Newsletter - Betrifft Kulturpolitik Nr. 107 – 08/02/2010

»Das Praktikum muss wieder zu dem werden, wofür es einmal vorgesehen war«

Schauspielerin Katharina Wackernagel unterstützt KuPoGe-Initiative für ein »Faires Praktikum«

Katharina WackernagelDie Initiative für ein »Faires Praktikum« der Kulturpolitischen Gesellschaft hat eine sehr positive Resonanz erfahren. Die Liste prominenter UnterzeichnerInnen – darunter allein 27 Bundestagsabgeordnete – ist lang. Unterstützung kommt jetzt auch von Schauspielerin Katharina Wackernagel, die durch Filme wie »Contergan«, »Das Wunder von Bern« und »Die Boxerin« bekannt geworden ist. Aktuell ist sie u.a. in dem Film »Résiste – Aufstand der Praktikanten« zu sehen, der die Situation der »Generation Praktikum« auf sarkastische Weise beschreibt. Als Grund für ihre Unterstützung gibt sie an: »Das Praktikum muss wieder zu dem werden, wofür es einmal vorgesehen war: Es soll jungen Menschen die Möglichkeit geben, einen Einblick in einen Berufszweig zu bekommen. Dies sollte in einem begrenzten Zeitraum von drei Monaten stattfinden und eine Bezahlung beinhalten, um den Lebensunterhalt zu gewährleisten. Damit wird verhindert, Praktikanten als billige Arbeitskräfte auszubeuten.«
Unterstützen auch Sie die Initiative für ein »Faires Praktikum«!

Mehr (Aufruf + Unterzeichner, Rückantwort sowie Grundsätze)

Nur noch wenige Plätze frei

In Loccum wird die »Lage der Kulturnation« diskutiert

Das diesjährige 55. Kulturpolitische Kolloquium der Ev. Akademie Loccum, das seit 1977 in Verbindung mit der Kulturpolitischen Gesellschaft stattfindet, ist erneut auf eine große Resonanz gestoßen. Nur noch 10–20 Plätze sind laut Auskunft der Akademie frei. Offenbar ist der kulturpolitische »Blick zurück nach vorn«, der von Bundestagsvizepräsident Dr. h.c. Wolfgang Thierse mit einem Grundsatzreferat eingeleitet wird, auf das Interesse vieler kulturpolitischer Akteure in Ost- und Westdeutschland gestoßen. Zwanzig Jahre, nachdem die Formel »Die kulturelle Substanz darf keinen Schaden nehmen« in den Einigungsvertrag aufgenommen wurde, gibt es offenbar allen Anlass, darüber zu diskutieren – und aufgrund der Finanzkrise sicherlich nicht nur in den ostdeutschen Bundesländern.
www.loccum.de/programm/p1005.html

Europäischer Kongress »Shortcut Europe 2010: Kulturelle Strategien und soziale Ausgrenzung«

Programm jetzt im Netz

Das Programm des Europäischen Kongresses »Shortcut Europe 2010« steht. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Der Kongress, der vom Fonds Soziokultur gemeinsam mit der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturpolitischen Gesellschaft veranstaltet wird, nimmt das diesjährige »Europäische Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung« zum Anlass, um über den Zusammenhang von Kulturpolitik und sozialer Ausgrenzung zu diskutieren. Gefragt wird nach den kulturellen Strategien, um mehr Teilhabe zu ermöglichen, aber auch danach, inwieweit Kultureinrichtungen nicht selbst ausgrenzend wirken. Wie bei den Kulturpolitischen Bundeskongressen gibt es auch bei Shortcut Europe 2010 eine Kongresswebsite und einen Newsletter, um schon im Vorfeld der Veranstaltung über das Thema informieren und die Diskussion eröffnen zu können.
www.shortcuteurope2010.eu

KuPoGe-Tagungskalender

Wer Tagungstermine zu kulturpolitisch relevanten Themen sucht, wird in erster Linie beim Tagungskalender fündig. Die Auswertung und Zusammenstellung ist Teil des Kulturpolitischen Informationssystems (kis), welches das Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft als Service betreibt. Weitere Elemente des kis sind die kulturpolitische Bibliographie und die Chronik zur Kulturpolitik.

Das Wort zur Kulturpolitik

»Unsere Kultur hat immer etwas mit Herz zu tun. Kultur ist für uns etwas, das die Menschen verbindet und nicht trennt. Alle Menschen – egal wo sie herkommen. Eine Kultur für alle von allen – das ist die Idee der Kulturhauptstadt.«

(Jürgen Rüttgers, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen in seinem Grußwort beim Festakt zur Eröffnung von RUHR.2010)

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