Nachrichten aus der Kulturpolitischen Gesellschaft und dem Institut für Kulturpolitik

Jahrbuch für Kulturpolitik 2011 zum Thema »Digitalisierung und Internet«

Pünktlich zum Fest erscheint der 11. Band des Jahrbuchs für Kulturpolitik. Darin wird die Digitalisierung mit Blick auf ihre Folgen für die Kultur, ihre Sparten und Formate und die kulturpolitischen Herausforderungen ausführlich befragt und diskutiert. Den Kern des Jahrbuches bilden die Beiträge des 6. Kulturpolitischen Bundeskongresses »netz.macht.kultur. – Kulturpolitik in der digitalen Gesellschaft«, den die Kulturpolitische Gesellschaft und die Bundeszentrale für politische Bildung am 9./10. Juni 2011 in Berlin mit Unterstützung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und des Medienboards Berlin-Brandenburg durchgeführt haben.

Weitere Infos sowie Bestellmöglichkeit: www.kupoge.de/publikationen/aktion_jahrbuch2011.htm

 

Kulturbericht Niedersachsen 2010 erschienen

KuPoGe hat an der Erstellung mitgewirkt

Forschungsergebnisse präsentiert und diskutiert

Der erste »Kulturbericht Niedersachsen 2010« ist am 22. November der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Er gibt einen systematischen Überblick über die Landeskulturförderung im Jahr 2010, einschließlich eines Einblicks in die Fördergrundsätze und ist sowohl für die Kulturträger und Kulturschaffenden, für die Politik und für die Nutzer von Kultureinrichtungen ein wichtiges Kompendium. Einen vergleichbaren Einblick hat bislang lediglich Nordrhein-Westfalen seinen Kulturakteuren verschafft. Dort sind bisher drei Kulturberichte erschienen, an denen ebenfalls das Institut für Kulturpolitik der KuPoGe maßgeblich mitgewirkt hat. Der Kulturbericht Niedersachsen 2010 soll die Diskussionsgrundlage für die erste Phase einer neuen und beteiligungsorientierten Kulturpolitikkonzeption (KEK) des Landes Niedersachsen werden. Dazu hat sich Kulturministerin Prof. Johanna Wanka in den aktuellen Kulturpolitischen Mitteilungen geäußert. Ein zweijährliches Erscheinen des Kulturberichts soll ihm Vergleichbarkeit, Zuverlässigkeit und Kontinuität verleihen.

 

Paul Raabe ist Ehrenmitglied der KuPoGe

Der Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft hat Prof. Dr. h.c. mult. Paul Raabe die Ehrenmitgliedschaft der Kulturpolitischen Gesellschaft verliehen. Paul Raabe, der im nächsten Jahr 85 Jahre alt wird, war Gründungsmitglied der KuPoGe (Eintritt 1. Juli 1976) und gehört zu den Wegbereitern einer aufgeklärten Kulturpolitik und kulturellen Vermittlungsarbeit. Der über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannte Literaturwissenschaftler und Bibliothekar leitete von 1968 bis 1992 die renommierte Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel. Danach war er bis zum Jahr 2000 Direktor der Franckeschen Stiftung in Halle an der Saale. Kulturpolitisch hat sich der mit vielen Preisen und Ehrungen ausgezeichnete Paul Raabe unter anderem durch das von ihm zusammengestellte Blaubuch Kulturelle Leuchttürme in den neuen Bundesländern Verdienste erworben. In dem erstmals 2001 im Kontext der Förderpolitik des Bundes (siehe hierzu den Artikel von Sebastian Saad www.kupoge.de/kumi/pdf/kumi99/kumi99_24-30.pdf) herausgegebenen Blaubuch werden gesamtstaatlich bedeutsame Kultureinrichtungen in den neuen Bundesländern vorgestellt, wie Museen des nationalen Kulturerbes, sogenannte »Leuchttürme«, sowie Kulturelle Gedächtnisorte.

Mit der Ehrenmitgliedschaft würdigt die Kulturpolitische Gesellschaft die Verdienste ihrer langjährigen Mitglieder. Nach dem Publizisten und ehemaligen Nürnberger Kulturreferenten Hermann Glaser ist Paul Raabe das zweite Ehrenmitglied der KuPoGe.

 

Kulturpreis für das Kölner KulturForum TürkeiDeutschland e.V.

Der Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft hat auf seiner Sitzung am 25. November 2011 in Berlin einstimmig als Preisträger für ihren diesjährigen Kulturpreis das Kölner KulturForum TürkeiDeutschland e.V. (www.das-kulturforum.de) ausgewählt. Er zeichnet damit die beispielhafte Arbeit einer Einrichtung aus, die sich seit nahezu 20 Jahren unter dem Ehrenvorsitz von Günter Grass und Yasar Kemal um die interkulturelle Verständigung zwischen Deutschen und Türken in Deutschland verdient gemacht hat. Engagement, hochwertige Projekte und ein Dialog auf Augenhöhe waren dabei die Garanten des Erfolgs und der nachhaltigen Wirkung.

