Nachrichten aus der Kulturpolitischen Gesellschaft und dem Institut für Kulturpolitik

KuPoGe-Landesgruppe Niedersachsen gegründet

Am 15. August 2017 trafen sich rund 30 niedersächsische Mitglieder der Kulturpolitischen Gesellschaft im Kulturzentrum Pavillon in Hannover, um die KuPoGe-Landesgruppe Niedersachsen aus der Taufe zu heben. Nach lebhafter Aussprache über Ziele, Aufgaben und Struktur der neuen Interessengemeinschaft wurde ein vierköpfiger Sprecherrat gewählt, der die weitere Arbeit der Landesgruppe anleiten und koordinieren soll. Ihm gehören Mara Käser (Doktorandin an der Universität Hannover), Johannes Crückeberg (Doktorand am Institut für Kulturpolitik Hildesheim), Olaf Martin (Geschäftsführer Landschaftsverband Südniedersachen) und Hans-Jörg Siewert (vormals MWK Nds. und aktuell freier Kulturberater) an. Als nächste Aufgabe wurde angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen eine öffentliche Diskussion mit den Kulturpolitischen Sprechern der im Hannoveraner Landtag vertretenen Parteien Anfang Oktober ins Auge gefasst.

Kontakt: niedersachsen@kupoge-regional.de

  

Die Kulturpolitische Gesellschaft e.V. sucht zum 1. Januar 2018 einen/eine LeiterIn der Kontaktstelle Deutschland »Europa für BürgerInnen und Bürger«.

Die KS EfBB ist die nationale Kontaktstelle für das EU-Förderprogramm »Europa für Bürgerinnen und Bürger«. Ihre Aufgabe ist es, die allgemeine Öffentlichkeit sowie potenzielle AntragstellerInnen über das EU-Programm »Europa für Bürgerinnen und Bürger« zu informieren und Hilfestellung bei der Antragstellung zu leisten.

Die gesuchte Person soll über fundierte Kenntnisse auf dem Gebiet europäischer Förderstrukturen verfügen, ebenso wie in der Personalführung und im Finanzmanagement. Die Stelle (75%) ist bis Ende 2018 befristet (Option auf Verlängerung) und wird in Anlehnung an die Entgeltgruppe 12 TVöD vergütet.

Bewerbungsfrist: Mo 4. September 2017

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Neues Heft Nr. 157 der Kulturpolitischen Mitteilungen erschienen

Im Schwerpunkt des soeben erschienenen Sommerheftes der KuMi sind die Hauptvorträge des 9. Kulturpolitischen Bundeskongresses »Welt.Kultur.Politik.« von Staatsministerin Monika Grütters, Außenminister Siegmar Gabriel, Wolfgang Merkel und Harald Welzer dokumentiert, ebenso die Reden von KuPoGe Präsident Oliver Scheytt und von Thomas Krüger, dem Präsidenten der Bundeszentrale für politische Bildung. Der österreichische Kulturwissenschaftler Michael Wimmer kommentiert den Kongress. Auch der Beitrag der neuen Hauptreferentin Kultur des Deutschen Städtetages, Christina Stausberg, »Gefahr für die offene Gesellschaft« geht auf die Kongressthematik ein. In seinem Editorial nimmt Redaktionsleiter Norbert Sievers Bezug auf die damit verbunden Irritationen für die Neue Kulturpolitik, deren offene und auf kulturelle Vielfalt setzende Konzeption in Bedrängnis gerate.

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Neuer Band in der Reihe Edition Umbruch erschienen

Als Band 33 der Edition Umbruch – Texte zur Kulturpolitik ist soeben die Monografie von Kilian H. Lembke zum Thema »Kommunale Kulturpolitik. Strukturen, Prozesse, Netzwerke« im Verlag transkript erschienen. Die Publikation, die auf der Dissertation des Autors beruht, untersucht, welche Akteure die Policy Kultur im Politikzyklus gestalten, wie Problemlösungsansätze erarbeitet und Projekte sowie Evaluationen durchgeführt werden. KuPoGe-Mitglied Kilian H. Lembke bezieht sich dabei auf die Stadt Norderstedt (Schleswig-Holstein) als Fallbeispiel und erörtert daran die Strukturen und Prozesse der kommunalen Kulturpolitik aus politikwissenschaftlicher Sicht. Die Reihe Edition Umbruch wird für die Kulturpolitische Gesellschaft von Dr. Tobias J. Knoblich und Dr. Norbert Sievers herausgegeben.

