Kulturpolitische Gesellschaft e.V.

 

Kulturpolitik neu erfinden – Die Bürger als Nutzer und Akteure im Zentrum des kulturellen Lebens

Dorothea Kolland

Werkstatt Stadtkultur

Potenziale kultureller und künstlerischer Vielfalt. Reflexionen und Erfahrungen

Kulturpolitische Gesellschaft e. V. / Klartext Verlag: Bonn / Essen 2012 (Edition Umbruch Nr. 29)
319 Seiten • 19 Euro • ISBN 978-3-8375-0794-2

 

In der Praxis von 30 Jahren als Kulturamtsleiterin in Berlin-Neukölln hat Dorothea Kolland erfahren, dass ein Weg, wenn man hehre Ziele wie »Kultur für alle«, »soziale Inklusion« oder »kulturelle Partizipation« verfolgt, voller Fußangeln sein kann. Besonders in Neukölln, einem der bekannten sozialen und mittlerweile kulturell außerordentlich produktiven Brennpunkte, waren und sind immer wieder neue Denk- und Aktionsstrategien vonnöten. Die Autorin entwickelte ihre Konzepte kommunaler Kulturarbeit immer aus den Praxiserfordernissen und -erfahrungen heraus, stets zu Experimenten und zu neuem Denken bereit. Dies geschah nie allein im engen Raum des Kiezes, sondern immer im Dialog und Diskurs mit nationalen und internationalen Debatten. Die »Banlieues d'Europe« und die »Banlieues von Berlin« gaben sich die Hand.

 

Die Herausforderungen ihrer Arbeit sind die Themen dieses Buches: Armut, Interkulturalität, Netzwerken als Basis von Stadtkulturarbeit, Kunst als Impetus von Stadtentwicklung, Leitkulturen, Potenziale und Behinderungen, Diversität als Grundlage für demokratische, innovative Stadtkultur und Inklusion, immer mit dem »ceterum censeo« des Beharrens auf Kunst, ohne dabei deren gesellschaftliche Wirkungsmöglichkeit zu überschätzen: Davor schützte die Neuköllner Realität.

 

Es geht weniger um Geld, es geht viel mehr um genaues Hinsehen, um Respekt und Innovation. Anstatt Kulturinfarkte zu behandeln, gilt es, neue Governance-Strukturen zu etablieren, die demokratisches, inklusives Gemeinwesen ernst nehmen. Dabei gilt für die kommunale Kultur(politik) im Sinne Robert Jungks: »Die große Aufgabe der Kultur ist es, die Gesellschaft ständig zu konfrontieren mit anderen Möglichkeiten.«

 

Inhaltsverzeichnis

 

 
 

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