Landeshauptstadt Erfurt monatelang der Fortbestand gleich mehrerer Einrichtungen in Frage.
Einig waren sich die Teilnehmer, dass der Sparbeitrag, den der Kulturetat liefern kann, wesentlich geringer ist als die negativen Folgen für das Gemeinwesen, die eine Schließung von Kultureinrichtungen langfristig mit sich bringt. Für die Kultureinrichtungen und freien Träger der kulturellen Arbeit ist Planbarkeit eine der zentralen Forderungen. Da Kultur im Bereich der kommunalen Selbstverwaltung eine Aufgabe der Daseinsvorsorge ist, müssen die Kommunen auch vom Land einen Freiraum zur Kulturfinanzierung erhalten, der insbesondere vor dem Einfluss der Kommunalaufsicht bei der Durchsetzung von Sparvorgaben geschützt ist. Das Symposium selbst stieß bei den insgesamt mehr als 25 Teilnehmern auf breite Zustimmung, so dass die Landesgruppe ermutigt wurde, weitere Veranstaltungen in diesem Rahmen zu organisieren.

Derweil hat die Thüringer Landesregierung erneut unter Beweis gestellt, dass sie der Kulturpolitik erhebliche Bedeutung beimisst. Das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur lud am 21. Mai zu einem Kulturforum in die Landesmusikakademie Sondershausen. Mehr als 180 Vertreter aus Kommunen und Kulturverbänden nutzten das Forum, um in fünf Workshops Eckpunkte eines künftigen Landeskulturkonzepts zu diskutieren. Mit dem Geschäftsführer der Kulturpolitischen Gesellschaft, Dr. Norbert Sievers, und dem Sprecher der Regionalgruppe Thüringen, Prof. Dr. Steffen Höhne, übernahmen gleich zwei Referenten aus der Kulturpolitischen Gesellschaft auf Einladung des Ministeriums jeweils ein Referat bzw. eine Workshopleitung.

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Portraits der Regional- und Landesgruppen

Landesgruppe Baden-Württemberg

Die vom Vorstandsmitglied Achim Könneke im Kulturamt Freiburg gebündelte Regionalgruppenarbeit hat sich den letzten drei Jahren auf hohem Niveau stabilisiert. Nachdem mit dem »Kulturkonzept Freiburg« 2005 die Kulturentwicklungsplanung in der Region neuen Auftrieb erhalten hatte, widmete sich die Landesgruppe in der Folgezeit Fragen der Kulturfinanzierung und des Marketings. Daneben wurde die grenz-überschreitende europäische Kulturarbeit vor allem mit Frankreich intensiviert, für die BaWü auch geographisch prädestiniert ist. Zu guter Letzt erhielt das Thema Kulturelle Bildung vor dem Hintergrund entsprechender Handlungsempfehlungen der Kultur-Enquete erhöhte Beachtung.

Kontakt

Achim Könneke • Stadt Freiburg • Kulturamt • Münsterplatz 30 • 79098 Freiburg • T 0761/201-21 00 • kulturamt@stadt-freiburg.de

Landesgruppe Bayern

Die Regionalgruppe Bayern gehört zu den aktivsten des Verbandes. Gemeinsam mit dem ehemaligen Vorstandsmitglied Wolfgang Zacharias hat sich bereits vor Jahren ein aktiver Kreis von kulturpolitischen Sprechern gefunden, der die Kulturentwicklung im Freistaat kritisch begleitet und soweit möglich mitgestaltet. Die Landesgruppe, unterstützt durch einen alle zwei Jahre neu gewählten Sprecherrat, engagiert sich aktiv bei Fragen der Landeskulturpolitik, verfasst Resolutionen, organisiert Veranstaltungen und treibt die Vernetzung der kulturpolitischen Akteure vor Ort – vor allem im Großraum München und Nürnberg – voran. Ein traditionelles Standbein ist dabei die jährliche Tagung in der Ev. Akademie Tutzing, gemeinsam mit dem Kulturausschuss des bayerischen Städtetages und der Landeszentrale für politische Bildung, die jeweils aktuelle kulturpolitische Themen (2009: Kultur: für wen?) behandelt und dabei immer auch die Zusammenarbeit mit dem Bundesverband sucht. Die Tutzinger Tagung gilt zudem als »Jahresversammlung« des KuPoGe-Landesverbandes. Angesichts der vielen Wahlen 2008/09 wurden auch die »Bausteine bayerischer Kulturpolitik« als umfassende Diskussionsgrundlage für die Landeskulturpolitik neu verhandelt und weiterentwickelt. Ebenso gelang es, beim Themenfeld »Kultur und Schule« neue Akzente zu setzen.

