Beihefte der Kulturpolitischen Mitteilungen

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KuMi Beiheft 5

Von allem zu viel und überall das Gleiche? – Positionen zum »Kulturinfarkt«

Beiheft 5Kulturpolitische Mitteilungen• Zeitschrift für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft • Beiheft 5 • Juli 2012 • S. 82 • 7.50 Euro • ISSN 0722-4591

Das Beiheft der Kulturpolitischen Mitteilungen mit dem Titel »Von allem zu viel und überall das Gleiche?« nimmt die These des Untertitels des im Frühjahr des Jahres erschienenen Buches »Der Kulturinfarkt« der vier Autoren Dieser Haselbach, Armin Klein, Pius Knüsel und Stephan Opitz auf und stellt diese in Frage.

Das Buch hat eine beispiellose öffentliche Aufmerksamkeit gefunden. Wohl kaum zuvor hat ein kulturpolitisches Buch spontan so heftige Reaktionen in sämtlichen Medien und eine solche Flut von einschlägigen Diskussionsveranstaltungen ausgelöst. Doch letztlich war nicht dies für uns der Anlass für eine Sonderpublikation, sondern uns geht es darum, die Reflexionen zum Thema »Zukunft der kulturellen Infrastruktur«, welche die Autoren mit ihrer »Polemik« angemahnt haben, voranzutreiben. Schließlich ist das Buch im Umfeld kulturpolitischer Debatten entstanden, die nicht zuletzt die Kulturpolitische Gesellschaft initiiert hat. Dazu gehörte etwa unsere Veranstaltung im Bonner »Haus der Geschichte« zum Thema »Kultur trotz(t) Krise« im Jahr 2009. Oder bereits unsere Veranstaltung »Hülle ohne Fülle« 2003 in Unna. Beiträge der Autoren in unserem Jahrbuch für Kulturpolitik 2010 zur »Kulturellen Infrastruktur« und in den Kulturpolitischen Mitteilungen enthielten bereits Passagen, die sich im Buch »Kulturinfarkt« und im Spiegel-Artikel »Nur die Hälfte?« vom März 2012 wiederfinden. Doch die Arbeit der Kulturpolitischen Gesellschaft zielt nicht auf Debatten-Hype, sondern auf dauerhafte politische Veränderungen.

Das Sonderheft enthält Beiträge, die Mitglieder unserer Gesellschaft für unseren Blog (http://kupoge.wordpress.com/category/kulturinfarkt/) verfasst haben und einige (u.a. der Kulturinfarkt-Autoren), die gesondert für dieses Heft geschrieben worden sind. Insbesondere ist auf den Beitrag von Bernd Wagner hinzuweisen, eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Buch, die zahlreiche empirische Daten zu den von den »Infarkt«-Autoren beschriebenen Entwicklungen liefert und deren Thesen damit zurechtrückt.

Autoren sind: Oliver Scheytt, Norbert Sievers, Dieser Haselbach, Armin Klein, Pius Knüsel, Stephan Opitz, Bernd Wagner, Peter Rantaša, Peter M. Lynen, Muchtar Al Ghusain, Klaus Hebborn, Eva Leipprand, Olaf Martin, Dieter Rossmeissl, Peter Vermeulen, Hajo Cornel, Rolf-Peter Carl, Gerd Dallmann, Hermann Glaser, Olaf Schwencke, Wolfgang Hippe, Christoph Deeg, Patrick S. Föhl, Patrick Glogner-Pilz und Yvonne Pröbstle

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Inhaltsverzeichnis

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KuMi Beiheft 4

Musik als Wirtschaft 2 – Das Potenzial der deutschen Musik- und Veranstaltungsindustrie als Wirtschaftsfaktor und Exportartikel

Beiheft 4Im April 2004 luden die Kulturpolitische Gesellschaft und der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft (idkv) in Kooperation mit der »Bundeskonferenz Musikwirtschaft« zum zweiten Mal zu einem Kongress »Musik als Wirtschaft« ein. Sie folgten damit einer Anregung Monika Griefahns, die in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag bereits den ersten Kongress 2002 mit initiiert hatte.

