Nachrichten aus der Kulturpolitischen Gesellschaft und dem Institut für Kulturpolitik

Kulturpolitische Mitteilungen Nr. 155 zur »Kulturpolitikforschung« erschienen

Anlässlich des 20. Geburtstages ihres Bonner Instituts für Kulturpolitik hat die Kulturpolitische Gesellschaft ein KuMi-Themenheft zur »Kulturpolitikforschung« herausgebracht. Es versammelt im Schwerpunkt Beiträge, die das weite Feld der anwendungsbezogenen Kulturpolitikforschung skizzieren und vor diesem Hintergrund einen steigenden Bedarf an wissenschaftlich aufbereitetem Wissen konstatieren. AutorInnen sind u.a. Kurt Eichler, Patrick Föhl, Max Fuchs, Tobias J. Knoblich, Birgit Mandel, Dörte Nitt-Drießelmann, Oliver Scheytt, Norbert Sievers, Wolfgang Schneider und Andreas J. Wiesand.

Darüber hinaus finden sich im neuen Heft ein Interview mit der kulturpolitischen Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion in Hamburg, Isabella Vértes-Schütter, ein Bericht zum »Solidarpakt Kultur« in Bremen von Carmen Emigholz, eine Erläuterung zu den Theatervertragsverhandlungen in Thüringen von Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff und ein Artikel von Hans-Jürgen Blinn zu TTiP, CETA und TiSA.

Weitere Informationen

 

KuPoGe-Tagungen

Allein im Frühjahr 2017 finden acht kulturpolitische Fachtagungen und Veranstaltungen mit KuPoGe-Beteiligung statt, so etwa das traditionelle Kulturpolitische Kolloquium der Ev. Akademie Loccum, das sich dieses Mal dem Thema »Kulturimmobilien – Kathedralen des 21. Jahrhunderts« widmet. Informationen dazu finden Sie hier.

 

20 Jahre Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft

Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters würdigt die Arbeit des IfK

Am Montag, dem 24. Oktober, hat das Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft sein 20-jähriges Jubiläum gefeiert. Bestandteil des Jubiläums war u.a. ein Treffen von Staatsministerin Prof. Monika Grütters und Kulturabteilungsleiter Günter Winands mit Mitgliedern des KuPoGe-Vorstands. Bei dieser Gelegenheit würdigte die Staatsministerin die Arbeit des Instituts und dessen Ansatz der angewandten Kulturpolitikforschung, die schon früh vom Bund mit »dem Prädikat ›förderungswürdig‹ versehen« worden sei. Grütters wörtlich: »Mit seinen zahlreichen Forschungs- und Publikationsaktivitäten trägt es zur Aufbereitung und Vermittlung kulturpolitischen Wissens bei und sorgt damit für ein umfassendes und differenziertes Bild von Status quo und vom ›state of the art‹ der Kulturpolitik.« Das Institut für Kulturpolitik agiere darüber hinaus zunehmend auch als »kulturpolitischer Impuls- und Ideengeber«. So sei der Kulturpolitische Bundeskongress »einer der wichtigsten kulturpolitischen Veranstaltungen in Deutschland«, der es ein ums andere Mal gelinge, »Themen zu setzen und kulturpolitische Diskurse anzustoßen.«

Treffen von Vorstandsmitgliedern der Kulturpolitischen Gesellschaft mit der Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters in Bonn.

Grußwort von Staatsministerin Prof. Monika Grütters

 

Intensivierung der Kulturpolitikforschung

Neue KuPoGe-Initiative

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums ihres Instituts für Kulturpolitik am 24. Oktober 2016 im Haus der Geschichte in Bonn trafen sich KulturpolitikforscherInnen auf Einladung der Kulturpolitischen Gesellschaft, um über eine Initiative zur Intensivierung der Kulturpolitikforschung in Deutschland zu diskutieren und zu beraten. Das Jubiläum sollte nicht nur Anlass für einen Rückblick geben, sondern auch für eine in die Zukunft gerichtete Aktion. In seiner Rede erklärte dazu Institutsleiter Dr. Norbert Sievers: »Es gibt gegenwärtig gute Voraussetzungen für eine Initiative zur Intensivierung der Kulturpolitikforschung. Uns schwebt jedoch kein Alleingang vor, sondern eine konzertierte Strategie in einem Verbund der Forschungsakteure, in dem über Forschungsbedarfe, -methoden und -ergebnisse diskutiert werden könnte, eine Gesprächs- und Verabredungsplattform mit dem Ziel, die angewandte Kulturpolitikforschung in Deutschland zu profilieren.« Ziel der Initiative sei darüber hinaus aber auch, sich um die Verbesserung der Forschungsbedingungen zu bemühen. Dafür wolle die Kulturpolitische Gesellschaft einen Rahmen schaffen. Ein erster Schritt dazu soll im nächsten Heft der Kulturpolitischen Mitteilungen (Nr. 155) erfolgen.

