RUHR.2010 – Was war? Was bleibt?

Kulturpolitische Mitteilungen Heft 132 (I/2011)

Während der Produktion des Heftes erschütterte das verheerende Erdbeben Japan und verursachte einen GAU im Atomkraftwerk Fukushima. Harald Welzer macht sich im Kommentar Gedanken, warum wir so wie bisher nicht mehr weitermachen können, bleibt aber skeptisch.;

 

Schwerpunkt: RUHR.2010 – Was war? Was bleibt?

»Der Anspruch, mit dem RUHR.2010 angetreten war und die Bewerbung für sich entscheiden konnte, war hoch. Kultur sollte als Motor des Strukturwandels eingesetzt werden, Kulturwirtschaft bei der Bewältigung von Arbeitslosigkeit, Überalterung und Qualifizierungsmängeln behilflich sein. Das Ruhrgebiet sollte ein neues kulturelles Image bekommen und Touristen aus aller Welt anziehen. Aufbruchstimmung und Optimismus prägten die mentale Situation. Wo vorher Probleme gesehen wurden, gab es jetzt Potenziale. Nicht Möglichkeiten, sondern Möglichkeitsräume eröffneten sich. Nicht nur qualitätvoll sollten die Ereignisse und die Architekturen sein, sondern spektakulär. Das Ruhrgebiet griff nach den Sternen. Es sollte alles noch größer, weltoffener, kreativer und inspirierender werden.« (Norbert Sievers in seiner Einleitung zum Schwerpunkt) Und? Was hat es gebracht? Konnte das Kulturjahr eine »Metropole Ruhr« formen? Bleiben Nachlassverwaltung oder nachhaltige Strukturen? Antworten geben neben anderen Rolf Dennemann, Karl Ganser, Norbert Lammert, Oliver Scheytt und Olaf Schwencke.

 

Bundeskongress – Debatte – Kulturpreis

Zur Vorbereitung des 6. Kulturpolitischen Bundeskongresses (»netz.macht.kultur«), der sich mit der »digitalen Revolution« und deren Auswirkungen auf die Kulturpolitik beschäftigen wird, gehen Kurt Eichler und Karl Ermert Fragen nach den neuen Anforderungen an die kulturelle Bildung nach. Debattenbeiträge diskutieren Fragen des bürgerschaftlichen Engagements (Dieter Kramer), des Nutzens von Fusionen (Gerald Mertens) und dem Sinn (oder Unsinn) von Qualitätsmanagement (Lutz Hempel), und Ronald Hitzler stellt in seiner Laudation an Klaus Farin und das Archiv der Jugendkulturen bei der Kulturpreisverleihung der Kulturpolitischen Gesellschaft Juvenile Welten vor.

 

... Begrüßung und Dank

Olaf Schwencke, Gründungspräsident der Kulturpolitischen Gesellschaft gebührt Dank zum 75. Geburtstag. Hermann Glaser würdigt den »Schwärmer«, der »den ästhetischen Staat nicht nur als Vor-schein, sondern als verwirklichbare Idee« zu begreifen lehrt(e), und Yvonne Fietz begrüßt die neue Hamburger Kultursenatorin mit den Erwartungen der freien Szene.

 

 

… und mehr

Darüber hinaus enthält das neue Heft wie gewohnt Beiträge zu aktuellen Entwicklungen der Kulturpolitik, zum Kulturmanagement, Vorstellungen von Projekten und Initiativen, Studium Kultur und Rezensionen sowie Nachrichten und Hinweise aus dem großen Feld der Kunst, Kultur und Politik.

 

Inhaltsverzeichnis

 

 

 

 

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