[Presseerklärung]

 

»Studium – Arbeitsmarkt – Kultur«

Forschungsergebnisse präsentiert und diskutiert

Am 24. Oktober wurden auf einer bundesweiten Fachtagung in Bonn die Ergebnisse des vom Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft durchgeführten Forschungsprojektes »Studium-Arbeitsmarkt-Kultur« präsentiert und mit etwa 100 TeilnehmerInnen lebhaft diskutiert. Die Veranstaltung bot damit eine Plattform für einen notwendigen Dialog zwischen Akteuren der Hochschulen (Studiengangsleiter, Praktikumsbeauftragte und Studierende), des Arbeitsmarktes und öffentlicher Institutionen (KMK, HRK). Erörtert wurde u.a., ob das in den letzten zwei Jahrzehnten sprunghaft angestiegene Studienangebot der Kulturvermittlung – die im Kontext des Projektes aufgebaute Datenbank weist 364 Studienangebote an Hochschulen in Deutschland auf – noch in einem sinnvollen Verhältnis zur Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt Kultur steht. Ferner stand zur Diskussion, welche Kompetenzen auf dem Arbeitsmarkt Kultur benötigt werden und wie der Dialog zwischen Hochschule und Arbeitsmarkt intensiviert werden kann. Angemahnt wurde, die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes in den Studiengängen stärker zu berücksichtigen und die oft prekäre Berufsrealität der Hochschulabsolventen stärker in den Blick zu nehmen. Dafür müsse die Verbleibforschung verstärkt werden. Die Ergebnisse der Fachtagung des vom BMBF geförderten Projektes werden in den Kulturpolitischen Mitteilungen und in der Endpublikation dokumentiert. Zur Veranstaltung bereits vorgelegt wurde ein Materialienband mit Untersuchungsergebnissen des »Arbeitsmarktes Kultur«.

Fotos von der Fachtagung

 

Neues Grundsatzprogramm – Vorschläge aus der Mitgliedschaft erbeten

Der Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft hat beschlossen, das zurzeit geltende Grundsatzprogramm aus dem Jahr 1997 zu aktualisieren. Er reagiert damit auf gesellschaftliche Veränderungen (z.B. demografische Entwicklung, Digitalisierung), aber auch auf die Situation der Kulturpolitik (z.B. Finanzkrise) und die kulturpolitische Diskussion im neuen Jahrhundert (Ergebnisse der Enquete-Kommission »Kultur in Deutschland«, Verhältnis Angebot-Nachfrage etc.). Ferner versteht sich die Programmdebatte auch als Antwort auf die Mitgliederstruktur der KuPoGe, die immer mehr geprägt ist durch neue und jüngere Mitglieder, für die der programmatische Gründungskontext der 1970er Jahre nicht mehr so relevant sein dürfte wie für die Gründergeneration. Auch die Themen der 1990er Jahre, auf die die erste Programmrevision Bezug genommen hat, sind inzwischen ein wenig verblasst oder sogar in ihrer Bedeutung gewichtiger geworden.

Deshalb macht es Sinn, über die programmatischen Grundsätze neu nachzudenken. Dies soll jedoch nicht nur im Vorstand geschehen, sondern unter aktiver Beteiligung der Mitglieder. Anders als bei der Programmdiskussion vor 15 Jahren sollen sie jedoch nicht nur gefragt werden, wenn der Programmentwurf schon ausgearbeitet vorliegt, sondern schon vorher. Dazu wollen wir die neuen Medien nutzen. Konkret wollen wir den zum diesjährigen Kongress »netz.macht.kultur« eingerichteten KuPoGe-Blog (http://kupoge.wordpress.com/) dafür öffnen und unseren Mitgliedern anbieten, sich darin in der neu angelegten Kategorie »Programmdebatte« zu äußern.

Bitte schicken Sie uns Ihre Meinungen und Anregungen bis zum 28. Oktober 2011 an die Mail-Adresse kroeger@kupoge.de. Orientieren Sie sich dabei bitte an folgenden Fragen:

Sobald wir Ihre Meinungsäußerung haben, werden wir sie nach Prüfung in unseren Blog einsetzen, um auf diese Weise eine Diskussion in der Mitgliedschaft über ein neues Programm anzuregen. Der Vorstand wird sich dann auf seiner Sitzung am 25. November 2011 mit den Änderungsvorschlägen auseinandersetzen und auf dieser Basis einen neuen Programmentwurf erstellen und den Mitgliedern im Rahmen einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung im Frühjahr 2012 zur Abstimmung vorlegen.

 

Datenbank für Studienangebote der Kulturvermittlung und Interkultur

Nach dem Update der Datenbank können sich Interessierte nun über mehr als 300 Studienangebote der Kultur an Hochschulen in Deutschland informieren. Bei der in den letzten Wochen erfolgten Aktualisierung der Datenbank wurden auch die Studienangebote aufgenommen, die seit den beiden letzten Semestern neu offeriert werden bzw. die im kommenden Wintersemester an den Hochschulen geplant sind. Anhand vielfältiger Suchfunktionen können für die einzelnen Studienangebote neben den strukturellen Angaben (u.a. Abschluss, Voraussetzungen, Semester- und Studienbeiträge, Kontaktdaten) auch detaillierte Informationen zu Zielen, Inhalten, vermittelten Kompetenzen sowie zur Arbeitsmarktorientierung der Studienangebote kostenlos recherchiert werden. Die Datenbank wurde vom Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft im Rahmen des vom BMBF geförderten Projektes »Studium-Arbeitsmarkt-Kultur« erarbeitet. www.studium-kultur.de/datenbank.html