Kontakt

Uli Glaser • Ihlestraße 9 • 90427 Nürnberg • T 0911/231 33 26 (p) • uli.glaser@stadt.nuernberg.de
(Sprecher: Prof. Dr. Wolfgang Zacharias • Werneckstr. 9 • 80802 München • T 089/26 09 208 • F 089/26 85 75 • zacharias-muc@t-online.de)

Landesgruppe Berlin/ Brandenburg

Die Hauptstadt und ihr Umland (Potsdam) haben sich mittlerweile ebenfalls zu einem Aktivposten der Regionalarbeit entwickelt, wobei das Brandenburger Umland allerdings ein wenig aus den Augen geriet. Die Metropolregion stellt inzwischen den zweitstärksten Mitgliederverband und ist mit Hajo Cornel, Monika Griefahn, Dorothea Kolland und Olaf Schwencke Wohn- bzw. Arbeitsort von drei Vorstandsmitgliedern und dem vormaligen Präsidenten der Kulturpolitischen Gesellschaft. Olaf Schwencke konnte dabei mit seinem »Berliner Salon« mehrfach große kulturpolitische Aufmerksamkeit erzielen. Die Verleihung des Kulturprei-ses 2008 an das Kulturnetzwerk Neukölln für seine »48 Stunden« hat der Regionalarbeit weiteren Auftrieb verliehen. Bei Isa Edelhoff, Thomas Weis und Christoph Deeg laufen dagegen die organisatorischen Fäden der einzelnen Sitzungen der Landesgruppe im »Münzsalon« zusammen, der als Veranstaltungsort u.a. zu Fragen der Kulturwirtschaft, des Kulturmanagements und der Kunstproduktion diente. In Zukunft möchte die Landesgruppe wieder verschiedene Einrichtungen nutzen, um einerseits besser auf kulturpolitische Entwicklungen vor Ort eingehen zu können, andererseits um im gesamten Stadtraum präsenter zu sein.

Kontakt

Thomas Weis • Internationale Gesellschaft der Bildenden Künste (IGBK) • Wilhelmstr. 50 • 10117 Berlin • T 030/234 576 66 • F 030/280 993 05 • tweis@igbk.de
Isa Kathrin Edelhoff • Stargarder Str. 22 • 10437 Berlin • T 030/4410103 • F 030/44717497• isa.edelhoff@gmx.de
Christoph Deeg • Knesebeckstrstr. 75 • 10623 Berlin • T 0177/6879817 • christoph.deeg@googlemail.com

Regionalgruppe Hamburg

Die Hansestadt an der Elbe verfügt seit dem Sommer 2007 wieder über eine eigene Regionalgruppe. Unserem Mitglied Kerstin Meyer aus Hamburg ist es dabei gelungen, einen stabilen Kern aktiver Mitglieder zu formen, der in regelmäßigen Sitzungen an verschiednen Orten der Elbmetropole kulturpolitische Themenfelder behandelt. Der Enquete-Bericht »Kultur in Deutschland« war dabei ebenso Thema wie Kultur als Zukunftsinvestition oder das Verhältnis von Kunst und Demographie. Das Engagement der Regionalgruppe führte u. a. auch den Präsidenten der Kulturpolitischen Gesellschaft 2008 in die Hansestadt, wo er die Grundzüge und Perspektiven der Verbandsarbeit erläuterte.

