Nachrichten aus der Kulturpolitischen Gesellschaft und dem Institut für Kulturpolitik

UNESCO ist völkerrechtlich und als diplomatische Plattform unverzichtbar

Erklärung der Kulturpolitischen Gesellschaft zum Austritt der USA und Israel aus der UNESCO

Laut US-Außenministerium werden die USA per Jahresende 2017 die UN-Kultur- und Bildungsorganisation verlassen. Laut Medienberichten war der Entscheidung ein Streit über die UNESCO-Mitgliedschaft der palästinensischen Autonomiebehörde vorausgegangen. Israel hat angekündigt, ebenfalls den Austritt zu vollziehen. [mehr]

Übersicht unserer Presseerklärungen

  

Offener Brief | Für Freiheit und Vielfalt in Kunst und Kultur!
Die AfD darf den Vorsitz des Kulturausschusses im Bundestag nicht erhalten

Auf Initiative der Bundestagsabgeordneten Michelle Müntefering wenden sich Iris Berben, Dr. Diether Dehm MdB, Amelie Deuflhard, Tanja Dückers, Dr. Bernd Fabritius MdB, Ronald Grätz, Prof. Christian Höppner, Alfred Holighaus, Andreas Kämpf, Ulrich Khuon, Prof. Dr. Eckart Khöne, Shermin Langhoff, Prof. Dr. h.c. Klaus-Dieter Lehmann, Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, Prof. Jeanine Meerapfel, Elisabeth Motschmann MdB, Dr. Thomas Oberender, Prof. Dr. Hermann Parzinger, Prof. Dr. Bernd Scherer, Prof. Dr. Oliver Scheytt, Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Klaus Staeck und Olaf Zimmermann in einem Offenen Brief an den Ältestenrat des Deutschen Bundestages.

Die UnterzeichnerInnen fordern darin alle VertreterInnen des Deutschen Bundestages, insbesondere die Mitglieder des Ältestenrates, dazu auf, sich dazu zu bekennen, dass der Ausschuss für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag keinesfalls einem AfD-Vorsitz unterstellt werden darf.

Die Kulturpolitische Gesellschaft e.V. unterstützt diesen Offenen Brief.

Der Appell kann mit unterstützt werden. www.kulturausschuss-schuetzen.de

  

KuPoGe-Landesgruppe Niedersachsen gegründet

Am 15. August 2017 trafen sich rund 30 niedersächsische Mitglieder der Kulturpolitischen Gesellschaft im Kulturzentrum Pavillon in Hannover, um die KuPoGe-Landesgruppe Niedersachsen aus der Taufe zu heben. Nach lebhafter Aussprache über Ziele, Aufgaben und Struktur der neuen Interessengemeinschaft wurde ein vierköpfiger Sprecherrat gewählt, der die weitere Arbeit der Landesgruppe anleiten und koordinieren soll. Ihm gehören Mara Käser (Doktorandin an der Universität Hannover), Johannes Crückeberg (Doktorand am Institut für Kulturpolitik Hildesheim), Olaf Martin (Geschäftsführer Landschaftsverband Südniedersachen) und Hans-Jörg Siewert (vormals MWK Nds. und aktuell freier Kulturberater) an. Als nächste Aufgabe wurde angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen eine öffentliche Diskussion mit den Kulturpolitischen Sprechern der im Hannoveraner Landtag vertretenen Parteien Anfang Oktober ins Auge gefasst.

Kontakt: niedersachsen@kupoge-regional.de

  

Save the Date: Chemnitz 2025, Kulturhauptstadt-Tagung, Chemnitz 13. bis 15. November 2017

Einladung zu einem intensiven Austausch zu essentiellen Fragen der Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025 sowie kommunaler Kulturstrategie.

Vorgelagert am 13. November wird auch eine Informationsveranstaltung der Kulturpolitischen Gesellschaft über EU-Fördermöglichkeiten angeboten.

