Newsletter - Betrifft Kulturpolitik Nr. 127 – 14/12/2011

Kulturbericht Niedersachsen 2010 erschienen

KuPoGe hat an der Erstellung mitgewirkt

Forschungsergebnisse präsentiert und diskutiert

Der erste »Kulturbericht Niedersachsen 2010« ist am 22. November der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Er gibt einen systematischen Überblick über die Landeskulturförderung im Jahr 2010, einschließlich eines Einblicks in die Fördergrundsätze und ist sowohl für die Kulturträger und Kulturschaffenden, für die Politik und für die Nutzer von Kultureinrichtungen ein wichtiges Kompendium. Einen vergleichbaren Einblick hat bislang lediglich Nordrhein-Westfalen seinen Kulturakteuren verschafft. Dort sind bisher drei Kulturberichte erschienen, an denen ebenfalls das Institut für Kulturpolitik der KuPoGe maßgeblich mitgewirkt hat. Der Kulturbericht Niedersachsen 2010 soll die Diskussionsgrundlage für die erste Phase einer neuen und beteiligungsorientierten Kulturpolitikkonzeption (KEK) des Landes Niedersachsen werden. Dazu hat sich Kulturministerin Prof. Johanna Wanka in den aktuellen Kulturpolitischen Mitteilungen geäußert. Ein zweijährliches Erscheinen des Kulturberichts soll ihm Vergleichbarkeit, Zuverlässigkeit und Kontinuität verleihen.

 

Paul Raabe ist Ehrenmitglied der KuPoGe

Der Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft hat Prof. Dr. h.c. mult. Paul Raabe die Ehrenmitgliedschaft der Kulturpolitischen Gesellschaft verliehen. Paul Raabe, der im nächsten Jahr 85 Jahre alt wird, war Gründungsmitglied der KuPoGe (Eintritt 1. Juli 1976) und gehört zu den Wegbereitern einer aufgeklärten Kulturpolitik und kulturellen Vermittlungsarbeit. Der über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannte Literaturwissenschaftler und Bibliothekar leitete von 1968 bis 1992 die renommierte Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel. Danach war er bis zum Jahr 2000 Direktor der Franckeschen Stiftung in Halle an der Saale. Kulturpolitisch hat sich der mit vielen Preisen und Ehrungen ausgezeichnete Paul Raabe unter anderem durch das von ihm zusammengestellte Blaubuch Kulturelle Leuchttürme in den neuen Bundesländern Verdienste erworben. In dem erstmals 2001 im Kontext der Förderpolitik des Bundes (siehe hierzu den Artikel von Sebastian Saad www.kupoge.de/kumi/pdf/kumi99/kumi99_24-30.pdf) herausgegebenen Blaubuch werden gesamtstaatlich bedeutsame Kultureinrichtungen in den neuen Bundesländern vorgestellt, wie Museen des nationalen Kulturerbes, sogenannte »Leuchttürme«, sowie Kulturelle Gedächtnisorte.

Mit der Ehrenmitgliedschaft würdigt die Kulturpolitische Gesellschaft die Verdienste ihrer langjährigen Mitglieder. Nach dem Publizisten und ehemaligen Nürnberger Kulturreferenten Hermann Glaser ist Paul Raabe das zweite Ehrenmitglied der KuPoGe.

 

Jahrbuch für Kulturpolitik 2011 zum Thema »Digitalisierung und Internet«

Pünktlich zum Fest erscheint der 11. Band des Jahrbuchs für Kulturpolitik. Darin wird die Digitalisierung mit Blick auf ihre Folgen für die Kultur, ihre Sparten und Formate und die kulturpolitischen Herausforderungen ausführlich befragt und diskutiert. Den Kern des Jahrbuches bilden die Beiträge des 6. Kulturpolitischen Bundeskongresses »netz.macht.kultur. – Kulturpolitik in der digitalen Gesellschaft«, den die Kulturpolitische Gesellschaft und die Bundeszentrale für politische Bildung am 9./10. Juni 2011 in Berlin mit Unterstützung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und des Medienboards Berlin-Brandenburg durchgeführt haben.

Weitere Infos sowie Bestellmöglichkeit: www.kupoge.de/publikationen/aktion_jahrbuch2011.htm

 

Gold Star für den CCP

Der Cultural Contact Point Germany (CCP) ist vom soziokulturellen Dachverband Trans Europe Halles (TEH) mit dem »Gold Star« für seine beispielhafte Unterstützungs- und Beratungsarbeit bei europäischen Kulturprojekten ausgezeichnet worden. Der CCP Deutschland wird seit 1998 gemeinsam mit dem Deutschen Kulturrat von der Kulturpolitischen Gesellschaft getragen.

 

Das Wort zur Kulturpolitik

»Die Annahme weiteren Wachstums ist notwendig für die Legitimation des hohen Ausstoßes an ausgebildeten Kulturvermittlern und -managern und einer weiteren Zunahme an entsprechenden Studiengängen. … Ein wesentlicher Teil der boomenden Kulturindustrie basiert auf Arbeitsbedingungen, die mit dem bisherigen Verständnis von würdevoller Arbeit kollidieren.«

(Hermann Voesgen in: Kulturpolitische Mitteilungen. Nr. 135, Heft IV/2011, Schwerpunkt: »Studium – Arbeitsmarkt – Kultur«)

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