Während sich die erste Veranstaltung zwei Jahre zuvor vor allem einer Bestandsaufnahme der Musikwirtschaft widmete und den seitdem andauernden Dialog zwischen Politik und Kulturwirtschaft eingeleitet hat, setzte sich unser zweites Treffen intensiv mit der vielerorts verbreiteten These »Die Musikbranche steckt in einer tiefen Krise« auseinander. Die Bestandsaufnahme galt diesmal neben der Phonoindustrie und der Konzertwirtschaft auch dem Musikverlagswesen, dem Künstlermanagement und der Musikproduktion. Nicht unerwartet entstand dabei einmal mehr das differenzierte Bild einer vielfältigen Branche, die mit alten und neuen Entwicklungen konfrontiert ist und der es nicht nur schlecht geht. Tatsächlich hat der Tonträgermarkt weiter stark abgenommen, doch die Veranstaltungen von Live-Musik haben erneut leicht zugelegt und dazu beigetragen, dass das Volumen des Musikmarktes mit insgesamt rund 3,8 Mrd. Euro nach wie vor hoch ist.

Im sogenannten Medienbudget der Endverbraucher steht die Musik weiter auf Platz 1, auch wenn die Ausgaben vor allem im Bereich des Films – vom Kinobesuch bis zum Kauf von DVDs – ebenso zugelegt haben wie die Ausgaben für Unterhaltungssoftware. Diese Entwicklungen verlangen nach einer detaillierten und differenzierten Analyse, denn es handelt sich hier um ein ganzes Bündel von Ursachen, die sich bei den verschiedenen Marktsegmenten unterschiedlich bemerkbar machen. So ist das Brennen von Musik mittlerweile ein – allerdings stagnierendes – Massenphänomen geworden. Immerhin hat sich die Anzahl gebrannter Musik-CDs innerhalb der letzten fünf Jahre versechsfacht. Zugleich haben sich Alter und Zahl der Tonträgerkäufer verändert. Zwei Drittel der Kunden hierzulande sind bereits älter als 30 Jahre. Es gibt auch positive Nachrichten. Die Argumente gegen das kostenfreie Kopieren von Musik zeigen allmählich Wirkung. Immer mehr Konsumenten sind zunehmend bereit, diese Form des Musikerwerbs aufzugeben.

Die überaus positive Entwicklung des Marktes der Live-Musikveranstaltungen berührt mehr als die Hälfte aller Deutschen. Jeder zweite hat im letzten Jahr entsprechende Tickets erworben. Schließlich haben neue Vermarktungsformen für Musik den Markt erweitert, als Stichworte seien hier nur Handy, Klingeltöne und Voicecards genannt. Zweifellos hat sich seit 2002 auch einiges bei den Rahmenbedingungen verändert. Eine ganze Reihe von entsprechenden Verbesserungen wurden auf dem ersten Kongress 2002 bereits angestoßen. Das Musikexportbüro »German Sounds« – damals noch gefordert – hat mittlerweile seine Arbeit aufgenommen. Bei der branchengerechten Anpassung grundlegender urheber- und steuerrechtlicher Grundlagen ist seitdem einiges in Bewegung gekommen, auch wenn hier noch beträchtlicher Handlungsbedarf besteht. Das wurde auch bei den diesjährigen Diskussionen noch einmal deutlich.

Die Wechselbeziehungen zwischen Politik und Ökonomie, zwischen kultur- und wirtschaftspolitischem Handlungsbedarf wurden in jedem Panel angesprochen, sei es bei Fragen der Ausbildung oder des Steuerrechts, bei den kontroversen Diskussionen um die anstehende weitere Reform des Urheberrechts, beim Für und Wider einer Radioquote und ihrer ordnungspolitischen und wettbewerbsrechtlichen Durchsetzbarkeit. Vor zwei Jahren haben wir hier an diesem Ort erstmals Politik, Kultur und Wirtschaft zum Festzuhalten bleibt in jedem Fall, dass auch im Jahr 2004 eine Reihe von Handlungsoptionen für Politik und Wirtschaft formuliert worden sind, deren Umsetzung bei einem möglichen Folgekongress zu überprüfen sein werden. Bis dahin gilt es, unseren Dialog im politischen Alltag fortzusetzen und die Voraussetzungen für eine starke Musikwirtschaft in Deutschland kontinuierlich zu verbessern.

