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Betr. Kulturpolitik

Nachrichten der Kulturpolitischen Gesellschaft Nr. 172 – 08/01/2016

 
   

  

  

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

  

das vergangene Jahr 2015 war für die Kulturpolitische Gesellschaft wieder durch schöne Erfolge geprägt. Zu den positiven Dingen gehören die erfolgreich abgeschlossenen Projekte wie etwa die Erarbeitung der Kulturentwicklungskonzeptionen in zwei Thüringer Modellregionen, die von der Landesregierung des Freistaates erfreulicherweise positiv aufgenommen und umgesetzt werden. Auch der 8. Kulturpolitische Bundeskongress »Kultur.Macht.Einheit. Kulturpolitik als Transformationspolitik« in Berlin zählt zu den Aktiva vor allem des Instituts für Kulturpolitik. Mit Blick auf die Verbandspolitik ist auf die Mitgliederversammlung im November zu verweisen, die einen neuen Vorstand gewählt hat, sowie auf die im letzten Jahr verstärkte Regionalarbeit. Alle Aktivitäten des letzten Jahres sind in den Materialien zum Geschäftsbericht, die der MV vorgelegen haben, dokumentiert.

  

Im Jahr 2016 warten neue Herausforderungen, auf die wir in diesem Newsletter z.T. schon eingehen und über die wir weiter informieren werden. Wir wünschen allen kulturpolitischen MitstreiterInnen, die wir auf diesem Wege erreichen, ein gutes und friedfertiges neues Jahr 2016!

  

~ KuPoGe-Verband ~

Kulturpolitik ist Demokratiepolitik

40 Jahre Kulturpolitische Gesellschaft

 

Am 10. Juni 1976 ist die Kulturpolitische Gesellschaft in Hamburg-Altona gegründet worden. Sie steht also mittlerweile für eine vierzigjährige Verbandstätigkeit, um Kulturpolitik als Gesellschafts-und Demokratiepolitik in Deutschland zu verankern. Dieser 40. Geburtstag soll am am 1. und 2. Juli 2016 in Hamburg gefeiert werden. Ferner wird eine Reihe von Veranstaltungen unter dem Motto »Kulturpolitik ist Demokratiepolitik« stattfinden. Wir laden schon jetzt alle Mitglieder der Kulturpolitischen Gesellschaft sowie jene, die an ihrer Arbeit interessiert sind, ein, sich diesen Termin vorzumerken und an der Jubiläumsfeier teilzunehmen!

 

Olaf Schwencke wird 80

Öffentliche Ehrung im Willy-Brandt-Haus

  

Am 27. Januar 2016 wird Olaf Schwencke 80 Jahre alt. Am Freitag, dem 29. Januar 2015, wollen die Kulturpolitische Gesellschaft und das Kulturforum der Sozialdemokratie den Gründungspräsidenten der Kulturpolitischen Gesellschaft und langjährigen SPD-Kulturpolitiker mit einer Veranstaltung im Willy-Brandt-Haus in Berlin ehren. Olaf Schwencke gehört zu den Vätern der »Neuen Kulturpolitik«, die in den 1970er Jahren vor allem die Kulturpolitik der Kommunen programmatisch und faktisch verändert haben. Vor dem Hintergrund der von Willy Brandt ausgegebenen Losung »Wir wollen mehr Demokratie wagen« und im Kontext der aufkeimenden sozialen Bewegungen galt sein Interesse dem Ziel, die Gesellschaft durch Kunst und Kultur zu demokratisieren. Dieses Leitmotiv begleitete sein kulturpolitisches Wirken, zunächst in der Evangelischen Akademie Loccum, dann im Deutschen Bundestag und im Europäischen Parlament, später als Präsident der Hochschule der Künste in Berlin und natürlich als Vorsitzender der Kulturpolitischen Gesellschaft, deren Gründungspräsident er 1976 wurde und bis 1996 blieb.

  

Programm und Anmeldung zur Veranstaltung

~ KuPoGe-Publikationen ~

Kulturpolitische Mitteilungen Nr. 151 IV/2015 erschienen

Schwerpunkt: Kultur in ländlichen Räumen

 

Der demografische Wandel macht sich vor allem auf dem Lande bemerkbar. Seine Herausforderungen stellen nicht zuletzt die Kulturpolitik vor das Problem, angesichts wegbrechender Infrastrukturen das »Bürgerrecht Kultur« weiter zu gewährleisten. Dabei sind es doch gerade die ländlichen Räume, in denen Kunst und Kultur Kommunikation stiften, die den sozialen Zusammenhalt festigt. Vor diesem Hintergrund diskutieren Norbert Sievers und Christine Wingert neue Förderstrategien ländlicher Kulturpolitik, erläutert Gerhard Mahnken deren soziale Referenzräume, plädiert Olaf Martin für eine »Kulturpolitik von unten« und beschreiben Werner Kraus, Yasmine Freigang, Antje Jakob, Elke Harje-Ecker und Herle Forbrich ländliche Kulturentwicklungskonzepte in Bayern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.

In der Rubrik »Kulturpolitik aktuell« beantwortet der Kulturausschussvorsitzende des Deutschen Städtetages Hans-Georg-Küppers Fragen zum neuen kulturpolitischen Positionspapier des Städtetages, und Olaf Schwencke kommentiert die kulturpolitischen Implikationen der Flüchtlingssituation.

