Nachrichten aus der Kulturpolitischen Gesellschaft und dem Institut für Kulturpolitik

Denkfest der Metropolregion Rhein-Neckar

27. September 2014, Bensheim

Das Denkfest ist eine jährlich stattfindende gemeinsame Veranstaltung des Kulturbüros Rhein-Neckar und der 15 Top Festivals im Auftrag der Arbeitsgruppe Kulturvision 2015. Es vernetzt die regionale Kulturszene und gibt Impulse für neue Kooperationen. In jährlich wechselnden Themenschwerpunkten werden Beispiele gelungener regionaler, nationaler und internationaler Kooperation zwischen Institutionen, Verbänden, Wirtschaft, Politik und Künstlern in Vorträgen, Diskussionen und Workshops vorgestellt. Die Teilnehmer erfahren, wie gesellschaftliche Herausforderungen mit kulturellen Projekten begegnet werden kann, und entwickeln gemeinsam Visionen für eine Kulturarbeit der Zukunft. In diesem Jahr geht es darum, eine gemeinsame Kulturvision Rhein-Neckar für die Region zu entwickeln. Auch viele Vertreter der Kulturpolitischen Gesellschaft werden an der Veranstaltung teilnehmen und sich aktiv in den Prozess einbringen.

Weitere Informationen

  

Jahrbücher für Kulturpolitik

Seit dem Jahr 2001 gibt das Institut für Kulturpolitik die Jahrbücher für Kulturpolitik heraus. Im Frühjahr 2014 ist das letzte zum Thema »Kulturpolitik und Planung« erschienen, das auf großes Interesse gestoßen ist. Gegenwärtig wird an dem Jahrbuch 2014 zum Thema »Neue Kulturförderung« gearbeitet. Die Jahrbücher behandeln jeweils aktuelle Fragestellungen der Kulturpolitik und bieten die Gelegenheit, sich damit ausführlich auseinanderzusetzen. Darüber hinaus enthalten sie umfangreiche bibliografische Nachweise sowie eine Chronik kulturpolitischer Ereignisse. Inzwischen liegt eine Reihe von Jahrbüchern vor, die die wichtigsten kulturpolitischen Themen der letzten 15 Jahre behandeln. Die Kurzbeschreibungen der letzten sechs Jahrbücher finden Sie hier.

  

  

Kultur besser fördern. 25 Jahre Projektförderung Fonds Soziokultur e.V.

18. und 19. September 2014, Hannover

Der Fonds Soziokultur hat sein 25-jähriges Bestehen zum Anlass genommen, um Bilanz zu ziehen und eine Dokumentation der bisherigen Förderpraxis erarbeitet. Ferner lädt er zu einer Fachtagung mit dem Titel »Kultur besser fördern« in das Kulturzentrum Pavillon in Hannover ein, um über die Bedingungen und Erfolgsaussichten projektbezogener Kulturförderung zu debattieren. Mit dabei sind die Ministerin für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen, Dr. Gabriele Heinen-Kljajic, sowie die künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes, Hortensia Völckers, die zusammen mit dem Vorsitzenden des Fonds Soziokultur, Kurt Eichler, zu Beginn der Tagung ein Gespräch zum Thema »Impulse geben – Netzwerke stärken – Transformationen ermöglichen« führen werden. Den Hauptvortrag wird der Geschäftsführer des Fonds Soziokultur, Dr. Norbert Sievers, zum Thema »Neue Ansätze und Formate der Kulturarbeit« halten.

Pünktlich zur Tagung wird die Dokumentation zur Förderpraxis des Fonds erscheinen, die alle Tagungsteilnehmer kostenlos erhalten. Die Kulturpolitische Gesellschaft ist Kooperationspartner und Organisatorin der Tagung. (Die Tagung ist ausgebucht)

Programm

  

Die geplante transatlantische Freihandels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) – ein trojanisches Pferd?

26. September 2014, Dortmund

Seit etwa einem Jahr verhandeln die EU und die USA hinter verschlossenen Türen über ein transatlantisches Handels- und Investitionsabkommen (TTIP). Mitte Juli dieses Jahres hat sich dazu eine Bürgerinitiative auf europäischer Ebene gegründet. Das geplante Abkommen hat starke ökonomische, kultur– und demokratiepolitische Dimensionen. Das Freihandelsabkommen würde für alle staatlichen Ebenen in der Europäischen Union (Mitgliedsstaaten, in Deutschland auch Bundesländer und Kommunen) verbindliche Regelungen schaffen. Im Dortmunder U werden Fachleute für Handel, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, Umwelt, Fragen des Verbraucherschutzes und der Kulturentwicklung in Deutschland die möglichen Auswirkungen von TTIP analysieren und mit dem Publikum diskutieren. Die Kulturpolitische Gesellschaft ist Kooperationspartner der Veranstaltung und der Geschäftsführer Marc Grandmontagne wird zum Thema »Kultur – Handelsware oder öffentliches Gut?« einen Vortrag halten.

Weitere Informationen

  

Heimaten bewegen. Bundesfachkongress Interkultur 2014

Mannheim, 6. bis 8. Oktober 2014

Weltweite Migration und Transkulturalität beherrschen zunehmend den Alltag und den gesellschaftlichen Diskurs. Menschen auf der Flucht werden ebenso wie Menschen auf der Suche nach neuen Lebensperspektiven mit Grenzen, Abschottung und Rassismus konfrontiert, aber auch mit einer Freizügigkeit, die vorrangig wirtschaftlichen Interessen folgt. Bislang scheinbar eigenständige Kulturen wachsen zusammen und definieren sich neu. Egal, ob neu zugewandert oder alt eingesessen, ob mit oder ohne Migrationsbiografie – Menschen lassen sich nicht länger auf eine einzige kulturelle Identität reduzieren. Sie sind immer weniger nur in einer Heimat zuhause. Statt Eindimensionalität erfordert Heimat künftig den Plural.

  

Der 5. Bundesfachkongress Interkultur stellt sich unter dem Motto HEIMATEN BEWEGEN der Aufgabe, das weite Feld von »Heimaten« auszumessen und in einem Konzept der Vielfalt zu verorten. Veranstalter sind die Stadt Mannheim, der Initiativkreis Bundesweiter Ratschlag Kulturelle Vielfalt und das Forum der Kulturen Stuttgart e.V. Die Kulturpolitische Gesellschafft gehört wie in den Jahren zuvor zu den Kooperationspartnern.

  

Weitere Infos