Kontaktstelle »Europa für Bürgerinnen und Bürger« (Kontaktstelle EfBB)
Die Kulturpolitische Gesellschaft e.V. hat seit Herbst 2008 die Trägerschaft für die neu eingerichtete Kontaktstelle Deutschland »Europa für Bürgerinnen und Bürger«. Finanziert wird diese Informations- und Beratungsstelle für das EU-Förderprogramm »Europa für Bürgerinnen und Bürger« durch die Europäische Union aus dem Programm »Europa für Bürgerinnen und Bürger« sowie vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Kooperationspartner ist das Projekt BBE für Europa des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement.
Ziele des Programms »Europa für Bürgerinnen und Bürger«
Eines der Bilder in der Logoleiste der Kontaktstelle »Europa für Bürgerinnen und Bürger« zeigt die Altstadtbrücke, die die deutsche Stadt Görlitz mit ihrer polnischen Schwesterstadt Zgorzelec verbindet. Dieses Bild kann – gerade mit den vielen Menschen darauf – die bürgernahe Integration Europas, die das kleine EU-Programm »Europa für Bürgerinnen und Bürger« fördern will, veranschaulichen.
Dieses Förderprogramm ist ein wichtiges Instrument für die Bestrebungen der Mitgliedstaaten und der Institutionen der EU, die Bürgerinnen und Bürger über die EU zu informieren und an Entscheidungsprozessen zu beteiligen. Es ist stärker als andere EU-Programme inhaltlich-programmatisch definiert, weil es quer zu den Politikbereichen Bildung, Jugend, Kultur, Soziales, Sport, Sicherheit etc. die Partizipation und das Engagement der Bürgerinnen und Bürger für gesellschaftliche Fragen in Europa stärken soll.
Unterstützt werden Veranstaltungen und Publikationen, die geeignet sind
- die Bürgerinnen und Bürger der EU über Grenzen hinweg zusammen zu bringen, die von einander lernen und gemeinsam die Zukunft der EU mitgestalten wollen;
- zur Reflexion über die gemeinsamen Werte wie Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Wahrung der Menschenrechte sowie über die europäische Geschichte und Kultur in Europa anzuregen;
- bei den Bürgerinnen und Bürgern das Bewusstsein für die gemeinsame Verantwortung für die Zukunft der EU zu wecken;
- Toleranz und Verständnis für die unterschiedlichen Kulturen und Lebensstile der Menschen in Europa zu fördern.
Die Kontaktstelle EfBB informiert und berät Antragsteller
Hauptaufgaben sind Informationsarbeit über das Programm »Europa für Bürgerinnen und Bürger« und die geförderten Projekte in Deutschland sowie umfassende Beratung derjenigen, die einen Antrag bei der EU stellen möchten. Potenzielle Antragsteller und damit Adressaten sind Kommunen, Forschungsinstitute, Vereine, Verbände, Stiftungen, Gewerkschaften und andere zivilgesellschaftliche Organisationen.
Seit dem 1. Dezember 2008 steht die Kontaktstelle EfBB Interessierten und potenziellen Antragstellern mit Information und Beratung zur Verfügung: Seitdem ist die Internetseite www.kontaktstelle-efbb.de online, zahlreiche Newsletter und Sondermeldungen wurden verschickt, über 20 Vorträge gehalten und Kommunen wie Organisationen beraten. An die 50 Anträge sind zur Durchsicht und Kommentierung bei der Kontaktstelle EfBB eingegangen, bevor die Antragsteller sie in Brüssel eingereicht haben. Durch Kooperationen mit dem Projekt BBE für Europa, mit dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund und den Europe Direct-Infostellen sowie weiteren nationalen und regionalen Partnern kann die Kontaktstelle EfBB mit gemeinsamen Veranstaltungen und abgestimmter Öffentlichkeitsarbeit immer mehr potenzielle Antragsteller erreichen.

