Nachrichten aus der Kulturpolitischen Gesellschaft und dem Institut für Kulturpolitik
»Kulturinfarkt«
Neue Einträge – neue Kommentare
Die Diskussion um die umstrittene Publikation »Der Kulturinfarkt« geht weiter – neu im KuPoGe-Blog: Klaus Hebborn, Beigeordneter des Deutschen Städtetages, Peter Vermeulen, Beigeordneter der Stadt Mülheim an der Ruhr, Peter M. Lynen, Professor für Kulturmanagement, Stephan Opitz, einer der Infarkt-Autoren, Rolf Peter Carl, Kulturabteilungsleiter a.D., Hermann Glaser, Publizist, Patrick S. Föhl, Patrick Glogner-Pilz und Yvonne Pröbstle, Kulturberater und Kulturwissenschaftler (Potsdam/Ludwigsburg) sowie ein Kommentar von Christop Deeg, Trainer und Berater für Social-Media- und Kulturmanagement, samt Link zu seinem eigenen Beitrag, haben Beiträge zum Thema verfasst. Bitte kommentieren Sie!
Eine Übersicht verschiedener Pressestimmen (Stand 9. Mai 2012) finden Sie hier.
Keine Diskussion ohne Argumente
Die KuPoGe beschäftigt sich kontinuierlich mit Trends und Tendenzen in der Kulturpolitik. Im Folgenden stellen wir aus Anlass der Debatte um den »Kulturinfarkt« unregelmäßig Beiträge aus unseren Publikationen online zur Verfügung. Ein Blick zurück nach vorn.
- Zeit für Freizeit und kulturelle Aktivitäten. Ergebnisse aus Zeitbudgeterhebungen
Manfred Ehling
(in: Jahrbuch für Kulturpolitik 2005, Thema: Kulturpublikum) - Kultur für wenige. Bricht der Kultur die Sozialstruktur weg?
Norbert Sievers
(in: 56. Loccumer Kulturpolitisches Kolloquium – 08/11: Die Zukunft der kulturellen Infrastruktur) - Wachstumsgrenzen des Erlebnismarktes – Folgen für die Kulturpolitik.
Horst W. Opaschowski
(in: Edition Umbruch 21, »publikum.macht.kultur. Kulturpolitik zwischen Angebots- und Nachfrageorientierung«) - Kulturelle Infrastruktur in schrumpfenden Städten und Regionen
Tobias J. Knoblich
(in: 56. Loccumer Kulturpolitisches Kolloquium – 08/11: Die Zukunft der kulturellen Infrastruktur) - Die Entwicklung der kulturellen Infrastruktur und ihrer Finanzierung
Bernd Wagner
(in: 56. Loccumer Kulturpolitisches Kolloquium – 08/11: Die Zukunft der kulturellen Infrastruktur)
Kulturpolitik nicht infarktgefährdet
Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft plädiert für sachliche Debatte
Anlässlich seiner Sitzung am Freitag, dem 4. Mai, hat der Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft über das Buch »Der Kulturinfarkt. Von allem zu viel und überall das Gleiche« mit Armin Klein als einem der Verfasser und KuPoGe-Vorstandsmitglied diskutiert und sich darauf verständigt, die aufgeworfenen Fragen befreit von Polemik und überzogenen Zuspitzungen zu diskutieren. Präsident Oliver Scheytt erklärte dazu, was die Kulturpolitische Gesellschaft vorhat.
Gerechte Bezahlung für alle Beschäftigten im Kulturbereich!
Freie Träger dürfen als Zuwendungsempfänger nicht benachteiligt werden
Die Kulturpolitische Gesellschaft befürchtet, dass die Tarifsteigerungen im Öffentlichen Dienst zu Lasten frei-gemeinnütziger Träger gehen und fordert Bund, Länder und Kommunen auf, bei ihren Zuwendungen auch die Mehraufwendungen für eine tarifliche Bezahlung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in nicht-staatlichen Kultureinrichtungen zu berücksichtigen. KuPoGe-Präsident Oliver Scheytt hat dazu anlässlich der Vorstandssitzung am 4. Mai 2012 in Bonn eine Erklärung abgegeben.
Kulturpreis für das Kölner KulturForum TürkeiDeutschland e.V.