Monika Griefahn, Jens Michow, Oliver Scheytt, Gerd Andres, Harald Wolf, Christoph Freier, Dieter Weidenfeld, Peter Schwenkow, Jens Michow, Balthasar Schramm, Dagmar R. Sikorski, Martin M. Krüger, Udo Dahmen, Nick Ashton-Hart, Martin Ermen, Nick Roos, Karlheinz Brandenburg, Tim van Dyk, Sven Gabor Janszky, Heinz-Rudolf Kunze, Reinhold Kreile, Helmut Lehnert, Matthias Immel und Dieter Semmelmann

Kulturpolitische Gesellschaft (Hrsg.) 2004 • Kulturpolitische Mitteilungen Beiheft 4 • 64 S. • 7,50 Euro • ISSN 0722-4591

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KuMi Beiheft 3

»Braucht Europa eine Außenkultur-politik?« • Does Europe Need a Foreign Cultural Policy?«

Kathinka Dittrich van Weringh und Ernst Schürmann

Beiheft 3Vergriffen Im Folgenden handelt es sich um eine Studie für eine angedachte Machbarkeitsstudie einer schrittweise zu entwickelnden europäischen Außenkulturpolitik. Zurzeit besteht diese nur in Ansätzen. Ihre Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit wird in dem Papier begründet. Schritte zur möglichen Optimierung der gegenwärtigen Instrumente aller beteiligten Kulturakteure werden vorgeschlagen. Diese Vorarbeit ist nicht streng wissenschaftlichen Charakters. Sie beruht vor allem auf empirischen Erkenntnissen und praktischen Erfahrungen, die sich die beiden Autoren während ihrer jahrelangen Praxis beim Goethe-Institut in der deutschen Außenkulturpolitik innerhalb und außerhalb Europas erworben haben. Zur »Fronterfahrung« kommt die politisch-strategische Erfahrung der Autoren. Beide waren in verantwortlicher Stellung in der Zentrale des Goethe-Instituts für die Leitlinien der Programmarbeit der Goethe-Institute im Ausland zuständig bzw. für die längerfristige Planung und Kontrolle. (aus dem Vorwort)

Kulturpolitische Gesellschaft (Hrsg.) 2004 • Kulturpolitische Mitteilungen Beiheft 3 • 84 S. • 7,50 Euro • ISSN 0722-4591

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KuMi Beiheft 2

jugendkultur : kontrapunkt : e-kultur

Beiheft 2Vergriffen Das Verhältnis der etablierten, traditionellen »ernsten« Kultur zum Lebensstil und zur Lebenswelt der Jugendkulturen zu befragen und neu ins Bewusstsein zu rücken, war Anliegen der Leipziger Tagung: Wie geht kommunale Kulturpolitik mit den gesellschaftlichen Phänomenen der Jugendkulturen um? Was bieten unsere teuren Museumstempel, Opern, Schauspielhäuser und Konzerthallen einer in vielfältige Richtungen sich orientierenden jungen Generation? Welche Angebote sind beispielsweise, welche Inhalte sind vermittelbar und ansprechend? Was geschieht, wenn unsere hoch entwickelte kommunale Kulturlandschaft vom nachwachsenden Teil der Bevölkerung ignoriert wird, indem dieser Teil sich eigene kulturelle Lebenswelten schafft, die von der offiziellen Kulturpolitik nur mit Mühe erkannt, kaum verstanden und im kulturellen Angebot ungenügend berücksichtigt werden? Wie reagieren Kulturpolitiker, Intendanten, Festivalmanager, wenn sie feststellen müssen, dass der Anteil Jugendlicher Besucher und Teilnehmer rückläufig ist und das ältere Publikum proportional zunimmt? Wie kommunale Kulturangebote für die junge Generation wieder attraktiver werden könnte, dazu liefern die Beiträge der Dokumentation einige Antworten. Im November 2003 findet eine Anschlusstagung zum Thema statt.

Georg Girardet, Oliver Scheytt, Eckhard Braun, Peter Blaha, Curt A. Roesler, Esther Maria Rose, Denise Mellion, Thomas Koch, Ilona Schmiel, Natascha Palagina, Dieter Rink, Thomas, Ahbe, Paul Sikkema, Robert Russ, Siegfried Haller, Klaus Farin, Roland Roth und Thomas Fabian.

