Der Cultural Contact Point Germany (CCP)

CCP Die nationale Kontaktstelle für die Kulturförderung der Europäischen Gemeinschaft arbeitet seit 1998 im Bonner Haus der Kultur, seit 2004 in Verantwortung der Kulturpolitischen Gesellschaft. Der Cultural Contact Point Germany wird gefördert durch die Europäische Union aus dem Programm »KULTUR« sowie vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Der Deutsche Kulturrat ist in diesem Projekt Kooperationspartner der Kulturpolitischen Gesellschaft. Der CCP bietet einen umfassenden Service zum Thema EU-Kulturförderung, der von deutschen Kulturschaffenden sowie allen Ebenen der Verwaltung vielfach in Anspruch genommen wird. Der CCP ist die Schnittstelle zwischen der Generaldirektion Bildung und Kultur der Europäischen Kommission und den Kulturschaffenden und kann im Gegenzug deren Erfahrungen nach Brüssel melden. Ein Ergebnis davon sind z.B. Vereinfachungen im Antragsprozedere.

Das Programm KULTUR (2007–2013)

Das Kulturförderprogramm der EU ist in seiner derzeitigen Ausgestaltung breit gefächert. Gefördert werden:

Entsprechend vielgestaltig sind die Anfragen Ratsuchender, die sich an die Nationale Kontaktstellen, die Cultural Contact Points (CCP), wenden.

Der Service des CCP in Deutschland und Vertretung im Ausland

Wir informieren über das Internet und einen E-Mail-Newsletter, publizieren in der Fachpresse und geben Seminare und Trainingsworkshops, um Projektträger mit den erforderlichen Kriterien europäischer Kooperationsprojekte vertraut zu machen. Auch bieten wir konkrete Antragsberatung an, von der Projektplanung – und bei Eignung für das EU Programm – bis hin zur Sichtung und Kommentierung der ausgefüllten Antragsunterlagen. Gegebenenfalls verweisen wir auf alternative Förderquellen. Viele der bewilligten Projekte wurden zuvor vom CCP beraten. An der Auswahl beteiligt ist der CCP nicht. Um den geförderten Projekten größere Sichtbarkeit zu verleihen und die Erfordernisse des Programms besser zu veranschaulichen, erstel-len wir derzeit Kurzbeschreibungen aller geförderten Projekte mit deutscher Beteiligung und verlinken diese im Internet in einer Deutschlandkarte. So wird auch die geographische Verteilung sichtbar.

Gremien der verschiedenen administrativen Ebenen in Deutschland und der EU fragen häufig im CCP um Expertise nach, z.B. wenn Beschlüsse zu Neufassung oder Änderung des Programms anstehen. Der CCP wird von Anfang an von einem Fachbeirat unter dem Vorsitz der Vize-Präsidentin der Kulturpolitischen Gesellschaft, Dr. Iris Jana Magdowski, unterstützt, dem Vertreter des Staatsministers für Kultur und Medien und des Auswärtigen Amtes ebenso angehören wie die Ländervertreter aus den entsprechenden Brüsseler Ausschüssen, der Deutsche Städtetag und die Vertretung der Europäischen Kommission. Hier findet informell gegenseitige Information und, wo möglich, die Abstimmung von Vorgehensweisen statt. Eines der nächsten Themen ist die Ausgestaltung des künftigen EU-Kulturförderprogramms ab 2014.

Die CCPs der derzeit 34 am Programm teilnehmenden Länder arbeiten eng mit der Europäischen Kommission und in einem eigenen Netzwerk zusammen. 2007 fand unter Deutscher Ratspräsidentschaft in Berlin das halbjährliche CCP-Meeting im Zusammenhang mit dem 4. Kulturpolitischen Bundeskongress »kultur.macht.europa« statt, auf dem der CCP mit Unterstützung der KollegInnen aus über 30 Ländern zwei Foren gestaltete. Gegenläufig beteiligt sich der deutsche CCP häufig an europäischen Konferenzen im Aus-land oder veranstaltet gemeinsame Seminare in anderen Ländern, u.a. zur Unterstützung neuer CCPs. Außerdem nimmt der CCP für die Kulturpolitische Gesellschaft teil im europäischen Netzwerk Culture Action Europe.