Nachrichten aus der Kulturpolitischen Gesellschaft und dem Institut für Kulturpolitik

Kultur besser fördern.

25 Jahre Projektförderung Fonds Soziokultur e.V.

Hannover, 18./19. September 2014

Der Fonds Soziokultur hat sein 25-jähriges Bestehen zum Anlass genommen, um Bilanz zu ziehen und eine Dokumentation der bisherigen Förderpraxis erarbeitet. Ferner lädt er zu einer Fachtagung mit dem Titel »Kultur besser fördern« in das Kulturzentrum Pavillon in Hannover ein, um über die Bedingungen und Erfolgsaussichten projektbezogener Kulturförderung zu debattieren. Mit dabei sind die Ministerin für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen, Dr. Gabriele Heinen-Kljajic, sowie die künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes, Hortensia Völckers, die zusammen mit dem Vorsitzenden des Fonds Soziokultur, Kurt Eichler, zu Beginn der Tagung ein Gespräch zum Thema »Impulse geben – Netzwerke stärken – Transformationen ermöglichen« führen werden. Pünktlich zur Tagung soll auch die Dokumentation zur Förderpraxis des Fonds erscheinen. Die Kulturpolitischen Gesellschaft ist Kooperationspartner der Tagung.

  

Programm sowie Anmeldung

  

Kulturwerte. Zur kulturellen Seite der Kreativwirtschaft

Tutzing, 12. bis 14. September 2014

Seit gut zwanzig Jahren wird in Deutschland über Kultur- und Kreativwirtschaft diskutiert. Sie gilt als eine der stärksten Wirtschaftsbranchen, als Wachstumstreiber, Standortfaktor und krisensicherer Wirtschaftszweig. Dabei wird die Kultur- und Kreativwirtschaft jedoch ausschließlich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten diskutiert und es werden Maßnahmen aus der Wirtschaftförderung entwickelt. Der kulturellen Seite mit ihren spezifischen Produktionslogiken, kulturellen Eigenwerten und sinnstiftenden Tätigkeiten wird kaum Beachtung geschenkt. Dies soll auf der Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing geschehen, die wieder mit der Kulturpolitischen Gesellschaft und anderen Partnern veranstaltet wird. KuPoGe-Präsident Oliver Scheytt wird das Eröffnungsreferat zum Thema »Zum Wert der Kultur« halten.

  

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Heimaten bewegen. Bundesfachkongress Interkultur 2014

Mannheim, 6. bis 8. Oktober 2014

Weltweite Migration und Transkulturalität beherrschen zunehmend den Alltag und den gesellschaftlichen Diskurs. Menschen auf der Flucht werden ebenso wie Menschen auf der Suche nach neuen Lebensperspektiven mit Grenzen, Abschottung und Rassismus konfrontiert, aber auch mit einer Freizügigkeit, die vorrangig wirtschaftlichen Interessen folgt. Bislang scheinbar eigenständige Kulturen wachsen zusammen und definieren sich neu. Egal, ob neu zugewandert oder alt eingesessen, ob mit oder ohne Migrationsbiografie – Menschen lassen sich nicht länger auf eine einzige kulturelle Identität reduzieren. Sie sind immer weniger nur in einer Heimat zuhause. Statt Eindimensionalität erfordert Heimat künftig den Plural.

  

Der 5. Bundesfachkongress Interkultur stellt sich unter dem Motto HEIMATEN BEWEGEN der Aufgabe, das weite Feld von »Heimaten« auszumessen und in einem Konzept der Vielfalt zu verorten. Veranstalter sind die Stadt Mannheim, der Initiativkreis Bundesweiter Ratschlag Kulturelle Vielfalt und das Forum der Kulturen Stuttgart e.V. Die Kulturpolitische Gesellschafft gehört wie in den Jahren zuvor zu den Kooperationspartnern.