Dokumentation einer Fachtagung des Kulturdezernates der Stadt Leipzig in Zusammenarbeit mit der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. vom 4.-5. Oktober 2002 Kulturpolitische Gesellschaft (Hrsg.) 2003 • Kulturpolitische Mitteilungen Beiheft 2 • 2003 • 68 Seiten • 7,50 Euro • ISSN 0722-4591

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KuMi Beiheft 1

Musik als Wirtschaft. Das Potential der deutschen Musik- und Veranstaltungsindustrie als Wirtschaftsfaktor und Exportartikel. Dokumentation des Internationalen Kongresses in Berlin vom 21.-23. April 2002

Beiheft 1Vergriffen In Deutschland setzt die Musikwirtschaft jedes Jahr Tonträger für rund 2,6 Mrd. Euro um. Schon diese Zahl macht deutlich, dass Musik nicht nur ein Phänomen der Alltagskultur darstellt, sondern ein zutiefst ökonomisches Phänomen markiert. Vor diesem Hintergrund veranstaltete die Kulturpolitische Gesellschaft zusammen mit dem Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft (idkv) Ende April 2002 im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin einen viel beachteten Kongress, um die kulturökonomischen, aber auch kulturpolitischen Potenziale der Musik auszuloten. Die zentralen Ergebnisse dieses Kongresses liegen nun als »Beiheft« der »Kulturpolitischen Mitteilungen« vor.

Autoren sind u.a. Monika Griefahn, Dieter Gorny, Jens Michow, Ditmar Staffelt, Julian Nida-Rümelin, Oliver Scheytt, Joachim Tresp, Andreas Joh. Wiesand und Klaus Wowereit, Monika Griefahn, Dieter Gorny, Jens Michow, Ditmar Staffelt, Julian Nida-Rümelin, Oliver Scheytt, Joachim Tresp, Andreas Joh. Wiesand, Klaus Wowereit u.a.

Kulturpolitische Gesellschaft (Hrsg.) 2003 • Kulturpolitische Mitteilungen Beiheft 1 • 2003 • 40 Seiten • 7,50 Euro • ISSN 0722-4591  

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Tabellarische Übersicht

Nr. Titel AutorInnen Jahr Preis
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Von allem zu viel und überall das Gleiche? – Positionen zum »Kulturinfarkt« [Info]

Oliver Scheytt, Norbert Sievers, Dieser Haselbach, Armin Klein, Pius Knüsel, Stephan Opitz, Bernd Wagner, Peter Rantaša, Peter M. Lynen, Muchtar Al Ghusain, Klaus Hebborn, Eva Leipprand, Olaf Martin, Dieter Rossmeissl, Peter Vermeulen, Hajo Cornel, Rolf-Peter Carl, Gerd Dallmann, Hermann Glaser, Olaf Schwencke, Wolfgang Hippe, Christoph Deeg, Patrick S. Föhl, Patrick Glogner-Pilz und Yvonne Pröbstle 2012 7,50 Euro
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Musik als Wirtschaft 2 – Das Potenzial der deutschen Musik- und Veranstaltungsindustrie als Wirtschaftsfaktor und Exportartikel [Info]

Monika Griefahn, Jens Michow, Oliver Scheytt, Gerd Andres, Harald Wolf, Christoph Freier, Dieter Weidenfeld, Peter Schwenkow, Jens Michow, Balthasar Schramm, Dagmar R. Sikorski, Martin M. Krüger, Udo Dahmen, Nick Ashton-Hart, Martin Ermen, Nick Roos, Karlheinz Brandenburg, Tim van Dyk, Sven Gabor Janszky, Heinz-Rudolf Kunze, Reinhold Kreile, Helmut Lehnert, Matthias Immel und Dieter Semmelmann 2004 7,50 Euro
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»Braucht Europa eine Außenkultur-politik?« • Does Europe Need a Foreign Cultural Policy?« [Info]

vergriffen

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Kathinka Dittrich van Weringh und Ernst Schürmann 2004 7,50 Euro
2

jugendkultur : kontrapunkt : e-kultur [Info]

vergriffen

Georg Girardet, Oliver Scheytt, Eckhard Braun, Peter Blaha, Curt A. Roesler, Esther Maria Rose, Denise Mellion, Thomas Koch, Ilona Schmiel, Natascha Palagina, Dieter Rink, Thomas, Ahbe, Paul Sikkema, Robert Russ, Siegfried Haller, Klaus Farin, Roland Roth und Thomas Fabian. 2003 7,50 Euro
1

Musik als Wirtschaft. Das Potential der deutschen Musik- und Veranstaltungsindustrie als Wirtschaftsfaktor und Exportartikel. Dokumentation des Internationalen Kongresses in Berlin vom 21.-23. April 2002 [Info]

vergriffen

Monika Griefahn, Dieter Gorny, Jens Michow, Ditmar Staffelt, Julian Nida-Rümelin, Oliver Scheytt, Joachim Tresp, Andreas Joh. Wiesand, Klaus Wowereit u.a. 2003 7,50 Euro

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