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Pressemitteilung «TELEFAX» |
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Kulturpreis
2005 der Kulturpolitischen Gesellschaft an Soziokulturelles Zentrum
KULTURBASTION Torgau in Trägerschaft des KAP Torgau e.V.
Der Kulturpreis
der Kulturpolitischen Gesellschaft geht in diesem Jahr an das Soziokulturelle
Zentrum KULTURBASTION Torgau in Sachsen. Dies hat der Vorstand der
Kulturpolitischen Gesellschaft auf seiner Sitzung am 23. September in
Hannover beschlossen. In der Begründung des Vorstands heißt es dazu: »Der
1993 gegründete Verein ›Kulturelles Aktionsprojekt (KAP) Torgau e. V.‹ hat in
beeindruckender und überregional wahrnehmbarer Weise und mit einem Höchstmaß
an bürgerschaftlichem Engagement nicht nur ein soziokulturelles Zentrum
etabliert, sondern auch Soziokultur und Denkmalschutz unter schwierigen
Bedingungen miteinander verbunden. Teile der kulturgeschichtlich bedeutsamen
Festungsanlage Torgau (Bastion und Kasematten) wurden saniert und zu einem
Kulturzentrum entwickelt. In den vergangenen Jahren bot der Verein unter räumlich schwierigen Bedingungen Kultur-, Jugend- und Medienarbeit in Stadt und Landkreis an. Bemerkenswert ist u. a., dass er das einzige kommunale Kino im ländlichen Raum Sachsens betreibt und auch Großveranstaltungen im Landkreis schultert. Er vernetzt bereits heute viele Vereine und Akteure seines Umfeldes und realisierte zahlreiche erfolgreiche Projekte in unterschiedlichen künstlerischen Sparten. Nunmehr bietet er der freien Kulturarbeit im Kulturraum ›Leipziger Raum‹ eine hochwertige Plattform. Torgau, eine der schönsten Renaissancestädte Deutschlands, wird jetzt auch als Veranstaltungs- und Begegnungsort neuer Qualität von sich reden machen. Mit der
konzeptionellen Umgestaltung des Festungsareals setzte der Verein auf die
Durchdringung von bürgernaher Kultur, tourismusrelevanten Ansätzen und
Kulturgewerbe. Das KAP Torgau hat in der Umsetzung Vorurteile aufgebrochen,
viele Menschen begeistert und der Kulturarbeit ›von unten‹ in diesem
ländlichen Raum völlig neue Konturen gegeben. Dazu hat der Verein
Fördermittel der EU und des Bundes eingeworben und bewirtschaftet. Bereits im
Winter 2005 wird die Kulturbastion eröffnet und in den nächsten Jahren
schrittweise ausgebaut. Der Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft lobte
vor allem das Geschick der Akteure, Aspekte kommunaler Entwicklung und
bürgerschaftlichen Gestaltungswillen zugunsten eines bürgernahen
Kulturangebots zukunftsweisend und überzeugend verbunden zu haben. Der Kulturpreis der Kulturpolitischen Gesellschaft wird seit 1977 jährlich vergeben (s. http://www.kupoge.de/kulturpreis/preis.htm) und ist mit einem Preisgeld von 1.000 Euro verbunden. Er versteht sich als Auszeichnung für kulturelle Initiativen und Projekte, die mit einem hohen Maß an bürgerschaftlichem Engagement verbunden sind. Bonn, 28. September 2005 URL dieses
Textes: http://www.kupoge.de/presse/2005-09-28_kulturpreis.htm |
Kulturpolitische
Gesellschaft e.V. Präsident Vizepräsidentinnen Dr.
Iris Magdowski, Schatzmeister Beisitzer Margarethe Goldmann, Monika Griefahn, MdB Dr. Udo Husmann, Tobias J. Knoblich, Dr. Dorothea Kolland, Dr. Karsten Rudolph, MdL, Bosiljka Schedlich, Axel Sedlack, Jörg Stüdemann, Dr. Helga Trüpel, Dr. Wolfgang Zacharias, Christiane Ziller, Geschäftsführer |