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Abschlussbericht zur Kulturentwicklungsplanung der LH Düsseldorf vorgelegt

Der Abschlussbericht für die Kulturentwicklungsplanung (KEP) der Landeshauptstadt Düsseldorf liegt vor. Er wurde dem Kulturausschuss am 22. Juni in einer öffentlichen Sitzung vorgestellt. Mehr als 200 Akteure aus Kunst, Kultur, Verwaltung, Politik, Bildung, Wirtschaft sowie Bürgerinnen und Bürger hatten sich in zahlreichen Workshops, Gesprächen, einer Online-Befragung und weiteren Aktionen in die Planung mit ihren Ideen und Wünschen für eine zukunftsorientierte Kulturarbeit eingebracht, um für die LH Düsseldorf neue kulturpolitische Perspektiven aufzuzeigen. Der Bericht enthält zu jedem Handlungsfeld einen Ziel- und Maßnahmenkatalog sowie Empfehlungen zur Priorisierung und übergeordnete kulturpolitische Leitlinien. Jetzt geht es in die Umsetzungsphase und darum, die empfohlenen Maßnahmen zu priorisieren und umzusetzen. Der von Dr. Patrick S. Föhl im Auftrag des Instituts für Kulturpolitik der KuPoGe entwickelte und durchgeführte KEP-Ansatz zeichnet sich insbesondere durch einen Mehr-Methodenansatz aus und bereichert damit die zur Verfügung stehenden Konzepte zur Realisierung von Kulturentwicklungsplanungen. Der Abschlussbericht, weitere Berichte, Protokolle und Analysen aus dem KEP-Prozess sowie weitere umfassende Informationen können unter www.kep-duesseldorf.de/dokumente abgerufen werden.

 

Kulturförderung gemeinsam gestalten

Dokumentation der Fachkonferenz zum 1. Landeskulturbericht NRW erschienen

Am 22. März fand im Düsseldorfer Kulturzentrum Boui Boui eine Fachkonferenz zum ersten Landeskulturbericht NRW statt. Die gut besuchte Veranstaltung hatte insbesondere die mit dem Kulturfördergesetz NRW verbindlich gemachten Instrumente des Kulturförderplanes und des Landeskulturberichts zum Thema. Staatssekretär a.D. Bernd Neuendorf und Kulturabteilungsleiterin Hildegard Kaluza nahmen dazu aus der Perspektive des Landes Stellung. Für das Institut für Kulturpolitik, das bei der Erstellung des ersten Landeskulturberichtes behilflich war, ging Institutsleiter Dr. Norbert Sievers auf einige Inhalte des Berichts ein. Dabei wertete er die mit dem KFG eingeführten Instrumente einer konzeptbasierten Kulturpolitik als "kleinen Paradigmenwechsel", der sicherlich auch über die Landesgrenzen hinaus seine Wirkung entfalten werde. An zehn Thementischen konnten dann die TeilnehmerInnen der Konferenz ihre Ideen einbringen und den partizipativen Charakter diese Politikkonzeption unter Beweis stellen.

www.mfkjks.nrw/sites/default/files/asset/document/dokumentation_fachkonferenz_
kulturfoerderung_gemeinsam_gestalten_22_03_2017.pdf

 

Europäische Kulturhauptstadt 2025

Save the Date: Konferenz der Konkurrenten, Dresden 21. bis 23.September 2017

Dresden lädt ein zur Konferenz der Konkurrenten! Die Bürgermeisterin für Kultur und Tourismus, Annekatrin Klepsch, hat ihre Kolleginnen und Kollegen im Kulturausschuss des Deutschen Städtetages zum Erfahrungsaustausch eingeladen. Die Konferenz ist offen für alle Städte, die eine Bewerbung planen oder erwägen, sowie die interessierte Öffentlichkeit. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei. Für Freitag, 22. September 2017, ist jedoch eine Anmeldung notwendig

www.dresden.de/de/kultur/kulturhauptstadt/veranstaltungen/konferenz-der-konkurrenten.php?p=1032,1210,65225,129813,142716,142723

   

Save the Date: Chemnitz 2025, Kulturhauptstadt-Tagung, Chemnitz 13. bis 15. November 2017

Einladung zu einem intensiven Austausch zu essentiellen Fragen der Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025 sowie kommunaler Kulturstrategie.

Vorgelagert am 13. November wird auch eine Informationsveranstaltung der Kulturpolitischen Gesellschaft über EU-Fördermöglichkeiten angeboten.

Detaillierte Informationen ab Mitte September auf www.chemnitz2025.de

   

Kulturpolitik ist vor allem auch Personalpolitik

Erklärung der Kulturpolitischen Gesellschaft zur Ernennung von Isabel Pfeiffer-Poensgen als neue Ministerin in Nordrhein-Westfalen

Der Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft Prof. Dr. Oliver Scheytt begrüßt die Benennung von Isabel Pfeiffer-Poensgen als »Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalens« mit folgenden Worten: »Mit der Benennung von Isabel Pfeiffer-Poensgen als neue Ministerin wird einmal mehr deutlich, dass Kulturpolitik vor allem auch Personalpolitik ist. Ministerpräsident Armin Laschet hat mit dieser Personalie Fachkunde in der Kultur und Leidenschaft für die Künste den Vorzug gegeben und damit auf einen Schlag Personal- und Strukturdebatten in der Kulturpolitik des Landes NRW mit einem klugen Federstrich im Sinne der Kulturpolitik entschieden.« Gelungen sei auch die Kombination an der Spitze des Hauses, seien doch mit dem politisch erfahrenen und bestens vernetzen Staatssekretär Klaus Kaiser die personellen Weichen bestens gestellt.