Kontakt

Kerstin Meyer • kulturundpunkt • Fährstr. 72 • 21107 Hamburg • T 040/25 49 21 97 • info@kulturundpunkt.de

Landesgruppe Hessen

Die Landesgruppe Hessen konnte im Berichtszeitraum ebenfalls ihre kulturpolitischen Aktivitäten ausbauen. Dabei standen Veranstaltungen im Rhein-/Main-Gebiet im Zentrum, zumal mit Ausnahme des Vor-standsmitglieds Bernd Hesse aus Kassel die Aktiven der Landesgruppe um Bernd Wagner und Franziska Puhan-Schulz ohnehin aus dem Großraum Frankfurt am Main stammen. Doch auch in der ländlichen Region konnte die Landesgruppe zwischenzeitlich »punkten«. Der diesjährige Kulturpreis der Kulturpolitischen Gesellschaft ging in die mittelhessische Kleinstadt Lich für die beispielhafte Arbeit der Initiative »künst-Lich«. Aktuell sieht die Landesgruppe einen Schwerpunkt ihrer Arbeit in Veranstaltungen zur Kulturellen Bildung, in denen im Sinne eines Wissenstransfers entsprechende Erfahrungen anderer Bundesländer für Hessen nutzbar gemacht werden sollen.

Kontakt

Bernd Hesse • LAKS Hessen e.V. • c/o Kulturzentrum Schlachthof • Mombachstr. 12 • 34127 Kassel • T 0561/890 68 81 • F 0561/890 68 82 • bernd.hesse@laks.de
Dr. Franziska Puhan-Schulz • Sternstrasse 33 • 60318 Frankfurt/M. • T 069 59799690 • puhan@gmx.net

Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern ist mit gerade einmal 10 Mitgliedern ausgewiesenes Entwicklungsgebiet der KuPoGe. Motiviert durch das Wirken von Ralph Kirsten vom Rostocker Netzwerk MV hat sich dort jedoch ein kleine Gruppe etabliert, die auch in den letzten drei Jahren durch Veranstaltungen zumeist in Kooperation mit größeren Partnern auf sich aufmerksam machen konnte. Besonders die Jugend- und Musikkultur standen dabei im Zentrum der Diskussion. Vor dem Hintergrund der diesjährigen Bundestagswahlen trat die Landesgruppe bei der Veranstaltung »Kultur wählt mit« in Rostock erneut an die Öffentlichkeit.

Kontakt

Ralph Kirsten • c/o Netzwerk MV e.V. • Gerberbruch 13b • 18055 Rostock • T 0381/4909569 • F 0381/4907703 • ralph.kirsten@netzwerk-mv.de

Landesgruppe Nordrhein-Westfalen

Die Landesgruppe NRW war in den 80er Jahren Aktivposten des Verbandes, schlief dann aber zunehmend ein vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die »kurzen Wege« im mitgliederstärksten Bundesland – speziell im Ruhrgebiet – eher den informellen Austausch begünstigten als formale Mitgliedertreffen nahe legten. Im Zuge der Etablierung neuer Felder der Landeskulturpolitik (Regionale Kulturpolitik, Interkulturelle Kulturarbeit) wurde der Gedanke einer Reaktivierung der Regionalgruppenarbeit wieder aufgegriffen. Der Regierungswechsel von 2005 und die Installation eines Staatssekretärs für Kultur ließen die Mitglieder zwischen Rhein und Weser wiederum aktiv werden. Ein zentrales Resultat des neuen Interesses an Landes-kulturpolitik war die Überlegung – ähnlich wie in der Ev. Akademie Loccum – einen zentralen Ort für die Diskussion kulturpolitischer Entwicklungen im bevölkerungsreichsten Land der Republik zu etablieren. Mit der Katholischen Akademie Franz Hitze Haus in Münster war schnell ein Tagungsort gefunden, dessen Direktor Thomas Sternberg zudem im Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft aktiv ist. Seit 2006 wird dort jährlich eine bilanzierende Tagung zur Landeskulturpolitik abgehalten, die mittlerweile auch Interes-sierte aus anderen Bundesländern anzieht. Ein ansprechendes kulturelles Rahmenprogramm bietet dabei ausreichend Zeit und Raum für informelle Gespräche der Mitglieder.

