Nachrichten aus der Kulturpolitischen Gesellschaft und dem Institut für Kulturpolitik

Save the Date: Mitgliederversammlung der KuPoGe 2015
findet am 20. und 21. November in Dortmund statt.

  

Die Mitgliederversammlung der Kulturpolitischen Gesellschaft wird in diesem Jahr auf Beschluss des Vorstands am 20. und 21. November in Dortmund stattfinden. Dazu sind alle Mitglieder herzlich eingeladen. Wichtigster Punkt ist die Wahl des neuen Vorstands. Daneben wird Zeit für Berichte und eine allgemeine Aussprache über aktuelle und zukünftige Entwicklungen sein. Das Programm und weitere Einzelheiten werden rechtzeitig kommuniziert. Bitte reservieren Sie sich den Termin in Ihren Kalendern.

 

Kultur.Macht.Einheit?

Kulturpolitische Mitteilungen Nr. 149 erschienen

  

Vom 18. bis 19. Juni 2015 fand der 8. Kulturpolitische Bundeskongress der Kulturpolitischen Gesellschaft in Berlin statt. Thematisch ging es dabei um die Frage, ob sich mit der Verwirklichung der Deutschen Einheit auch die Kulturpolitik verändert hat und inwieweit sie selbst den gesellschaftlichen Transformationsprozess mitgestalten konnte. Die neueste Ausgabe der Kulturpolitischen Mitteilungen dokumentiert die zentralen Reden.

  

Der Beitrag von Kulturstaatsministerin Monika Grütters, MdB, steht für die gewachsene Bedeutung der Bundeskulturpolitik, für die im Oktober 1990 quasi die Geburtsstunde schlug. Unterstützung erhält sie von Wolfgang Thierse, der die politischen Anstrengungen der letzten 25 Jahre betont, die die kulturelle Substanz „nicht nur restauriert, sondern im wesentlichen zukunftsfähig gemacht« hätten. Michael Schindhelm konstatiert dagegen die relative Bedeutungslosigkeit von Kultur und ihren Akteuren, die längst »sowohl dem Zauber als auch dem Terror von Globalisierung und Digitalisierung erlegen« seien. Und Jens Bisky entwirft in seinem Beitrag eine »Kulturpolitik der Zukunft«, die im öffentlichen Streiten um Kultur das beste Mittel gegen »lähmende kulturpolitische Debatten« sieht.

 

Ansonsten u.a. im Heft: Ein Beitrag von Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier zur sozialen Kraft der Kultur, ein Interview mit Norbert Sievers zum neuen »Jahrbuch für Kulturpolitik« zum Thema »Neue Kulturförderung« und ein Artikel von Albrecht Göschel zur »Kulturpolitik in der Authentizitätsgesellschaft«.

  

Bestellung unter: www.kupoge.de/publikationen/aktion_kumi_149.htm

 

KuPoGe-Blog

  

Wolfgang Hippe hat sich im aktuellen Heft kritisch mit dem immatriellen Kulturerbe auseinandergesetzt (»Die Katze lässt das Morsen nicht. Über Brauchtum und immaterielle Weltkultur«). Dies war auch Thema einer Debatte von Masterstudenten an der Universität Kiel mit kulturökonomischem Schwerpunkt. Den entsprechenden Diskussionsbeitrag finden Sie im Blog der Kulturpolitischen Gesellschaft.  

https://kupoge.wordpress.com

 

  

P R E S S E E R K L Ä R U N G

Kulturpolitik mit Hand und Fuß – Ohne Fakten tappen wir im Dunkeln

Kulturpolitische Gesellschaft setzt sich für einen »Forschungsverbund Kulturpolitik« ein

Der 8. Kulturpolitische Bundeskongress »Kultur.Macht.Einheit? Kulturpolitik als Transformationspolitik« am 18./19. Juni in Berlin hat gezeigt, wie wichtig Forschungsergebnisse für eine fundierte Kulturpolitik sind. Doch auf diesem Feld gibt es zunehmend Defizite. Statistische Materialien, systematische Analysen des demographischen und sozialen Wandels, Studien zu den Bedürfnissen von Besuchern und Nichtnutzern von Kulturangeboten sind erforderlich, um die kulturelle Infrastruktur in Deutschland adäquat und zeitgemäß auszugestalten. ...