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~ KuPoGe-Institut ~

Landeskulturbericht NRW in Arbeit

  

Vor einem Jahr wurde in Nordrhein-Westfalen das Kulturfördergesetz verabschiedet. Es stützt sich auf den »Kulturförderplan«, den »Kulturförderbericht« und den »Landeskulturbericht«, die allesamt die weitere Entwicklung von Kunst und Kultur im Land als konzeptbasierte und partizipative Aufgabe begreifen. Der Landeskulturbericht soll in jeder Legislaturperiode vorgelegt werden, von der Umsetzung des Kulturförderplans berichten, zur Kulturentwicklung im Lande Stellung beziehen und künftige Schwerpunkte der Kulturförderung darstellen. Zentrale Leitlinie dabei ist, »die gesamte Kulturpolitik des Landes zielgerichtet und strategisch aus einer Gesamtsicht auf die NRW-Kulturlandschaft« auszurichten. Das IfK ist 2015 damit beauftragt worden, die Konzeption für die Erstellung des ersten Landeskulturberichts (»Pilotbericht«) in enger Absprache mit der Kulturabteilung des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport zu erstellen. Nach dessen Vorlage im Dezember 2015 wird es jetzt an deren Umsetzung aktiv mitwirken. Mit dem Vorliegen des Pilotberichts ist Ende 2016 zu rechnen.

Kunst- und Kulturentwicklung in Düsseldorf

  

Im September 2015 fiel im Kulturausschuss der Startschuss für die Erarbeitung einer Kulturentwicklungsplanung für die Landeshauptstadt Düsseldorf, an der das IfK mitwirken wird. Übergeordnetes Ziel ist es, vor dem Hintergrund gesamtgesellschaftlicher sowie städtischer und regionaler Veränderungen, Schwerpunkte für eine zukunftsorientierte Kulturpolitik und Kulturarbeit der nächsten Jahre zu entwerfen. Es geht dabei um die Beantwortung der Frage, welche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, um auch weiterhin ein zeitgemäßes Agieren und kooperatives Denken im Kulturbereich zu ermöglichen. Kurz gesagt, es geht um die Formulierung eines Leitbildes für die Kulturentwicklung, an dem alle kulturellen und kulturpolitischen Akteure gemeinsam arbeiten können und wollen.

  

Für weitere Fragen kann der externe Projektleiter der Kulturentwicklungsplanung, Dr. Patrick S. Föhl, jederzeit kontaktiert werden: foehl@netzwerk-kulturberatung.de

~ KuPoGe-(Kooperations-)Veranstaltungen ~

61. Kulturpolitisches Kolloquium der Ev. Akademie Loccum

 

Seit 1977 findet das traditionelle Loccumer Kulturpolitische Kolloquium in Kooperation mit der Kulturpolitischen Gesellschaft statt. In diesem Jahr hat es das Thema »Vom Wert der Kunst als Ware und öffentliches Gut«. Das Verhältnis von Kunst als Ware einerseits und als Kulturgut andererseits wird derzeit wieder einmal neu ausgehandelt. Das Kolloquium widmet sich vom 19. bis 21. Februar 2016 dieser Doppelnatur der Kunst und fragt gleichzeitig nach den Möglichkeiten der Kulturpolitik, sich aktiv an der Gestaltung der Gesellschaft zu beteiligen. Den Einführungsvortrag »Was ist Öffentlichkeit heute?« hält der Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) Claus Leggewie, auf dem Abschlusspodium ist u.a. Isabell Pfeiffer-Poensgen vom Vorstand der Kulturstiftung der Länder vertreten.

Ev. Akademie Villigst »Zwischen Leitkultur und Laissez-faire«

 

Nicht minder aktuell ist das Thema, dessen sich die Evangelische Akademie Villigst in Kooperation mit der Kulturpolitischen Gesellschaft annimmt. Diskutiert werden soll vom 4. bis 6. März der »Beitrag der Kulturpolitik angesichts weltweiter Migration«. Im Zentrum steht dabei die Frage, welche Rolle die Kulturpolitik bei der Entwicklung eines gedeihlichen Miteinanders von MigrantInnen/Flüchtlingen und Aufnahmegesellschaft spielt bzw. spielen könnte. Den thematischen Aufschlag macht KuPoGe-Vizepräsident Tobias J. Knoblich mit »Kulturpolitik ist Gesellschaftspolitik ist Demokratiepolitik«.

~ KuPoGe-Kontaktstellen Europa ~

Antragswerkstatt »Sind wir auf dem richtigen Weg?

Konzeptionelle Anforderungen des EU-Programms »Europa für Bürgerinnen und Bürger«

 

4. Februar 2016, 9.00 bis 16.30 Uhr, Haus der Kultur, Weberstraße 61 (Seminarraum im Hof), 53113 Bonn

 

Das Bürgerschaftsprogramm unterstützt europäische Kooperations-, Begegnungs- und Austauschprojek-te, die sich europäischen Fragestellungen widmen. Die Antragswerkstatt »Sind wir auf dem richtigen Weg?« richtet sich an Projektverantwortliche aus Organisationen, Kommunen und Einrichtungen, die einen Antrag zu den Fristen am 1. März oder 1. September 2016 bearbeiten. Schwerpunkt des Seminars sind zentrale Aspekte der Projektkonzeption, die in dem Antrag überzeugend dargestellt werden müs-sen. Neben individuellen Fragen besprechen wir im Hinblick auf das Formular die Kohärenz des Projekts sowie Methoden für Ergebnissicherung und Öffentlichkeitsarbeit.

 

Teilnahmebeitrag (inkl. Seminarunterlagen und Mahlzeiten): 55,00 Euro

 

Weitere Informationen: www.kontaktstelle-efbb.de/infos-service/veranstaltungen