Aktivitäten

Schwerpunkte der Verbandsarbeit

Das Spektrum der Verbandsaktivitäten ist sehr vielfältig. Dennoch lassen sich drei Schwerpunkte herausheben

  1. die Intensivierung der kulturpolitischen Diskussion
  2. die publizistische Vermittlung von Informationen und Meinungen
  3. und die Erarbeitung von wissenschaftlichen Expertisen, Bestandsaufnahmen und Forschungsaufträgen

Intensivierung der kulturpolitischen Diskussion

Die Fachtagungen, Expertengespräche, Hearings, Kolloquien etc. zu kulturpolitischen, kulturwissenschaftlichen und -praktischen Fragestellungen dienen der Weiterbildung, dem Erfahrungsaustausch und dem Meinungsstreit der Akteure. Sie vermitteln handlungsrelevante Informationen und sind ein Fokus für die kulturpolitische Fachöffentlichkeit in der Bundesrepublik. Von 1976-1997 hat die Kulturpolitische Gesellschaft nahezu 200 Tagungen (mit-)veranstaltet, an denen ca. 25.000 Akteure und MultiplikatorInnen teilgenommen haben.

Publizistische Vermittlung von Informationen und Meinungen

Schwerpunkt der publizistischen Tätigkeit ist die Herausgabe der Zeitschrift für Kulturpolitik (»Kulturpolitische Mitteilungen«). Sie ist das zentrale Informations- und Diskussionsorgan für kulturpolitische Fragen im engeren Sinne und in dieser Form einzigartig in der Bundesrepublik Deutschland. Die Zeitschrift erscheint vierteljährlich in einem Umfang von ca. 80 Seiten und einer Auflage von 3.000 Exemplaren und erreicht die wichtigsten Multiplikatoren im kulturpolitischen Bereich.

Weiterhin gibt die Kulturpolitische Gesellschaft drei Schriftenreihen heraus: die »Dokumentationen«, die »edition umbruch« und die »Materialien«. In den »Dokumentationen« werden in der Regel Referate und Diskussionsergebnisse der Fachtagungen verarbeitet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bislang sind auf diese Weise 64 Publikationen entstanden. Die »edition umbruch« wurde 1993 ins Leben gerufen, um das Spektrum der Veröffentlichungen zu erweitern. Dazu dient auch die Kooperation mit einem Verlag (Klartext Essen), der die thematisch stärker auf Einzelaspekte der Kulturpolitik focussierten Bände professionell vertreibt. Jüngstes Kind der Publikationsreihe sind die »Materialien«, die im wesentlichen die Ergebnisse der Projekt- und Forschungsarbeit der Kulturpolitischen Gesellschaft dokumentieren. Es gibt keine andere private oder öffentliche Einrichtung in der Bundesrepublik, die bezogen auf den Bereich der Kulturpolitik über ein so ausdifferenziertes kulturpolitisches Themenspektrum verfügt.

Erarbeitung von wissenschaftlichen Expertisen, Bestandsaufnahmen und Forschungsaufträgen

Ein immer stärkeres Gewicht erhält seit einigen Jahren der Projektbereich. Vor allem sind des Bestandsaufnahmen, Literaturzusammenstellungen, Recherchen, Umfragen, Konzeptentwicklungen und Qualifizierungsmaßnahmen, die die Kulturpolitische Gesellschaft im Auftrag öffentlicher Stellen durchführt. Aufgrund der wachsenden Bedeutung dieses Bereichs hat der Verband dazu ein »Institut für Kulturpolitik« gegründet, dessen Aufgabe die auftragsbezogene kulturpolitische Forschung und Politikberatung ist.

