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Betr. Kulturpolitik

Nachrichten der Kulturpolitischen Gesellschaft Nr. 179 – 10/02/2017

 
   

  

~ KuPoGe-Verband ~

Barbara Neundlinger wird neue Geschäftsführerin der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.

  

Der Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft hat Barbara Neundlinger in seiner Sitzung Anfang Februar zur Geschäftsführerin bestellt. Sie folgt auf Marc Grandmontagne, der zu Anfang des Jahres in die Direktion des Deutschen Bühnenvereins gewechselt ist. Die gebürtige Österreicherin wird ihre Arbeit am 1. Juni 2017 aufnehmen. Hauptaufgabe der neuen Geschäftsführerin ist es, die Kulturpolitische Gesellschaft auf Basis ihrer inhaltlichen Programmatik strukturell und personell weiterzuentwickeln.

  

Presseerklärung

Kulturimmobilien – die Kathedralen des 21. Jahrhunderts?

62. Kulturpolitisches Kolloquium vom 17. bis 19. Februar 2017 in Loccum

  

Museen, Theater, Bibliotheken und Konzerthäuser prägen das Bild einer Stadt, können stadtplanerische Impulse setzen, aber auch kulturpolitische Legitimitätskonflikte befördern. Der Bau bzw. Umbau von Kulturimmobilien ist planerisch eine komplexe Angelegenheit, denn an Kulturimmobilien werden verschiedene Interessen herangetragen: die Bedürfnisse der Kulturschaffenden, die Interessen des Publikums, die Erfordernisse des Kulturtourismus und nicht zuletzt die Erwartungen der Kulturpolitik.

  

Auf der Tagung wird der Frage nachgegangen, wie Kulturimmobilien heute angesichts vielfältiger Erwartungen geplant und gebaut werden sollen. Welcher Bedarf besteht? Gibt es vielleicht ein Überangebot? Was repräsentieren Kulturimmobilien heute? Wie müssen Kulturimmobilien in einer inklusiven und transkulturellen Gesellschaft konzipiert sein und wie wird der Anspruch einer nachhaltigen Planung verwirklicht? Und wie sollte die Bevölkerung in derartige Planungsprozesse eingebunden werden?

  

Diese Fragen sollen an konkreten Beispielen aus Kommunen für die Bereiche Theater, Museen, Bibliotheken, Soziokulturelle Zentren und Konzerthäuser besprochen werden, wobei sowohl die spartenspezifischen Interessen als auch die individuellen Rahmenbedingungen der jeweiligen kommunalen Öffentlichkeit in den Blick genommen werden.

  

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~ KuPoGe-Institut ~

9. Kulturpolitischer Bundeskongress

»WELT.KULTUR.POLITIK. Kulturpolitik und Globalisierung« am 15. und 16. Juni 2017 in Berlin

 

Am 15. und 16. Juni findet der 9. Kulturpolitische Bundeskongress der Kulturpolitischen Gesellschaft und der Bundeszentrale für politische Bildung statt. Ausgangspunkt des Kongresses ist die Beobachtung, dass in einer zunehmend globalisierten Welt ökonomische, ökologische und kulturelle Prozesse immer stärker miteinander verflochten sind und die Unterscheidung von ›Innen‹ und ›Außen‹ immer schwieriger wird. Klassische Nationalstaaten allein sind offenbar kaum noch in der Lage, die globalen Krisen und Herausforderungen zu meistern. Das ›Außen‹ scheint verloren zu gehen, während sich Politik zunehmend zu einer »Weltinnenpolitik« zu wandeln scheint. Auch die Kulturpolitik ist davon betroffen und daher aufgerufen, über ihre nationalen Begründungen neu nachzudenken. Anderseits erleben wir gegenwärtig eine Re-Nationalisierung in erschreckender Geschwindigkeit, die bisher sicher geglaubte (kultur-)politische Postionen radikal in Frage stellt. Der Kongress findet mitten in diesen globalen Turbulenzen statt und will verstehen, erklären und ermutigen. mehr

  

Kooperationspartner des 9. Kulturpolitischen Bundeskongresses sind der Deutsche Städtetag, das Institut für Auslandsbeziehungen (IfA) und das Goethe Institut (GI). Er wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Das Programm wird voraussichtlich Mitte März veröffentlicht. Anmeldungen werden ab diesem Zeitpunkt möglich sein.

~ KuPoGe-Publikationen ~

20 Jahre Institut für Kulturpolitik 1996–2016

Profil, Aktivitäten, Projekte – Materialienband 15 erschienen

 

Die Kulturpolitischen Gesellschaft (KuPoGe), hat in den vierzig Jahren ihres Bestehens vor allem über ihr Netzwerk (derzeit rund 1.500 Mitglieder im Bundesgebiet) Einfluss auf die konzeptionelle Entwicklung der Kulturpolitik genommen und dabei programmatische Akzente gesetzt. Diese basierten nicht zuletzt auf Überzeugung und Fakten basierte Argumentation. Sie konnte sich dabei auf die Fach- und Sachkompetenz ihrer Mitglieder und des Vorstands stützen, hat jedoch von Beginn an der Recherche, Analyse und Forschung einen großen Stellenwert in der Verbandskonzeption eingeräumt. Deshalb hat sie auch im Jahr 1996 ihre wissenschaftliche Forschungstätigkeit im eigens gegründeten Institut für Kulturpolitik gebündelt. Mittlerweile besteht das IfK seit 20 Jahren. Anlässlich diese Jubiläums dokumentiert der Materialienband diese Arbeit.

