Kulturpolitik in der digitalen Gesellschaft

Kulturpolitische Mitteilungen Heft 134 (III/2011)

 

Kulturpolitik aktuell

SPD und Grüne arbeiten in Nordrhein-Westfalen arbeiten an einem Kulturfördergesetz. Es wäre das erste dieser Art in Deutschland. Kurt Eichler und Norbert Sievers, lange Jahre mit der NRW-Kulturpolitik vertraut, klären über die Konzeption und Hintergründe auf. In Köln soll eine Akademie der Künste der Welt entstehen. Kulturamtsleiter Konrad Schmidt-Werthern informiert über ihren Sinn und Zweck. Der Deutsche Kulturrat ist 30 Jahre alt geworden und die Kulturpolitische Gesellschaft hat ihr 35jähriges Bestehen in Hamburg gefeiert. KuPoGe-Geschäftsführer Norbert Sievers erinnert an die Gründungsinitiative und erläutert, was die beiden Verbände verbindet und was sie unterscheidet. Hans-Jürgen Blinn, Ministerialrat im Kulturministerium Rheinland-Pfalz, berichtet über die Verhandlungen über ein neues Handelsabkommen im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) und die immer schwierigere Rolle der Kulturdienstleitungen darin. Und KuPoGe-Vize-Präsidentin Iris Magdowski gibt anhand eines Besuchs im Chinesischen Nationalmuseum und der Sonderaustellung „Die Kunst der Aufklärung“ einen Einblick in das Kulturpolitikverständnis Chinas. Ferner finden sich in dieser Rubrik eine kritische Stellungnahme des Vorstandes der Kulturpolitischen Gesellschaft zum Programm »Europa für Bürgerinnen und Bürger in Europa« und ein Kommentar von Kulturamtsleiterin und KuPoGe-Vorstandsmitglied, Dorothea Kolland, zum Fall Sarazin.

 

Schwerpunkt: Kulturpolitik in der digitalen Gesellschaft

Im Schwerpunkt werden zentrale Vorträge des 6. Kulturpolitischen Bundeskongresses » netz.macht.kultur« vorgestellt. Darunter die Eröffnungsrede von Kulturstaatsminister Bernd Neumann, das engagierte Plädoyer für mehr Digitalisierung in den öffentlichen Kultureinrichtungen von Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, und der Grundsatzvortrag des Kultursoziologen Gerhard Schulze zum »Strukturwandel der Öffentlichkeit 2.0«. Seine »Thesen zur Marginalisierung und Auflösung der bürgerlichen kulturellen Öffentlichkeit und der Kunstidee in einem ›Schaumgebirge ... zahlloser kleiner Bläschen‹, ohne Zentrum und Stil prägende und Zusammenhalt stiftende Relevanz, rührt nicht nur an den Leitideen der bürgerlichen Kultur, sondern auch an der Legitimation der darauf bezogenen Kulturpolitik« mutmaßt dazu Norbert Sievers in seiner Einleitung zum Schwerpunkt. Ferner sind weitere Beiträge von Monika Grütters, Till Kreutzer und und Lisbet Rausing im Heft abgedruckt.

 

… und mehr

Darüber hinaus enthält das neue Heft wie gewohnt Beiträge zu aktuellen Entwicklungen der Kulturpolitik, zum Kulturmanagement, Studium Kultur und Rezensionen einschlägiger Publikationen sowie Nachrichten und Informationen zur europäischen Kulturförderung und -politik.

 

Inhaltsverzeichnis

 

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