Detaillierte Informationen ab Mitte September auf www.chemnitz2025.de

   

Neuer Band in der Reihe Edition Umbruch erschienen

Als Band 33 der Edition Umbruch – Texte zur Kulturpolitik ist soeben die Monografie von Kilian H. Lembke zum Thema »Kommunale Kulturpolitik. Strukturen, Prozesse, Netzwerke« im Verlag transkript erschienen. Die Publikation, die auf der Dissertation des Autors beruht, untersucht, welche Akteure die Policy Kultur im Politikzyklus gestalten, wie Problemlösungsansätze erarbeitet und Projekte sowie Evaluationen durchgeführt werden. KuPoGe-Mitglied Kilian H. Lembke bezieht sich dabei auf die Stadt Norderstedt (Schleswig-Holstein) als Fallbeispiel und erörtert daran die Strukturen und Prozesse der kommunalen Kulturpolitik aus politikwissenschaftlicher Sicht. Die Reihe Edition Umbruch wird für die Kulturpolitische Gesellschaft von Dr. Tobias J. Knoblich und Dr. Norbert Sievers herausgegeben.

Bestellen bei Transcript

 

Abschlussbericht zur Kulturentwicklungsplanung der LH Düsseldorf vorgelegt

Der Abschlussbericht für die Kulturentwicklungsplanung (KEP) der Landeshauptstadt Düsseldorf liegt vor. Er wurde dem Kulturausschuss am 22. Juni in einer öffentlichen Sitzung vorgestellt. Mehr als 200 Akteure aus Kunst, Kultur, Verwaltung, Politik, Bildung, Wirtschaft sowie Bürgerinnen und Bürger hatten sich in zahlreichen Workshops, Gesprächen, einer Online-Befragung und weiteren Aktionen in die Planung mit ihren Ideen und Wünschen für eine zukunftsorientierte Kulturarbeit eingebracht, um für die LH Düsseldorf neue kulturpolitische Perspektiven aufzuzeigen. Der Bericht enthält zu jedem Handlungsfeld einen Ziel- und Maßnahmenkatalog sowie Empfehlungen zur Priorisierung und übergeordnete kulturpolitische Leitlinien. Jetzt geht es in die Umsetzungsphase und darum, die empfohlenen Maßnahmen zu priorisieren und umzusetzen. Der von Dr. Patrick S. Föhl im Auftrag des Instituts für Kulturpolitik der KuPoGe entwickelte und durchgeführte KEP-Ansatz zeichnet sich insbesondere durch einen Mehr-Methodenansatz aus und bereichert damit die zur Verfügung stehenden Konzepte zur Realisierung von Kulturentwicklungsplanungen. Der Abschlussbericht, weitere Berichte, Protokolle und Analysen aus dem KEP-Prozess sowie weitere umfassende Informationen können unter www.kep-duesseldorf.de/dokumente abgerufen werden.

 

Kulturförderung gemeinsam gestalten

Dokumentation der Fachkonferenz zum 1. Landeskulturbericht NRW erschienen

Am 22. März fand im Düsseldorfer Kulturzentrum Boui Boui eine Fachkonferenz zum ersten Landeskulturbericht NRW statt. Die gut besuchte Veranstaltung hatte insbesondere die mit dem Kulturfördergesetz NRW verbindlich gemachten Instrumente des Kulturförderplanes und des Landeskulturberichts zum Thema. Staatssekretär a.D. Bernd Neuendorf und Kulturabteilungsleiterin Hildegard Kaluza nahmen dazu aus der Perspektive des Landes Stellung. Für das Institut für Kulturpolitik, das bei der Erstellung des ersten Landeskulturberichtes behilflich war, ging Institutsleiter Dr. Norbert Sievers auf einige Inhalte des Berichts ein. Dabei wertete er die mit dem KFG eingeführten Instrumente einer konzeptbasierten Kulturpolitik als "kleinen Paradigmenwechsel", der sicherlich auch über die Landesgrenzen hinaus seine Wirkung entfalten werde. An zehn Thementischen konnten dann die TeilnehmerInnen der Konferenz ihre Ideen einbringen und den partizipativen Charakter diese Politikkonzeption unter Beweis stellen.

www.mfkjks.nrw/sites/default/files/asset/document/dokumentation_fachkonferenz_
kulturfoerderung_gemeinsam_gestalten_22_03_2017.pdf

 