Regionalgruppe Rhein-Neckar

Die Regionalgruppe Rhein-Neckar feierte im Februar 2008 ihren zehnten Geburtstag. Seit 1998 ist sie die erste regionale Interessenvertretung der Kulturpolitischen Gesellschaft, die über drei Landesgrenzen hinweg (Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg) tätig ist. In organisatorischer und inhaltlicher Verantwortung eines Sprecherrats, an deren Spitze Eleonore Hefner, Ludwigshafener Stadträtin und Geschäftsführerin von Kultur Rhein Neckar e.V., steht, zeichnet sich die Regionalgruppenarbeit durch erfreuliche Aktivität und Vielfalt aus. Die zahlreichen Veranstaltungen in der Region widmeten sich jeweils aktuellen Themengebieten, wobei die interkulturelle Kulturarbeit eine kulturpolitische Querschnittsaufgabe markiert. Im Berichtszeitraum fanden z. B. Werkstattgespäche und Workshops zur Kreativwirtschaft und Kulturhauptstadt 2010 statt. Als fast schon traditioneller Kooperationspartner wirkt zudem das Ludwigshafener Ernst-Bloch-Zentrum, das auch Ort des letzten größeren Planungsgesprächs zur Zukunft der Regionalgruppenarbeit (2007) war. Ansonsten nutzt die Regionalgruppe wechselnde Veranstaltungsorte und verbindet diese mit dem Besuch einer Kultureinrichtung.

Kontakt

Eleonore Hefner • Kultur Rhein-Neckar e.V. • Brucknerstr. 13 • 67061 Ludwigshafen • T 0621/56 72 66 • F 0621/56 29 70 • etahefner@yahoo.de

Landesgruppe Sachsen

Die Mitglieder in Sachsen bilden einen Leuchtturm der KuPoGe-Regionalarbeit. Als regionales Zentrum und organisatorischer Stützpunkt wirkt dabei weniger eine klassische Landesgruppe als vielmehr eine Anzahl kulturpolitisch interessierter junger Leute aus Leipzig, die Rat und Tat fanden bei der kommunalen Kulturpolitik und -verwaltung, namentlich Eckhard Braun, dem ehemaligen persönlichen Referenten des mittler-weile ausgeschiedenen Kulturdezernenten Georg Girardet. Der »Kulturpolitische Salon« der Regionalgruppe in Zusammenarbeit mit der Oper Leipzig ist dabei zur einer festen Marke gereift, die auch über die Grenzen des Freistaates hinaus Beachtung fand. Durch den Umbau der Oper 2008 war der Salon gezwungen, auszuwandern und sich jeweils wechselnde »Spielstätten« zu erschließen. Gegenwärtig wird darüber nachgedacht, evtl. in die inzwischen renovierte Leipziger Oper zurückzukehren. Man hofft dabei auf Unterstützung durch den KuPoGe-Vorstand, in dem mit der Leipziger Kulturamtsleiterin Susanne Kucharski-Huniat und dem Geschäftsführer des Landesverbandes Soziokultur Tobias J. Knoblich zwei Sachsen vertreten sind. Bis es soweit ist, findet jeweils am letzten Dienstag im Monat ein Kulturpolitischer Stammtisch zu den verschiedensten Themen statt.

Kontakt

Katharina Schniebs • Kleine Fleischergasse 6 • 04109 Leipzig • T 0341 25 712 59 • Mobil 0177/46 933 93 • katharina_schniebs@imail.de
Eckhard Braun • Schlegelstr. 4 • 04275 Leipzig • T 0172/59 36 103 • ebgutenkunst@aol.com
www.kulturpolitischer-salon.de

Landesgruppe Schleswig-Holstein

Die Landesgruppe Schleswig-Holstein, 2004 aus der Taufe gehoben, gehört mit knapp dreißig KuPoGe-Mitgliedern im ganzen Bundesland zu den kleinen Regionalverbänden. Ihre Sprecherin, Jutta Johannsen aus Kiel, die die Geschicke der Initiative seit 2007 maßgeblich bestimmt, ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und kämpft seitdem um Gehör in der Landeskulturpolitik. Die Tatsache, dass das nördlichste Bundesland über kein eigenständiges Kulturministerium mehr verfügt, sondern Kultur vom Ministerpräsidenten mit abgedeckt wird, spielte auch im aktuellen Wahlkampf eine Rolle, bei dem die Landesgruppe auf mehreren Veranstaltungen präsent war.