  

Weitere Infos

  

KuPoGe-Erklärung »Kultur fair fördern« zeigt Wirkung

Auf die im Juni herausgegebene Erklärung der KuPoGe »Kultur fair fördern« gab es eine Reihe positiver Rückmeldungen. Der Landtagsabgeordnete Dr. Gerd-Rüdiger Hoffmann (Senftenberg) hat sie sogar zum Anlass für eine parlamentarische Anfrage an die brandenburgische Landesregierung genommen. Seine Frage war: »Welche Position vertritt die Landesregierung zu dem Vorwurf der Kulturpolitischen Gesellschaft, dass durch Ungleichbehandlung von Förderempfängern im Kulturbereich ein Zwei-Klassen-System in der Kultur entstehe?« In der Antwort der Ministerin Prof. Dr. Sabine Kunst heißt es dazu, dass eine »rechtliche Verpflichtung zum Ausgleich des aus Tarifabschlüssen resultierenden Finanzmehrbedarfs« bei Projektförderungen nach dem Haushaltsgesetz 20113/14 nicht bestehe. Dennoch verfolge das MWFK seit 2012 mit seiner kulturpolitischen Strategie auch das Ziel, »die zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen unter Berücksichtigung der vom Fragesteller thematisierten Aspekten fair und transparent zu bewilligen.« Dazu erklärt KuPoGe-Hauptgeschäftsführer Dr. Norbert Sievers: »Es ist gut, wenn unsere Erklärungen auf diese Weise genutzt werden, um ein Problembewusstsein zu erzeugen. Sonst wird die Lage für Projektmittelempfänger von Jahr zu Jahr schwieriger.«

  

KuMi-LeserInnenbefragung 2014 – Ihre Meinung ist gefragt!

Die Fach- und Verbandszeitschrift Kulturpolitische Mitteilungen informiert viermal jährlich über aktuelle kulturpolitische Entwicklungen, debattiert relevante Themen und gibt einen Einblick in die zahlreichen Aktivitäten der KuPoGe. Digitalisierung, veränderte Lesegewohnheiten und ein rasanter Wandel im Printbereich gehen allerdings auch an uns nicht spurlos vorüber. Welche Konsequenzen sollten wir daraus im Hinblick auf die Kulturpolitischen Mitteilungen ziehen? Was denken Sie als unsere Leserinnen und Leser? Was möchten Sie auch weiterhin nicht missen und was würden Sie lieber nicht mehr lesen? Was sollte neu gestaltet, was neu konzipiert werden? Fehlen Ihnen Themen? Ihre Meinung ist gefragt! Als KuPoGe-Mitglied haben Sie mit der Ausgabe 145 der Kulturpolitischen Mitteilungen einen schriftlichen Fragebogen erhalten, den Sie uns ausgefüllt wieder zurückschicken können. Daneben besteht für alle LeserInnen die Möglichkeit, online an der Befragung teilzunehmen. Dazu klicken Sie einfach auf folgenden Link:

www.kupoge.de/leserbefragung

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich einige Minuten Zeit nehmen und uns bei der Weiterentwicklung der Kulturpolitischen Mitteilungen unterstützen würden.

Herzlichen Dank!

  

Wo steht die Sommerkultur?

Fragt dieNeue Osnabrücker Zeitung, erinnert an »Umsonst und draußen« und eine Studie (Dokumentationen 62 – Traumtänzer und Kunstpioniere. 30 Jahre Kulturelle Sommerprogramme in NRW) der Kulturpolitischen Gesellschaft.

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Kulturbericht Niedersachsen 2013/2014

Nun liegt er vor, der zweite Kulturbericht Niedersachsens. Am 23.5. wurde er von der Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Klajic, vorgestellt. Nachdem der erste 2011 veröffentlichte Bericht eine Bestandsaufnahme und damit den ersten Baustein des Kulturentwicklungskonzeptes des Landes Niedersachsens (KEK) bildete, konzentriert sich der Kulturbericht 2013/2014 auf den Schwerpunkt »Kulturelle Teilhabe«. Neben einer Sekundärauswertung empirischer Daten zu diesem Thema wurde die Praxis der kulturellen Teilhabe an den Beispielen von Theater und Soziokultur aufgezeigt. Darüber hinaus bietet der Kulturbericht eine sparten- und genreübergreifende Dokumentation der Kulturlandschaft und schafft Transparenz über die Kulturförderung des Landes. Zudem spiegelt er Reaktionen und Rückmeldungen der kulturellen Akteure auf den ersten Bericht und den Prozess der Kulturentwicklungskonzeption.

  

Das Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. war vom MWK Niedersachsen mit der Erstellung des Berichtes in Zusammenarbeit mit dem Ministerium beauftragt worden. Das Projekt wurde von Dr. Norbert Sievers und Ulrike Blumenreich realisiert.

  

Der 170-seitige Kulturbericht 2013/2014 ist sowohl als PDF als auch als interaktive Fassung – in der z.B. Videos enthalten sind – verfügbar.