Nachrichten aus der Kulturpolitischen Gesellschaft und dem Institut für Kulturpolitik

Kulturpolitik ist Demokratiepolitik

40 Jahre Kulturpolitische Gesellschaft

Am 10. Juni 1976 ist die Kulturpolitische Gesellschaft in Hamburg-Altona gegründet worden. Sie steht also mittlerweile für eine vierzigjährige Verbandstätigkeit, um Kulturpolitik als Gesellschafts-und Demokratiepolitik in Deutschland zu verankern. Dieser 40. Geburtstag soll am am 1. und 2. Juli 2016 in Hamburg gefeiert werden. Ferner wird eine Reihe von Veranstaltungen unter dem Motto »Kulturpolitik ist Demokratiepolitik« stattfinden. Wir laden schon jetzt alle Mitglieder der Kulturpolitischen Gesellschaft sowie jene, die an ihrer Arbeit interessiert sind, ein, sich diesen Termin vorzumerken und an der Jubiläumsfeier teilzunehmen!

 

 

 

 

 

  

Kulturpolitische Mitteilungen Heft 152 erschienen

Schwerpunktthema: Kulturpolitik als Transformationspolitik

»Kulturpolitik muss sich bewegen, wenn sie wieder mehr Bedeutung und Wertschätzung bekommen will«, schreibt Norbert Sievers in seiner Einleitung zum Heftschwerpunkt. Vor welchen neuen gesellschaftlichen Herausforderungen sie steht und welche kulturpolitischen Konsequenzen daraus erwachsen, diskutieren Tim Renner, Patrick S. Föhl, Gernot Wolfram, Henning Mohr, Angelika Fitz, Marietta Piekenbrock und Kristina Volke aus jeweils unterschiedlichen theoretischen und praktischen Blickwinkeln. Das gemeinsame Fazit lautet: Die Gestaltung unserer Gesellschaft ist weiterhin eine Frage der Kulturpolitik. Doch kann der gesellschaftliche Anspruch auf Transformation nur eingehalten werden, wenn sich Kulturpolitik selbst der Veränderung stellt. Nur wer sich ändert, bleibt sich treu.

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Landeskulturbericht NRW in Arbeit

Vor einem Jahr wurde in Nordrhein-Westfalen das Kulturfördergesetz verabschiedet. Es stützt sich auf den »Kulturförderplan«, den »Kulturförderbericht« und den »Landeskulturbericht«, die allesamt die weitere Entwicklung von Kunst und Kultur im Land als konzeptbasierte und partizipative Aufgabe begreifen. Der Landeskulturbericht soll in jeder Legislaturperiode vorgelegt werden, von der Umsetzung des Kulturförderplans berichten, zur Kulturentwicklung im Lande Stellung beziehen und künftige Schwerpunkte der Kulturförderung darstellen. Zentrale Leitlinie dabei ist, »die gesamte Kulturpolitik des Landes zielgerichtet und strategisch aus einer Gesamtsicht auf die NRW-Kulturlandschaft« auszurichten. Das IfK ist 2015 damit beauftragt worden, die Konzeption für die Erstellung des ersten Landeskulturberichts (»Pilotbericht«) in enger Absprache mit der Kulturabteilung des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport zu erstellen. Nach dessen Vorlage im Dezember 2015 wird es jetzt an deren Umsetzung aktiv mitwirken. Mit dem Vorliegen des Pilotberichts ist Ende 2016 zu rechnen.

  

Kunst- und Kulturentwicklung in Düsseldorf

Im September 2015 fiel im Kulturausschuss der Startschuss für die Erarbeitung einer Kulturentwicklungsplanung für die Landeshauptstadt Düsseldorf, an der das IfK mitwirken wird. Übergeordnetes Ziel ist es, vor dem Hintergrund gesamtgesellschaftlicher sowie städtischer und regionaler Veränderungen, Schwerpunkte für eine zukunftsorientierte Kulturpolitik und Kulturarbeit der nächsten Jahre zu entwerfen. Es geht dabei um die Beantwortung der Frage, welche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, um auch weiterhin ein zeitgemäßes Agieren und kooperatives Denken im Kulturbereich zu ermöglichen. Kurz gesagt, es geht um die Formulierung eines Leitbildes für die Kulturentwicklung, an dem alle kulturellen und kulturpolitischen Akteure gemeinsam arbeiten können und wollen.

Für weitere Fragen kann der externe Projektleiter der Kulturentwicklungsplanung, Dr. Patrick S. Föhl, jederzeit kontaktiert werden: foehl@netzwerk-kulturberatung.de

  

»Förderpotenziale für Kultur in ländlichen Räumen«

Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft erstellt Studie

In wirtschaftlich schwachen Regionen und dünn besiedelten Gebieten kumulieren die Effekte des demografischen Wandels. Inzwischen haben sich flächendeckend integrierte Ansätze für Entwicklungskonzepte für ländliche Räume etabliert, in die auch kulturelle Aspekte und Kulturakteure im ländlichen Raum einbezogen werden. Vor diesem Hintergrund hat die BKM eine Studie des Instituts für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft finanziert, die eine Bestandsaufnahme von Fördermöglichkeiten für Aktivitäten und Infrastrukturen in ländlichen Räumen liefert, um jenen dialogorientierten, Ressourcen bündelnden und Strategien optimierenden Ansatz für die Kulturpolitik zu konkretisieren. Unter anderem werden 51 Programme des Bundes, der Länder, der EU sowie anderer öffentlicher und privater Träger untersucht, die Maßnahmen zur Bewältigung der Folgen des demografischen Wandels in ländlichen Räumen fördern und zugleich geeignet sind, auch kulturelle Vorhaben zu unterstützen. Die Studie kann hier (www.kupoge.de/download/Studie_laendliche-kulturarbeit.pdf) heruntergeladen werden.