Der Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft hat auf seiner Sitzung am 25. November 2011 in Berlin einstimmig als Preisträger für ihren diesjährigen Kulturpreis das Kölner KulturForum TürkeiDeutschland e.V. (www.das-kulturforum.de) ausgewählt. Er zeichnet damit die beispielhafte Arbeit einer Einrichtung aus, die sich seit nahezu 20 Jahren unter dem Ehrenvorsitz von Günter Grass und Yasar Kemal um die interkulturelle Verständigung zwischen Deutschen und Türken in Deutschland verdient gemacht hat. Engagement, hochwertige Projekte und ein Dialog auf Augenhöhe waren dabei die Garanten des Erfolgs und der nachhaltigen Wirkung.
Neues Grundsatzprogramm – Vorschläge aus der Mitgliedschaft erbeten
Der Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft hat beschlossen, das zurzeit geltende Grundsatzprogramm aus dem Jahr 1997 zu aktualisieren. Er reagiert damit auf gesellschaftliche Veränderungen (z.B. demografische Entwicklung, Digitalisierung), aber auch auf die Situation der Kulturpolitik (z.B. Finanzkrise) und die kulturpolitische Diskussion im neuen Jahrhundert (Ergebnisse der Enquete-Kommission »Kultur in Deutschland«, Verhältnis Angebot-Nachfrage etc.). Ferner versteht sich die Programmdebatte auch als Antwort auf die Mitgliederstruktur der KuPoGe, die immer mehr geprägt ist durch neue und jüngere Mitglieder, für die der programmatische Gründungskontext der 1970er Jahre nicht mehr so relevant sein dürfte wie für die Gründergeneration. Auch die Themen der 1990er Jahre, auf die die erste Programmrevision Bezug genommen hat, sind inzwischen ein wenig verblasst oder sogar in ihrer Bedeutung gewichtiger geworden.
Deshalb macht es Sinn, über die programmatischen Grundsätze neu nachzudenken. Dies soll jedoch nicht nur im Vorstand geschehen, sondern unter aktiver Beteiligung der Mitglieder. Anders als bei der Programmdiskussion vor 15 Jahren sollen sie jedoch nicht nur gefragt werden, wenn der Programmentwurf schon ausgearbeitet vorliegt, sondern schon vorher. Dazu wollen wir die neuen Medien nutzen. Konkret wollen wir den zum diesjährigen Kongress »netz.macht.kultur« eingerichteten KuPoGe-Blog (http://kupoge.wordpress.com/) dafür öffnen und unseren Mitgliedern anbieten, sich darin in der neu angelegten Kategorie »Programmdebatte« zu äußern.
Bitte schicken Sie uns Ihre Meinungen und Anregungen bis zum 28. Oktober 2011 an die Mail-Adresse kroeger@kupoge.de. Orientieren Sie sich dabei bitte an folgenden Fragen:
- Welche Themen/Positionen im alten Programm sind Ihrer Meinung nach nicht mehr aktuell.
- Welche Themen/Positionen im alten Programm sollten vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Veränderungen und des aktuellen kulturpolitischen Diskussionsstands neu akzentuiert werden?
- Welche Themen/Positionen fehlen Ihrer Meinung nach im alten Programm und sollten neu aufgenommen werden?
Sobald wir Ihre Meinungsäußerung haben, werden wir sie nach Prüfung in unseren Blog einsetzen, um auf diese Weise eine Diskussion in der Mitgliedschaft über ein neues Programm anzuregen. Der Vorstand wird sich dann auf seiner Sitzung am 25. November 2011 mit den Änderungsvorschlägen auseinandersetzen und auf dieser Basis einen neuen Programmentwurf erstellen und den Mitgliedern im Rahmen einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung im Frühjahr 2012 zur Abstimmung vorlegen.
Datenbank für Studienangebote der Kulturvermittlung und Interkultur
Nach dem Update der Datenbank können sich Interessierte nun über mehr als 300 Studienangebote der Kultur an Hochschulen in Deutschland informieren. Bei der in den letzten Wochen erfolgten Aktualisierung der Datenbank wurden auch die Studienangebote aufgenommen, die seit den beiden letzten Semestern neu offeriert werden bzw. die im kommenden Wintersemester an den Hochschulen geplant sind. Anhand vielfältiger Suchfunktionen können für die einzelnen Studienangebote neben den strukturellen Angaben (u.a. Abschluss, Voraussetzungen, Semester- und Studienbeiträge, Kontaktdaten) auch detaillierte Informationen zu Zielen, Inhalten, vermittelten Kompetenzen sowie zur Arbeitsmarktorientierung der Studienangebote kostenlos recherchiert werden. Die Datenbank wurde vom Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft im Rahmen des vom BMBF geförderten Projektes »Studium-Arbeitsmarkt-Kultur« erarbeitet. www.studium-kultur.de/datenbank.html