Text der Presseerklärung

 

8. Kulturpolitischer Bundeskongress: »Kultur.Macht.Einheit?
Kulturpolitik als Transformationspolitik«

 

Prof. Dr. Oliver Scheytt (Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.) und Prof. Monika Grütters, MdB (Staatsministerin für Kultur und Medien)

Vom 18. bis 19. juni 2015 fand in Berlin unter großer öffentlicher Beachtung der 8. Kulturpolitische Bundeskongress statt. Der Kongress wagte einen Blick zurück auf 25 Jahre deutsche Einheit, um daraus kulturpolitische Perspektiven für die Zukunft zu formulieren. Siehe dazu auch das Interview mit Jürgen König im Deutschlandradio. Der Kulturredakteur der »Süddeutschen Zeitung«, Jens Bisky, lieferte ebenfalls im Deutschlandradio einen Aufriss der Themenfelder, die die Kulturpolitik hierzulande in den nächsten Jahren beschäftigen dürften. Gegenwärtig werden die zentralen Beiträge redaktionell bearbeitet, um daraus den nächsten Schwerpunkt für die »Kulturpolitischen Mitteilungen«, der Zeitschrift für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft, zu erstellen.

  

Gute Nachrichten

BKM will Tariferhöhungen ausgleichen

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien kann im Haushaltsjahr 2016 voraussichtlich Mehrausgaben der Kultureinrichtungen im Personalbereich aufgrund von Tariferhöhungen auffangen. Das geht aus einem Schreiben von Staatsministerin Prof. Monika Grütters, MdB, vom 19. März 2015 hervor. Dies würde sowohl die vom BKM institutionell geförderten Einrichtungen betreffen wie die dauerhaft projektbezogen geförderten Institutionen und Vorhaben. Dafür hatte sich insbesondere die Kulturpolitische Gesellschaft eingesetzt und in ihrer Erklärung »Fairness sieht anders aus!« vom 21. November 2014 auf die Gefahr der Spaltung der Kulturszene hingewiesen, die den Konsens im Kulturbereich zunehmend belaste, falls nur institutionell geförderte Einrichtungen vom Tarifausgleich profitieren würden.

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Voraussetzung dieser guten Absicht ist allerdings, dass der Regierungsentwurf für den Haushalt 2016 im Juli dieses Jahres vom Parlament gebilligt wird. Die Signale sind dafür zur Zeit positiv. So hatten sich namentlich der Berichterstatter für den Bereich Kultur und Medien, Johannes Kahrs, MdB, sowie der kulturpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Martin Dörmann, MdB, bei einer öffentlichen Debatte im Bundestag am 26. November für den Tarifausgleich bei Zuwendungsempfängern eingesetzt. Auch beim Koalitionspartner gab es Verständnis für diese Initiative. Immerhin 13,9 Millionen Euro kostet den Bund dieser Ausgleich; 329.000 Euro gehen davon allein auf das »Konto« der dauerhaft projektbezogen geförderten Einrichtungen. »Dieser guten Nachricht ist zu wünschen, dass sie Signalwirkung auch auf die Länder und Kommunen hat. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, um prekären Lagen vorzubeugen und Beschäftigung im Kulturbereich auch finanziell wieder etwas auskömmlicher zu gestalten«, erklärte dazu der Hauptgeschäftsführer der KuPoGe, Dr. Norbert Sievers.

 

 

Last call: Ausschreibung des Kulturpreises 2015 der Kulturpolitischen Gesellschaft

KULTUR.MACHT.EINHEIT? Kulturpolitik als Transformationspolitik

Die Kulturpolitische Gesellschaft vergibt 2015 ihren Kulturpreis zum Thema Deutsche Einheit. Es werden Initiativen aus Kunst, Kultur und Kulturpolitik gesucht, die Modellhaftes im gesellschaftlichen und (kultur-)politischen Transformationsprozess bewirkt haben. Der Preis, für den ausschließlich Mitglieder der Kulturpolitischen Gesellschaft Vorschläge einreichen können, ist mit einer Anerkennung von 2.000 Euro verbunden und wird im Herbst 2015 verliehen. Gesucht werden Konzepte, Projekte und Formate sowie konkrete Praxisbeispiele und Arbeitsansätze von Initiativen, Organisationen und Einrichtungen kultureller Arbeit (bestehend jeweils aus mind. 3 Personen) in gemeinnütziger Trägerschaft, die von den Transformationsprozessen maßgeblich geprägt wurden oder selbst Transformationsprozesse initiiert haben.

Weitere Informationen sowie Rückmeldebogen