Kontakt

Jutta Johannsen • Klinkerwisch 24 • 24107 Kiel • T 04351-73 26 21 • jutta.johannsen@gmx.de

Landesgruppe Thüringen

Die Landesgruppe Thüringen gehört mit knapp zwanzig Mitgliedern gleichfalls zu den kleinen Regionalver-bänden der Kulturpolitischen Gesellschaft. Ein geographisches Zentrum bildet dabei Weimar, wo Steffen Höhne von der dortigen Hochschule für Musik die die Aktivitäten koordiniert. Ein organisatorischer und kommunikativer Kern wird von der jährlichen Weimarer Herbstakademie gebildet, deren Angebote zum Kulturmanagement auch KuPoGe-Mitglieder anspricht. Der Landtagswahlkampf gab zudem Gelegenheit, die Landesgruppe in der Thüringer Kulturpolitik zu präsentieren.

Kontakt

Prof. Dr. habil. Steffen Höhne • Studiengang Kulturmanagement • Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena • Hochschule für Musik »Franz Liszt« • Platz der Demokratie 2/3 • 99423 Weimar • T 03643/555-128 •
F 03643/555-130 • kulturmanagement@hfm-weimar.de

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Kontaktdaten auf einem Blick

Baden-Württemberg

Achim Könneke • Stadt Freiburg • Kulturamt • Münsterplatz 30 • 79098 Freiburg • T 0761/201-21 00 • kulturamt@stadt-freiburg.de

Bayern

Uli Glaser • Ihlestraße 9 • 90427 Nürnberg • T 0911/231 33 26 (p) • uli.glaser@stadt.nuernberg.de

(Sprecher: Prof. Dr. Wolfgang Zacharias • Werneckstr. 9 • 80802 München • T 089/26 09 208 • F 089/26 85 75 • zacharias-muc@t-online.de)

Berlin – Brandenburg

Thomas Weis • Internationale Gesellschaft der Bildenden Künste (IGBK) • Wilhelmstr. 50 • 10117 Berlin • T 030/234 576 66 • F 030/280 993 05 • tweis@igbk.de
Isa Kathrin Edelhoff • Stargarder Str. 22 • 10437 Berlin • T 030/4410103 • F 030/44717497• isa.edelhoff@gmx.de
Christoph Deeg • Knesebeckstrstr. 75 • 10623 Berlin • T 0177/6879817 • christoph.deeg@googlemail.com

Hamburg

Kerstin Meyer • kulturundpunkt • Bethesdastr. 32 • 20535 Hamburg • T 040/25 49 21 97 • info@kulturundpunkt.de

Hessen

Bernd Hesse • LAKS Hessen e.V. • c/o Kulturzentrum Schlachthof • Mombachstr. 12 • 34127 Kassel • T 0561/890 68 81 • F 0561/890 68 82 • bernd.hesse@laks.de
Dr. Franziska Puhan-Schulz • Sternstrasse 33 • 60318 Frankfurt/M. • T 069 59799690 • puhan@gmx.net

Mecklenburg-Vorpommern

Ralph Kirsten • c/o Netzwerk MV e.V. • Gerberbruch 13b • 18055 Rostock • T 0381/4909569 • F 0381/4907703 • ralph.kirsten@netzwerk-mv.de

Niedersachsen

Udo Husmann • Bildungsverein Soziales Lernen und Kommunikation e.V. • Wedekindstraße 14 • 30161 Hannover • T 0511/338 798 37 • F 0511/338 798 42 • udo.husmann@bildungsverein.de

Rhein-Neckar

Eleonore Hefner • Kultur Rhein-Neckar e.V. • Brucknerstr. 13 • 67061 Ludwigshafen • T 0621/56 72 66 • F 0621/56 29 70 • etahefner@yahoo.de

Sachsen

Katharina Schniebs • Kleine Fleischergasse 6 • 04109 Leipzig • T 0341 25 712 59 • Mobil 0177/46 933 93 • katharina_schniebs@imail.de
Eckhard Braun • Schlegelstr. 4 • 04275 Leipzig • T 0172/59 36 103 • ebgutenkunst@aol.com
www.kulturpolitischer-salon.de

Schleswig-Holstein

Jutta Johannsen • Klinkerwisch 24 • 24107 Kiel • T 04351-73 26 21 • jutta.johannsen@gmx.de

Thüringen

Prof. Dr. habil. Steffen Höhne • Studiengang Kulturmanagement • Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena • Hochschule für Musik »Franz Liszt« • Platz der Demokratie 2/3 • 99423 Weimar • T 03643/555-128 •
F 03643/555-130 • kulturmanagement@hfm-weimar.de

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