|
Kulturpreis 2001 der
Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.
Der
Kulturpreis des Jahres 2001 wurde am 20. Oktober 2001 an die ehrenamtlichen
MitarbeiterInnen am Reiss-Museum Mannheim vergeben.
Freiwilligenarbeit hat auch in Deutschland
eine lange Tradition und große Bedeutung. Gegenwärtig sind über 20 Millionen
Menschen der über 14-jährigen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland ehrenamtlich
engagiert. Im Kulturbereich sind es über 3 Millionen Menschen. Mit ihrer
Preisvergabe will die Kulturpolitische Gesellschaft mit dazu beitragen, den
Blick der Öffentlichkeit auf diese Fakten zu lenken und dazu anregen, die
Möglichkeit der Mitarbeit von Freiwilligen in Kultureinrichtungen zu stärken.
»Freiwilligenarbeit«
– so die Vize-Präsidentin Margarethe Goldmann – »ist nicht nur aus finanziellen
Gründen eine nicht zu unterschätzende Ressource für die Kulturarbeit in der
Bürgergesellschaft. Umfang und Qualität der ehrenamtlichen Mitarbeit am
Reiss-Museum zeigen uns, wie es gelingen kann, das vorhandene Interesse an
Kunst und Kultur in aktive Mitverantwortung und Mitarbeit zu wandeln.« Im
Reiss-Museum helfen gegenwärtig zusätzlich zu den 65 festangestellten
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über 200 Ehrenamtliche in verschiedenen
Bereichen des Museums mit, um die Leistungen und den Service dieser
Kulturinstitution zu verbessern.
Die
Kulturpolitische Gesellschaft vergibt ihren Kulturpreis jährlich an eine
Einrichtung oder Initiative im Kulturbereich, der es auf beispielhafte Weise
gelingt, möglichst viele Menschen für kulturelle Projekte und Werke zu
begeistern und mit neuen Kulturformen vertraut zu machen. »Wir müssen die
Menschen ermutigen und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sie sich über
den Veranstaltungsbesuch hinaus konkret einsetzen für die Kulturarbeit vor Ort.
Mit der Vergabe unseres Kulturpreises 2001 an die ehrenamtlichen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Reiss-Museums wollen wir im
›Internationalen Jahr der Freiwilligen‹ der Vereinten Nationen ein Zeichen
setzen für diese wichtige Aufgabe der Kulturpolitik in der Bürgergesellschaft«,
erklärte dazu Stuttgarts Kulturbürgermeisterin Dr. Iris Magdowski, ebenfalls
Vize-Präsidentin der Kulturpolitischen Gesellschaft. |