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Welt.Kultur.Politik. Kulturpolitik und Globalisierung

9. Kulturpolitischer Bundeskongresses mit großem Erfolg durchgeführt

Mit über 300 TeilnehmerInnen und zusätzlich über 70 Mitwirkenden hat der 9. Kulturpolitische Bundeskongress »Welt.Kultur.Politik. – Kulturpolitik und Globalisierung« der Kulturpolitischen Gesellschaft und der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb am 15./16. Juni stattgefunden. In ihren Grundsatzreden plädierten Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters und Außenminister Sigmar Gabriel für eine »Kulturpolitik für eine Kultur der Verständigung« (Grütters) und eine »zweite Aufklärung« (Gabriel). Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der am Vorband zu einem Empfang ins Schloss Bellevue eingeladen hatte, sprach sich für eine Kultur aus, die »Brücken baut, das Gegenüber ernst nimmt und verstehen hilft«. In einer Erklärung zum Kongress forderte die Kulturpolitische Gesellschaft, Kulturpolitik »sollte mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln dafür sorgen, Kulturdialoge und Kulturinstitutionen im Sinne einer innergesellschaftlichen Friedens- und Demokratiepolitik neu auszurichten.«

  

Partner des Kulturpolitischen Bundeskongresses, der alle zwei Jahre stattfindet und u.a. durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert wird, waren dieses Mal der Deutsche Städtetag, das Goethe-Institut und das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), das am ersten Kongressabend zu seinem 100. Geburtstag in die Landesvertretung Baden-Württemberg eingeladen hatte.

  

siehe auch Pressemitteilung

 

Studien zum Landeskulturbericht NRW im Netz verfügbar

Im März dieses Jahres hat das Land Nordrhein-Westfalen den ersten Landeskulturbericht vorgelegt, an dem das Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft wesentlich mitgearbeitet hat. Darin sind die Ergebnisse einiger Studien zur (inter-)kulturellen Teilhabe, zur Lage der Kulturberufe, zur kulturellen Infrastruktur, zur Lage der Kultur in den Gemeinden und zum Urheberrecht enthalten, die im Vorfeld von verschiedenen ExpertInnen erstellt worden waren. Die Langfassungen dieser z.T. erstmalig durchgeführten Studien sind auf der Website des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport dokumentiert.

 

Neues Projekt: »Neue Formate und Methoden der projektbezogenen soziokulturellen Arbeit«

Mit der Projektförderung hat sich in den letzten Jahrzehnten – neben der institutionellen Förderung – ein neuer Modus der Kulturförderung etabliert, der die Kulturpolitik, die kulturelle Landschaft und ihre Akteursszenen maßgeblich beeinflusst. Vor allem im Feld der soziokulturellen Praxis ist Projektarbeit eine weit verbreitete und typische Arbeitsform, durch die neue Methoden und Formate der Kulturarbeit entstanden sind. Diese neuen Ansätze, Methoden und Formate der Kulturarbeit (unter besonderer Berücksichtigung von interkulturellen (Flüchtlings-)Projekten) zu identifizieren und zu analysieren, ist eines des zentralen Ziele des gleichnamigen Projektes, das das IfK für das BKM unter Leitung von Dr. Norbert Sievers in den nächsten Monaten durchführen wird. Darüber hinaus werden die Weiterbildungslandschaft und deren Angebote für neue Ansätze, Methoden und Formate recherchiert.

 

Neues Projekt: Anwendungsbezogene Kulturpolitikforschung in Nordrhein-Westfalen

Die Kulturpolitische Gesellschaft bemüht sich seit Jahren mit ihrem Institut für Kulturpolitik (IfK) um eine Intensivierung der anwendungsbezogenen Kulturpolitikforschung und hat dafür zahlreiche Begründungen und Ideen geliefert. Jetzt kann sie diese in einer Konzeptionsstudie weiterentwickeln. Ein vom Land Nordrhein-Westfalen gefördertes Projekt gibt ihr dazu die Möglichkeit. Gestützt auf das Kulturfördergesetz und in enger Verbindung mit der gesetzlich vorgeschriebenen Erstellung des ersten Landeskulturberichtes NRW sollen in den nächsten zwölf Monaten konzeptionelle Grundlagen für eine Kulturpolitikforschung geschaffen werden. Das IfK kann dabei auf Erfahrungen im Zusammenhang mit der Erstellung des ersten Landeskulturberichtes zurückgreifen, an dem es maßgeblich beteiligt war und mit dessen qualifizierter Auswertung das Institut für Kulturpolitik ebenfalls in den nächsten Monaten beauftragt ist.