  

Transformatorische Kulturpolitik

Jahrbuch Kulturpolitik 2015/2016 erschienen

Soeben ist das inzwischen 15. Jahrbuch für Kulturpolitik des Instituts für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft erschienen. Auf über 500 Seiten werden die Beiträge des 8. Kulturpolitischen Bundeskongresses 2015 »Kultur.Macht.Einheit. Kulturpolitik als Transformationspolitik« dokumentiert. Ausgangsthese ist, dass die Verwirklichung der deutschen Einheit auch die Kulturpolitik verändert hat – sowohl konzeptionell wie instrumentell. Dieser Transformationsprozess wäre jedoch zu kurz gedacht, wenn man ihn nur auf die unmittelbaren Folgen der deutschen Einheit beziehen würde. Deshalb beleuchten die über 50 Aufsätze auch darüber hinausgehende Fragen einer transformatorischen Kulturpolitik, die den gegenwärtigen Veränderungen in der Gesellschaft Rechnung trägt.

Ferner enthält das Jahrbuch – wie üblich – Beiträge zur Kulturforschung und eine Chronik kulturpolitischer und kultureller Ereignisse, eine Auswahlbibliografie »Kulturpolitik im Transformationsprozess« sowie die obligatorische »Bibliografie kulturpolitischer Neuerscheinungen«.

Herausgegeben haben das Jahrbuch Norbert Sievers, Patrick S. Föhl, Tobias J. Knoblich für das Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.: Es ist erstmalig im Bielefelder Verlag transcript erschienen und im Buchhandel sowie über die Kulturpolitische Gesellschaft erhältlich. Die Open-Access Version des Jahrbuches finden Sie unter: www.transcript-verlag.de/978-3-8376-3512-6/jahrbuch-fuer-kulturpolitik-2015/16

Bestellen: www.kupoge.de/publikationen/aktion_jahrbuch2015-16.htm

  

Save the Date!

9. Kulturpolitischer Bundeskongress am 15./16. Juni 2017 in Berlin

Am 15./16. Juni 2017 findet der 9. Kulturpolitische Bundeskongress der Kulturpolitischen Gesellschaft und der Bundeszentrale für politische Bildung in Berlin statt. Neben dem Deutschen Städtetag sind dieses Mal auch das Goethe Institut und das Institut für Auslandskulturarbeit (ifa) als Kooperationspartner dabei. Der Grund dafür ist naheliegend: Es geht beim nächsten Kongress um die Verschränkung von Innen- und Außenkulturpolitik auf kommunaler, Landes- und Bundesebene bzw. um die Beobachtung, dass »Innen« und »Außen« heute nicht mehr so klar unterschieden werden können, wie das (auch in der Kulturpolitik) früher eher möglich gewesen ist. Es werden Fragen nach der Bedeutung dieser Entgrenzung gestellt. Mehr wird zum Kongress ab Ende des Jahres zu erfahren sein.

   

Im Zentrum der Kulturpolitik: »Kulturimmobilien«

Neue Publikation – Neue Debatte

Kulturimmobilien wie Museen, Opern, Theater, Konzerthäuser, Kulturzentren, Bibliotheken und Volkshochschulen prägen als Bauwerke das Bild unserer Städte. Sie sind nicht nur Motoren der Stadtentwicklung sowie des Kulturtourismus und bergen ein Investitionsvolumen in Milliardenhöhe, sondern stehen auch im Zentrum der Kulturpolitik. Die Kulturpolitische Gesellschaft will sie deshalb neu zum Thema machen.

Den Auftakt dafür bildet die Publikation »Die Kulturimmobilie. Planen – Bauen – Betreiben«, die vom Präsidenten der Kulturpolitischen Gesellschaft Oliver Scheytt, Simone Raskob (Bau- und Umweltdezernentin der Stadt Essen) und Gabriele Willems (Geschäftsführerin Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) des Landes Nordrhein-Westfalen) herausgegeben wird. Darin wird diese Thematik erstmals umfassend behandelt. Im Frühjahr 2017 (17. bis 19. Februar 2017) wird sich dann das 62. Kulturpolitische Kolloquium der Ev. Akademie Loccum und der Kulturpolitischen Gesellschaft dieses Themas aus kulturpolitischer Perspektive annehmen.

Als Begründung dazu erklärt KuPoGe-Präsident Oliver Scheytt: »Deutschland rühmt sich seiner weltweit unvergleichlichen kulturellen Infrastruktur. Dies ist Chance und Bürde zugleich. Eine Chance liegt in den kulturellen Einrichtungen, wenn diese Orte der Kunstproduktion und -vermittlung die Vielfalt der Künste und Kulturen repräsentieren und weiterentwickeln. Eine Bürde sind sie, weil sie gut geplant, auskömmlich finanziert und zeitgemäß transformiert werden müssen, um ihr Potential auch in Zukunft entfalten zu können. In diesem Spannungsfeld zwischen Bürde und Chance von Kulturimmobilien liegen landauf, landab die Herausforderungen in einer sich rasant verändernden Gesellschaft. Aus diesem Grunde gehört das Thema Infrastruktur ganz oben auf die Diskursagenda der Kulturpolitik.«

Die Publikation »Die Kulturimmobilie. Planen – Bauen – Betreiben« erscheint als Band 32 in der Reihe »Edition Umbruch« der Kulturpolitischen Gesellschaft; sie wird erstmals vom transcript Verlag in Bielefeld verlegt.

Presseerklärung als PDF sowie Bestellung