  

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Studie »Aktuelle Förderstrukturen der Freien Darstellenden Künste in Deutschland« erschienen

 

Der Bundesverband Freie Darstellende Künste (BFDK) präsentiert die erste systematische Erhebung der Förderlandschaft für die freien Darstellenden Künste in Deutschland. Ab sofort ist die Studie »Aktuelle Förderstrukturen der Freien Darstellenden Künste in Deutschland. Ergebnisse der Befragung von Kommunen und Ländern« (Autorin: Ulrike Blumenreich) über den Bundesverband erhältlich. Im Auftrag des Bundesverbandes Freie Darstellende Künste hat das Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft alle 16 Bundesländer sowie die 38 Kommunen, in denen mindestens vier freie Tanz- oder Theaterformationen ansässig sind, befragt und umfassende Auskünfte erhalten. Entstanden ist ein einmaliges und umfangreiches Nachschlagewerk und Arbeitsinstrument.

  

Weitere Informationen

~ KuPoGe-Europäische Kontaktstellen ~

Creative Europe Desk KULTUR

Seminar »Europa fördert Kultur – aber wie?« in Karlsruhe

21. März 2017 in Karlsruhe in Kooperation mit dem Kulturbüro Rheinland-Pfalz

 

Eine umfassende und praxisnahe Einführung in das Thema EU-Kulturförderung. KREATIVES EUROPA heißt das aktuelle Förderprogramm der EU für den Kultur- und Kreativsektor. Grenzüberschreitende, möglichst innovative Kooperationsprojekte bilden das Kernstück des Teilprogramms KULTUR und stehen dementsprechend im Fokus des Seminars. Welche Ziele will die EU mit diesem Programm erreichen, welche Förderkriterien folgen daraus? Wie sollten die zu beantragenden Projekte konzipiert und präsentiert werden, um eine möglichst gute Aussicht auf Bewilligung zu haben? Welche anderen Förderschienen bieten sich alternativ bzw. zusätzlich an?

   

Das Seminar richtet sich an Einsteigerinnen und solche, die ihre Kenntnisse aktualisieren bzw. vertiefen wollen. Antragsberechtigt sind zwar nur Organisationen und Einrichtungen, dennoch profitieren vom Seminar auch einzelne Kulturakteure aller Sparten (Ausnahme: reine Filmbranche) sowie Multiplikatoren, z.B. aus Beratungsbüros und aus der Verwaltung.

   

Weitere Informationen

Kontaktstelle Deutschland »Europa für Bürgerinnen und Bürger«

Grundlagenseminar: »Europa gemeinsam gestalten«. Kooperations-, Austausch- und Partnerschaftsprojekte konzipieren und finanzieren

4. April 2017, 9.30 Uhr bis 17.00 Uhr, Haus der Kultur, Weberstraße 61 (Seminarraum im Hof), 53113 Bonn

 

Das Seminar führt in das EU-Programm »Europa für Bürgerinnen und Bürger« ein. Das Programm bietet finanzielle Unterstützung für eine Vielzahl von bürgernahen Projekten in Europa. Europabeauftragte von Kommunen, Aktive in Vereinen und anderen Organisationen, die internationale Begegnungen, Austausch- oder Kooperationsprojekte mit europäischen Partnern organisieren wollen, sind mit diesem Seminar angesprochen. Erläutert werden die Ziele und Themen, das Antragsverfahren sowie Beispiele geförderter Projekte. Zudem gibt es Raum für den Ideen- und Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmer/innen.

  

Weitere Informationen: www.kontaktstelle-efbb.de/infos-service/veranstaltungen

~ weitere Tagungen mit KuPoGe-Beteiligung ~

 

Wer Tagungstermine zu kulturpolitisch relevanten Themen sucht, wird in erster Linie beim Tagungskalender auf www.kupoge.de/tagungen.html fündig. Die Auswertung und Zusammenstellung ist Teil des Kulturpolitischen Informationssystems (kis) des Instituts für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft.

  

Veranstaltungen, an denen die Kulturpolitische Gesellschaft als Kooperationspartner beteiligt ist:

  

13. Februar 2017 – Erfurt

»Von Genossenschaften, Zweckverbänden und gGmbHs. Innovative Rechtsformen für die Kultur.«

Landesgruppe Thüringen der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. • Erfurterdebatte@gmx.dewww.kupoge.de/regionalgruppen/thueringen.html

  

21. Februar 2017 – Kiel

Kulturpolitik in Schleswig-Holstein: Was bleibt? Was kommt?

Landeskulturverband Schleswig-Holstein e.V. • info@landeskulturverband-sh.dewww.landeskulturverband-sh.de

  

7. März 2017 – Leipzig

Kulturpolitisches Gespräch

Regionalgruppe Sachsen/Leipzig der Kulturpolitischen Gesellschaft • eckhard.braun@aim.comwww.kupoge.de/regionalgruppen/sachsen.html

  

17. bis 19. März 2017 – Tutzing

Politisches Design – Demokratie gestalten

Evangelische Akademie Tutzing • www.ev-akademie-tutzing.de/veranstaltung/politisches-design-demokratie-gestalten/

  

3. bis 5. April 2017 – Braunschweig

6. Bundesfachkongress Interkultur – »Land in Sicht – Interkulturelle Visionen für Heute und Morgen«

Bundesweiter Ratschlag Kulturelle Vielfalt, c/o Kulturpolitische Gesellschaft • info@bundesfachkongress-interkultur-2017.dewww.bundesfachkongress-interkultur-2017.de