Kulturpolitik ist vor allem auch Personalpolitik

Erklärung der Kulturpolitischen Gesellschaft zur Ernennung von Isabel Pfeiffer-Poensgen als neue Ministerin in Nordrhein-Westfalen

Der Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft Prof. Dr. Oliver Scheytt begrüßt die Benennung von Isabel Pfeiffer-Poensgen als »Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalens« mit folgenden Worten: »Mit der Benennung von Isabel Pfeiffer-Poensgen als neue Ministerin wird einmal mehr deutlich, dass Kulturpolitik vor allem auch Personalpolitik ist. Ministerpräsident Armin Laschet hat mit dieser Personalie Fachkunde in der Kultur und Leidenschaft für die Künste den Vorzug gegeben und damit auf einen Schlag Personal- und Strukturdebatten in der Kulturpolitik des Landes NRW mit einem klugen Federstrich im Sinne der Kulturpolitik entschieden.« Gelungen sei auch die Kombination an der Spitze des Hauses, seien doch mit dem politisch erfahrenen und bestens vernetzen Staatssekretär Klaus Kaiser die personellen Weichen bestens gestellt.

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Studien zum Landeskulturbericht NRW im Netz verfügbar

Im März dieses Jahres hat das Land Nordrhein-Westfalen den ersten Landeskulturbericht vorgelegt, an dem das Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft wesentlich mitgearbeitet hat. Darin sind die Ergebnisse einiger Studien zur (inter-)kulturellen Teilhabe, zur Lage der Kulturberufe, zur kulturellen Infrastruktur, zur Lage der Kultur in den Gemeinden und zum Urheberrecht enthalten, die im Vorfeld von verschiedenen ExpertInnen erstellt worden waren. Die Langfassungen dieser z.T. erstmalig durchgeführten Studien sind auf der Website des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport dokumentiert.

 

Neues Projekt: »Neue Formate und Methoden der projektbezogenen soziokulturellen Arbeit«

Mit der Projektförderung hat sich in den letzten Jahrzehnten – neben der institutionellen Förderung – ein neuer Modus der Kulturförderung etabliert, der die Kulturpolitik, die kulturelle Landschaft und ihre Akteursszenen maßgeblich beeinflusst. Vor allem im Feld der soziokulturellen Praxis ist Projektarbeit eine weit verbreitete und typische Arbeitsform, durch die neue Methoden und Formate der Kulturarbeit entstanden sind. Diese neuen Ansätze, Methoden und Formate der Kulturarbeit (unter besonderer Berücksichtigung von interkulturellen (Flüchtlings-)Projekten) zu identifizieren und zu analysieren, ist eines des zentralen Ziele des gleichnamigen Projektes, das das IfK für das BKM unter Leitung von Dr. Norbert Sievers in den nächsten Monaten durchführen wird. Darüber hinaus werden die Weiterbildungslandschaft und deren Angebote für neue Ansätze, Methoden und Formate recherchiert.

 

Neues Projekt: Anwendungsbezogene Kulturpolitikforschung in Nordrhein-Westfalen

Die Kulturpolitische Gesellschaft bemüht sich seit Jahren mit ihrem Institut für Kulturpolitik (IfK) um eine Intensivierung der anwendungsbezogenen Kulturpolitikforschung und hat dafür zahlreiche Begründungen und Ideen geliefert. Jetzt kann sie diese in einer Konzeptionsstudie weiterentwickeln. Ein vom Land Nordrhein-Westfalen gefördertes Projekt gibt ihr dazu die Möglichkeit. Gestützt auf das Kulturfördergesetz und in enger Verbindung mit der gesetzlich vorgeschriebenen Erstellung des ersten Landeskulturberichtes NRW sollen in den nächsten zwölf Monaten konzeptionelle Grundlagen für eine Kulturpolitikforschung geschaffen werden. Das IfK kann dabei auf Erfahrungen im Zusammenhang mit der Erstellung des ersten Landeskulturberichtes zurückgreifen, an dem es maßgeblich beteiligt war und mit dessen qualifizierter Auswertung das Institut für Kulturpolitik ebenfalls in den nächsten Monaten beauftragt ist.