Pressemitteilung
 

Wer Engagement fordert, muss Kompetenz fördern

Kulturpolitische Gesellschaft e.V. untersucht Qualifizierungsbedarf des politischen Ehrenamts

Um das ehrenamtliche Engagement als politisch gestaltende Kraft auf kommunaler Ebene zu stärken, fordert die Kulturpolitische Gesellschaft in einem Schreiben an die Innenminister der Länder mehr öffentliche Unterstützung für Qualifizierungsmaßnahmen. »Es kann nicht sein«, so ihr Präsident und Essener Kulturdezernent Dr. Oliver Scheytt anlässlich der Abschlusstagung zum Projekt »Kulturpolitik als Ehrenamt« in Berlin, »dass von den ehrenamtlichen Politikern immer mehr Verantwortung erwartet wird, ohne Ihnen die Möglichkeit zu geben, sich ausreichend dazu zu befähigen. Die Komplexität der zu behandelnden Fragen, der Zeitdruck und der durch finanzielle Engpässe erzeugte Handlungsdruck im Kulturbereich erfordert unvoreingenommene Meinungsbildung und rationale Entscheidungsfindung.« Dafür sei eine große kulturpolitische Kompetenz der beteiligten Akteure die Voraussetzung.

Das Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft hat sich zweieinhalb Jahre mit der Rolle der Ehrenamtlichen KulturpolitikerInnen in den Kommunen beschäftigt. Unterstützt wurde das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Der Parlamentarische Staatssekretär Wolf-Michael Catenhusen erklärte dazu: »Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat sich zur Förderung von Projekten zum Thema Politik-Reform, neue Steuerungsmodelle und Freiwilligenarbeit auf der kommunalen Ebene entschlossen, weil die Entwicklung und Erprobung von Qualifizierungsformen zu den Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Reformprozess gehören. Darin sehe ich durchaus ein erhebliches Bundesinteresse, das es rechtfertigt, die Kulturpolitische Gesellschaft in ihrem Bemühen um diese praxisorientierten Themen zu unterstützen.«

Die Ergebnisse des Projektes »Kulturpolitik als Ehrenamt« und die Abschlusstagung »Zwischen Ehre und Amt«, die in Kooperation mit dem Deutschen Städtetag stattfand, wurden dokumentiert und werden in einigen Wochen als Dokumentation erhältlich sein. Einzelne Beiträge sind auf der Internetseite www.kupoge.de zu finden.

ULR dieses Textes: www.kupoge.de/presse/0205_engagement.htm

Kulturpolitische Gesellschaft e.V.

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53113 Bonn
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Präsident
Dr. Oliver Scheytt,
Kulturdezernent der Stadt Essen

Vizepräsidentinnen
Margarethe Goldmann, 
Wiesbaden
Dr. Iris Magdowski, 
Bürgermeisterin für Kultur der 
LH Stuttgart

Schatzmeister
Kurt Eichler, 
Leiter der Kulturbetriebe Dortmund

Beisitzer
Dieter Gorny,
Geschäftsführer VIVA Fernsehen, Köln
Monika Griefahn, MdB
Vorsitzende des Ausschusses für 
Kultur und Medien im Dt. Bundestag, Berlin
Dr. Udo Husmann, 
Bildungsverein e.V., Hannover
Prof. Dr. Helene Kleine, 
Fachhochschule Potsdam
Dr. Dorothea Kolland,
Leiterin des Kulturamtes Berlin-Neukölln
Eva Krings, 
Kulturdezernentin der Stadt Solingen 
Herbert Schirmer, 
IBA Fürst-Pückler-Land GmbH, Cottbus
Axel Sedlack, 
Kulturdezernent der Stadt Unna
Jörg Stüdemann, 
Bürgermeister für Kultur der LH Dresden
Dr. Helga Trüpel, 
Mitglied der Bremer Bürgerschaft
Ernst M. Walsken, MdL
Solingen
Dr. Wolfgang Zacharias, 
PA/SPIELkultur e.V., München
Christiane Ziller,
Geschäftsführerin der Bundesver-
einigung sozio-kultureller Zentren, Potsdam

Geschäftsführer
Dr. Norbert Sievers
Bernd Wagner (Stellvertreter)