Popmusik & Kulturpolitik

Kulturpolitische Mitteilungen Heft 128 (I/2010)

 

Schwerpunkt: Popmusik & Kulturpolitik

Im November 2009 hat in Mannheim im Rahmen des Kongresses »Zukunft Pop?« an der Popakademie Baden-Württemberg eine von der Kulturpolitischen Gesellschaft mitveranstaltete Tagung stattgefunden, die sich mit Fragen nach Wandel und Zukunft der populären Musik als kommerzieller Sektor, kulturelle Ausdrucksform und gesellschaftlicher Einflussfaktor auseinandersetzte. Dokumentiert werden zentrale Vorträge der Veranstaltung. Roger Behrens etwa stellt die Frage nach der »Diktatur der Angepassten«, Martin Büsser verfolgt den Imagewandel des »Pop« und Susanne Binas-Preisendörfer stellt Förderungen und Forderungen von Popmusik durch die Jahrzehnte dar. Weitere Autoren sind Rainer B. Jogschies, Udo Dahmen, Ruprecht Mattig und Jörg-Uwe Nieland.

 

Kulturpolitik trotz Krise

Im November letzten Jahres hatte die Kulturpolitische Gesellschaft in einer deutlichen Erklärung den Ernst der Lage angemahnt, die Kulturpolitik angesichts angespannter Haushaltslagen für die Zukunft aufzustellen. Seitdem sind die Meldungen über drohende Schließungen von Einrichtungen nicht abgebrochen. Im Heft finden sich mehrere Beiträge, die sich mit Hintergründen und Notwendigkeiten auseinandersetzen: Eine realitätsnahe Kulturpolitik ist gefragt.

 

Erinnerungskultur und Kultur und Geschichte

Anknüpfend an das Thema des letzten Kulturpolitischen Bundeskongresses und des Jahrbuchs für Kulturpolitik zeigt Prof. Dr. Volkhard Knigge, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, einen Paradigmenwechsel in Geschichtsverarbeitung und Gedenkkultur in Deutschland auf, Dr. Ulrich Heinemann, Mitherausgeber der Düsseldorfer Schriften zur Neueren Landesgeschichte Nordrhein-Westfalens setzt sich kritisch mit dem im Jahrbuch vorherrschenden Politikansatz auseinander und der Ethnologe Prof. Dr. Dieter Kramer macht ergänzende Bemerkungen zu Bernd Wagners Buch »Fürstenhof und Bürgergesellschaft«.

 

Kulturflatrate

Bereits im letzten Heft hatten mit Prof. Gerhard Pfennig, Vorstand der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst, und dem Direktor des Österreichischen Musikinformationszentrums Peter Rantasa zwei renommierte Vertreter zur aktuellen Debatte um eine »Kulturflatrate« Stellung bezogen. Im aktuellen Heft macht die stellv. Vorsitzende im Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments, Dr. Helga Trüpel, Vorschläge zum Interessenausgleich zwischen den Forderungen nach einfachem Zugang für die Verbraucher und Stärkung der Rechte für die Urheber.

 

… und mehr

Darüber hinaus enthält das neue Heft wie gewohnt interessante Beiträge zu kulturell-künstlerischen Projekten, zu kulturwissenschaftlichen Forschungsergebnissen und zu weiteren aktuellen kulturpolitischen Entwicklungen, etwa zu neuen Kulturförderkonzepten und Kulturentwicklungsplanungen oder Beispielen zur Förderung kultureller Bildung. Und: Literaturhinweise und Nachrichten.

 

Inhaltsverzeichnis

 

 
 

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