Eine Voraussetzung dafür ist die Sammlung, Sichtung und Archivierung von kulturpolitischer Fachliteratur, Konzepten und Programmen. Dafür ist vor einigen Jahren die »Dokumentationsstelle für Soziokultur und Kulturpolitik« eingerichtet worden, die besonders beim »Kulturaufbau Ost« in den neuen Bundesländern wertvolle Dienste geleistet hat. Sie wird derzeit als kontinuierlich arbeitende Informationsbörse für Praktiker, Politiker, Journalisten und Wissenschafter weiterentwickelt und soll als EDV-gestützte Informationsquelle mit Online-Zugriff auch der eigenen Qualifizierungs- und Informationsarbeit dienen.

Über die genannten Aktivitäten hinaus gibt es zahlreiche andere Aufgaben, die von der Kulturpolitischen Gesellschaft erfüllt werden und die Entwicklung der Kulturpolitik sowie ihrer Akteure qualifizieren, so z.B.:

»Für die zivile Bürgergesellschaft brauchen wir eine föderale und plurale Kulturpolitik, die mehr gesellschaftliche Partner einbezieht. Neben dem öffentlichen Sektor muß das privatwirtschaftliche und frei-gemeinnützige Engagement an Bedeutung gewinnen.« (Grundsatzprogramm 1998)

Der europäische Einigungsprozess mit seinen nationalen Auswirkungen auf Kulturpolitik und -arbeit in der Bundesrepublik hat schließlich auch zu einem verstärkten EU-Engagement der Kulturpolitischen Gesellschaft geführt. Zusammen mit dem Deutschen Kulturrat betreibt der Verband seit dem 1. Juni 1998 diesbezüglich ein eigenes Büro in Bonn, den Cultural Contact Point (CCP). Es hat die Aufgabe, die kulturpolitischen Entwicklungen und Förderkonzepte auf europäischer Ebene zu verfolgen und darüber die Kulturverbände in Deutschland auf dem Laufenden zu halten. Nach einem nahezu Vierteljahrhundert währenden kulturpolitischen Verbandsengagement vornehmlich auf nationaler, regionaler und kommunale Ebene erschließt sich somit ein neues Aufgabengebiet für die Kulturpolitische Gesellschaft, das sie in Zukunft noch stärker beschäftigen dürfte.

Öffentlichkeitsarbeit

Websites und Newsletter

Die verschiedenen Newsletter und Websites der Kulturpolitischen Gesellschaft spielen in der Öffentlich-keitsarbeit des Verbands eine immer größere Rolle. Neben der allgemeinen Verbandshomepage www.kupoge.de werden mittlerweile sechs weitere projektbezogene Internetseiten betreut. Die Betreuung der Websites ist sehr arbeitsintensiv. Sie sind jedoch als Informationsmedien sehr wertvoll. Zukünftig soll ihre Qualität deshalb noch verbessert werden. Die nächsten Ziele sind: die Verbandshomepage noch mit-gliederfreundlicher und informativer zu gestalten und durch die Verbesserung der Verweisstruktur dafür zu sorgen, dass die Websites sich gegenseitig unterstützen. Ferner sollen alle Internetseiten noch deutlicher als KuPoGe-Websites erkennbar sein.

Die Informationsarbeit über die Websites wird unterstützt durch E-Mail-Newsletter, die in unterschiedlichen Rhythmen erscheinen und verschiedene Zielgruppen haben. Allein der Verteiler des Kongressnewslet-ters umfasst mittlerweile ca. 7.000 Adressen. Alle Newsletter zusammen erreichen ca. 12.000 bis 15.000 Adressaten. Auf diese Weise können schneller und gezielter viel mehr Menschen erreicht werden, als dies auf dem Postweg früher jemals möglich war. Der Verbandsnewsletter soll in Zukunft noch regelmäßiger erscheinen und über die Aktivitäten der Kulturpolitischen Gesellschaft berichten. Ferner ist geplant, die Mitglieder auf diesem Weg gezielter zu informieren, um einen weiteren exklusive Service anbieten zu können.

Websites und Newsletter

Kulturpolitische Gesellschaft und IfK - www.kupoge.de
Newsletter: betrifft: Kulturpolitik

Kulturpolitischer Bundeskongress 2009 - www.kultur-macht-geschichte.de
Newsletter: betrifft: Kulturpolitik/Geschichte

Cultural Contact Point - www.ccp-deutschland.de
Newsletter: Cultural Contact Point

Kontaktstelle »Europa für Bürgerinnen und Bürger« - www.kontaktstelle-efbb.de
Newsletter: Kontaktstelle »Europa für Bürgerinnen und Bürger«

Portal »Europa fördert Kultur« - www.europa-foerdert-kultur.info

Projekt »Studium/Arbeitsmarkt Kultur« www.kupoge.de/ifk/studium-arbeitsmarkt-kultur

Shortcut Europe 2010 - www.shortcut-europe.org
Newsletter: Shortcut Europe 2010, ab November 2009

pfeil_ob.gif

Weitere Aktivitäten

»Ich bin Mitglied, weil …«

Seit Mitte 2006 werden auf der Website der Kulturpolitischen Gesellschaft (www.kupoge.de) einzelne Mit-glieder auf der Startseite mit einem Foto und einer Kurzbiographie vorgestellt. Im Zentrum steht dabei ein kurzes Statement des jeweiligen Mitglieds, in dem ein Grund für die Mitgliedschaft genannt wird. Sinn dieser Maßnahme ist es, den Besuchern der Website zu zeigen, dass die Kulturpolitische Gesellschaft keine anonyme Organisation ist, sondern eine Mitgliedervereinigung. Es soll deutlich werden, dass der Verband viele individuelle Mitglieder und Gesichter hat und dass die Mitglieder gute Gründe für ihre Mitgliedschaft haben. Bislang haben sich 191 Mitglieder an dieser Initiative beteiligt, die im wöchentlichen Rhythmus jeweils ein neues Mitglied präsentiert.

Initiative »Faires Praktikum«

Der Kulturbetrieb in Deutschland braucht gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiterinnen und Mit-arbeiter. Das Ausbildungssystem trägt dieser Notwendigkeit Rechnung, indem einschlägige Hochschulen und seit bald zwanzig Jahren auch entsprechende Kulturmanagement-Studiengänge junge Menschen aus-bilden und ihnen die benötigten Qualifikationen und Kenntnisse vermitteln. Um möglichst frühzeitig auf die Anforderungen der Praxis vorbereitet zu werden, müssen die Studierenden vor und während des Studiums qualifizierte Praktika in Kultureinrichtungen absolvieren.

Leider lässt sich in den letzten Jahren zunehmend beobachten, dass auf Grund von Geldmangel und finanziellen Engpässen in sehr vielen Kultureinrichtungen Praktika zwar einerseits willkommen sind, andererseits aber zu schlecht bzw. gar nicht bezahlten Arbeitsleistungen degradiert werden. Dies dient langfristig gesehen weder den Auszubildenden noch den Kultureinrichtungen. Deshalb hat der Vorstand im Januar 2009 beschlossen, sich öffentlich für faire Praktika im Kulturbereich einzusetzen.

Das Ziel der Initiative besteht darin, die Situation der PraktikantInnen zu verbessern und dafür zu sorgen, dass im Kulturbereich Praktika zu fairen Bedingungen angeboten werden. Die Initiative ist aber auch eine Möglichkeit, den vielen studentischen und jungen Mitgliedern der KuPoGe eine positive Botschaft zu vermitteln. Ferner soll auf diesem Wege der Kontakt zu den Hochschulen und Ausbildungsstätten weiter ver-bessert werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, werden noch im Jahr 2009 potenzielle Praktikumsgeber im Kulturbereich auf-gerufen, die Initiative zu unterstützen und Praktikumsstellen zu fairen Bedingungen anzubieten. Ferner werden die einschlägigen Hochschulen und Ausbildungsstätten im Kulturbereich aufgefordert, nur solche Praktikumsstellen zu vermitteln, die faire Bedingungen garantieren. Grundlage dafür ist ein Papier, in dem Standards für »faire« Praktika definiert sind.

pfeil_ob.gif